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Blog von TeddeMehr

Mit trauten Gesichtern in einer unvertrauten Landschaft

1. Juli 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Die Ehe für alle, das Große am Schlußtag im Juni des Jahres '17 nach dem Millenium.

Es kommt, quasi. Ist eingeführt, daß jetzt Männer, Männer, Frauen, Frauen und weiterhin Frauen und Männer heiraten dürfen. Vorerst ist dem so.

Nur, die eine, die den großen Weg dazu unvermittelt geradewegs freigab, hat selber nicht zugestimmt. Weiter sind Stimmen aus der Gegend zu vernehmen, daß man die neue Regelung nun auf die Verfassungsmäßigkeit prüfen lassen wolle. Vielleicht bis in die letzte Instanz hinein.

Es ist also nicht alles so freiweg, wie es zur Sekunde scheint. Nur momentan, daß der Weg relativ frei zu überblicken ist, begangen werden kann. Ob das in der Zukunft bleibt, weiterhin alles in der Weise bleibt, das muß die Zukunft zeigen.

Wie überhaupt die Zukunftstage demnächst vielerlei anderes abbilden könnten, nimmt man die heutigen Wahlprognosen länger für Ernst. Zukünftig sieht nämlich der Bundestag in der deutschen Europaregion ein klein wenig anders aus wie der gegenwärtig Ende Juni, geht's nach den Prognosen. Zwar bleiben ein paar Gesichter, scheinvertraute Gestalten, halten sich auf ihren ewigen Thronsesseln, wie festgesaugt. Nur: ihr Hintergrund, die Landschaft bei ihnen, ziemlich verschieden von allem im Jetzt.

Es soll ein wertkonservativer Bundestag bevorstehen. Jede Menge Konservatives. Konservativ ist man, wohin man blickt. Konservativ und "rechtskonservativ", die braune Fäule. Das alles zusammen mit den Wirtschaftsliberalen. Die von sich als "freiheitlich" sprechen, aber nur eine Freiheit meinen, die des kaum beobachteten Wirtschaftens. Je weniger Probleme mit Umweltschutz, Regelungen, was das Treiben in den Betrieben angeht, desto besser finden sie das. Das meinen DIE als die "Freiheit".

Die Farbenpalette der Zukunftstage demnach: Schwarz mit viel Magenta-Blau. Und nebendran das noch dazu: jene schlimme Braunverfärbung. Schlimmste braune Flecke, zu überblicken, während nichts zu riechen ist, wie ungefähr beim Bauern heutzutage, wenn der Gülle hektoliterweise ausbringt: kein Geruch, der in die Nase steigt.

Diese viele Bräune in Fom einer Neu-Partei. Eine, die erst seit ein paar kurzen Jahren ihren Auftritt hat. Aus ganz Altem geboren. Ekelhaftestem nebenbei, das sie bereits anklingen ließen.

Anscheinend wird es die Fünf-Prozent-Marke locker überspringen, als gäbe es die Marke nicht. Genauso wie die "Gelben", die einen Farbenwechsel bei sich sehen wollten, frisch in die Bundestagswelt der bundesrepublikanischen Europaregion zurückkehren. In ziemlicher Stärke und alter Ministerposten-Frische. Als Magentablaue.

Währenddessen anderes, das in der Gegenwart Anfang Juli des Jahres '17 noch mitregiert, kleinere Brötchen backt, treibt die Bräune und das Magentablaue blubbernd sprudelnd hoch.

Daß das heißt, daß nichts verläßlich sein muß, was es heute noch gibt. Schließlich kann manches mit neuen, frischen Machtverhältnissen rasch wieder geändert werden.

Vielleicht auch die Ehe für alle schließlich.

Wie gesagt: Bloß ein paar alte traute Gesichter, die weiter im Vordergrund auf Bildern aufscheinen. Groß gehen. Ansonsten ist das eine insgesamt neue Regierungswelt, die ansteht, sich grinsend präsentieren will.

Das zu wiederholen: neue Mehrheits- und Machtverhältnisse:. Viel Konservatives in Form der Schwarzen und der Magenta-Blauen, der  Partei, besser bekannt als die "Partei der Besserverdienenden". Die "Magentablauen", die ihr Klientel sicherlich nicht gerne enttäuschen würden.

Und es wird denn mitten bei diesen allen dabei Reden von Leuten im Bundestag geben. Solche Anspachen, Redevorträge eines Personenkreises, wie man es lange nicht gehört hat, im Bundestag der Europaregion Deutschland.

Die von der Bräune, die ihre frischen Larven grinsend vorzeigen. Ihr Weltverständnis, mehr oder weniger offen ausgebreitet. Je nachdem, wie es eben kommt, man sich aussprechen kann, möchte.

Sie sind dann dort, eingetroffen. Dazugekommen. Mitten unter all den Erz- und Wertekonservativen, Wirtschaftsliberalen, schwätzen mit denen scheinanständig, -vernünftig rum. Sind so ein andauernder gewisser Dreh in den Gehörgängen. Einmal deutlicher, dann weniger klar. Manchmal haut man sich ein paar seitlich den Kopf, fragt sich, was drinnen los ist: Was hat man da mitgekriegt, kann das sein?

Und nun, nun sage man, es wird nichts anders werden, in der Zukunftswelt. Nur weil ein paar Gesichter ewig und ohne Unterlaß dieselben bleiben wollen. Festgesogen an den Machtsesseln.

Tja, auch die mit den altbekannten, vertrauten Gesichtern könnten sich alsbald ein klein wenig anders gehaben. Wie etwa heute noch, als sie nur bei einer Abstimmung "Nein" zu etwas sagten. Was aber nichts zu bedeuten hatte. Weil es geradezu keine Rolle spielte. Was allerdings nicht bleiben muß, daß ihnen die eigene Darlegung schwerfällt.

Prognostiziert ist schlußendlich für die Tage nach der Jahr-'17-September-Wahl längst ein riesiger Unterschied zum Heute. Und bs zu dieser Wahl ist es überhaupt nicht mehr lange hin.

Wie die einen sich freuen, durchaus schon ab und zu zu überblicken.

 

 

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