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Blog von TeddeMehr

Nietzsche hatte 'ne Schwester

3. Juli 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Schwer zu sagen, warum. Aber, mir geht gerade die Schwester von Friedrich Nietzsche nicht aus dem Kopf.

Nietzsches Schwester ...

Nietzsche, man weiß, der war die letzten Jahre seines Lebens sehr kränklich. Es könnte sein, die Syphilis hatte ihn erwischt. Von dieser Geschlechtskrankheit wurde Nietzsche zersetzt. Bis das zu seinem Ende hin nur noch Siechtum war.

Das war kein angenehmer Zustand für Friedrich Nietzsche. Von seiner Schwester mußte er die letzten Zeit seines Lebens hilfos gepflegt werden. Und sie, die Schwester, die erbte auch alles von ihm. Trat das Erbe von ihm an. Seine Schriftwerke und so, man weiß "Gott ist tot", und was er sonst noch so rüberbrachte. In seinen Publikationen.

Nietzsches Schwester verwaltete in der Folge die Schriften des Bruders, und sie teilte dabei auf vielerlei Weise nicht unbedingt den Geist ihres Bruders. Auch nicht als Künstlerin. Wenn sie denn eine war.

Da kamen etwa die Nationalsozialisten auf, und das Schwesterherz Nietzsches geriet von wegen denen und dem Mann mit dem "Tramp"-Bärtchen in Wallung, Aufregung. Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts bereits. An der Seite des als die Nummer eins der Nationalsozialisten Nummerierten zeigte sie sich öfters, wie manche der Familie Wagner und so, bei denen er ähnlich empfangen wurde. Die hatten dergleichen, was die Mutter der Söhne anbetraf, die dann die Wagner-Festspiele durch die sechziger, siebziger Jahre und weiter brachten.

Also, die Nietzsche-Schwester, sie war derartig entbrannt für die Nazi-Ideologie, daß es heißt, sie hätte sogar selber Zeilen, Passagen zum Werk ihres Bruders hinzugefügt, Worte abgeändert, um dessen Werk perspektivisch der Ideologie der Nazis näherzubringen.

Eine Sache, nicht?

Tja, niemand ist gegen Erben gefeit. Und die der eigenen Familie, gleichgültig, wer oder was sie sind. Oder Ehefrauen und derartiges dergleichen. Da können welche Kleinigkeiten ganz anders sehen als man selber. Hätten in einen lieber was andres gehabt. Um dann dafür sorgen zu wollen, daß es so aussieht, man hätte höchstselbst ähnlich gedacht wie welche, um die man sich besorgte. Wie die Nietzsche-Schwester. Als wäre Friedrich Nietzsche partout irgendwie ein Vordenker für die ganze Nazi-Mischpoke gewesen. Hätte er nicht vielleicht eine Waffe besorgt, wären so Großtuer in Uniform ihm persönlich untergekommen. Hätten ihn in so was verwickeln wollen.

Warum mir so was einfällt, das groß die Runde bei mir macht? Wer weiß, was da los ist. Schwer zu formulieren.

Da war eine Totenfeier. Alles schön und gut. Obwohl zuvor schnell viel von Familienzwist und einer jungen Ehefrau die Rede war, die der Vater sich nach dem Tod der einen Frau und Mutter seiner Kinder zulegte. Dem bemerkbaren Fernbleiben von Söhnen bei den großen Trauerfeierlichkeiten. Als hätte nichts dort mit ihnen was zu tun.

Viel Größe wurde dem Toten zugewiesen. Viel, viel Größe. Als Europäer. Alles ganz groß.

Dabei hielt unter anderem eine eine Rede, die er, heißt es, nicht so gerne als Rednerin gehabt hätte. Seiner letzten Ehegemahlin trat sie gegenüber. Oder nicht? Man guckte sich an. Tja ... Als müßte man erst lernen, sich irgendwann besser verstehen zu können.

Eigentlich sollte ein ganz ein anderer diese Ansprache zu Ehre des Toten abhalten. Einer, der ihn die letzten Monate vor seinem Tod noch besucht hatte.

Und wer der ist, der, der derzeit in Ungarn das Regiment führt ...? Seinen Staat Richtung Ein-Personen-Herrschaft führt? Immer direkter, daß es sich sagen läßt. Tag für Tag.

In der Nähe von Dingen befindet sich die ungarische Staatslandschaft, wie sie derzeit so richtig überdeutlich in der Türkei zu blicken sind. Jedem gewiß, wessen Herrschaft das ist. Was dieses türkische "Präsidial-System" im Grunde abbildet.

Ein Dreh von Nietzsche und seiner Schwester hierher ist das, was? Oder der alten Wagner-Mutter, nicht wahr? Diese Damenwelt. Hochherrschaftliche Damen. Die jedoch einen Hang zu Leuten hatten, zu Leuten, die ...

 

 

 

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