Nach einer langen Weile
He, jetzt geht's aber plötzlich rasant, wenn sich nichts ändert. Bei dem einen Prozeß da mit der einen und ihren Nebenleuten, die wohl mit "Zelle" genannt werden könnten. Eine "Terrorzelle". Könnt's zum Abschluß kommen?
Viele befinden sich bei ihr. Weitere hat man gar nicht so angesehen. Tauchten wie nebenher die Prozeßtage auf, gingen wieder. Freihändig.
Ein Kreis von Personen, die alle derzeit so flüchtig aneinander vorbei schauen. Weil jeder nicht so die rechte Abstimmung mit dem anderen hat. Oder, weil dem und den schon mal Fehler passierten, daß er so angeknackst wurde, die Schale betreffend, daß man sich nicht recht angucken kann.
Wer weiß schließlich am Ende, wenn einer heute dort eine aufgebrochene Hülle hat, was für Zeiten die Zukunft noch bringt. Angesichts so gewisser Möglichkeiten. Käme die Knackshülle zu tragen.
Überlegt man sich das mal mit dieser einen Partei, die derzeit wieder größer wird in den Wahlprognosen. Diese aus dem ewigen Gestern, vorvorgestrig, jedoch mit frischen, jungen unverbrauchten Larven zu sehen, bei ein paar alten. Und gut auch weibliches Volk. Weibliche Gesichter, bei IHNEN, in den Vordergrund gerückt. Uraltes, daß sie abbilden, aber mit viel neuer Technologie, daß sie nebendran ausgestattet sind.
Derweil sich fragen läßt, wie das Leben bald weitergehen soll, für sie und den Rest. Wenn man irgendwann demnächst nichts weiter von DER und ihren Brüdern im Geiste mehr hört, weil die Prozeßunternehmung einen Abschluß fand. Daß das Eingesessene vergehen könnte, sie, die eine von jenen, die die Untaten ausführten. Mit einer nützlichen Waffe mit Schalldämpfer; beides, was von den bei ihr momentan herumhockenden Anbeileuten unter anderem besorgt wurde. Einer darunter, geradezu relativ geständig. Der zugegeben hat, deutlicher eingestanden.
Plötzlich sieht jeder ein Ende dieser vieljährigen Prozeßunternehmung.
Daß es scheint, als würde es bald keine weiteren Fotostrecken und Kamerameilen mehr mit DER und und dem Nebendran bei ihr um sie herum geben. Daß es urplötzlich vorüber ist mit allem, das sehr zäh in Gang war, jahrelang. Daß das Finale mit einem kleinen Donnerhall fällt. Dem Zuschnappen einer Zellentür, die sich nicht wieder ständig für fernere Reisen, Abwechslung, Zerstreuung öffnet. Nichts mehr, in einem Gerichtssaal herumzuflözen, sich anschauen zu lassen. Sogar der Rechner, von dem es heißt, daß sie ihn gerne aufklappt, wenn sie Platz genommen hat auf der Anklagebank, der könnte manchmal bei ihr fehlen. Ihr des öfteren weggenommen; kämpfen muß sie um den.
Jedenfalls, daß viel Alltäglichkeit einziehen könnte bei ihr. Findet sie nach ihrer Verurteilung keine neuen Rechtsmittel, daß die Wiederholungstaste aufs neue durchgedrückt werden könnte.
Es bleibt dabei. Manches in der Schwebe, wie alles noch kommen kann. Zukünftig. Ändern sich die Zeiten nun doch? Ändern sie sich nicht? Daß sie wieder werden, wie so vor Adenauer, Erhard. Für SIE, die eine, wäre es das. Die Tage vor Adenauer, Erhard genau die IHREN.
Vor Adenauer, Erhard, die Ära, in die die Personen am liebsten zurückkehren würden, die der EINEN Partei, die, trotz allem, was sie ist, die Fünf-Prozent-Marke sorgenfrei überspringt. Als wäre das fast nichts. Kann man den Wahlprognosen glauben, die den Zukunfts-Bundestag zum Thema haben, hätte das nicht die geringste Schwierigkeit, die Hürde zu nehmen, wie sie etwa die andere Partei sie jahrelang gesehen hat. Die sich anderswo in Europa selber schon mal "Freiheitliche" heißen, die "Partei der Besserverdienenden", die länger unter den fünf Prozent festklebte, als es Parteimitglieder glauben hätten wollen. Nun allerdings, Peng, daß die ebenfalls in den Zukunftsbundestag einziehen soll, als wäre da nie was ein Problem gewesen. Die Partei, ehedem auch die "Gelben", ebenfalls mit Einzelpersonen im Großauftrieb, frischeren Larven, unangefaßtere Gesichter. Die sich gleichfalls allesamt mit denen der zuerst genannten Neu-Partei der ungläubigen Bevölkerung traut machen wollen. Quasi hat man Wettbewerb.
Tatsache, anderswo in Europa nennen sich "Freunde" der alten "Gelben", "Partei der Besserverdienenden" " Die Freiheitlichen". Was immer hier "freiheitlich" zu bedeuten hat. Wenn die mindestens genauso rechtsgedreht aufscheinen, wie die der einen Partei, die sich in jene Tage vor Adenauer, Erhardt zurückwünscht.
Ich meine ja selber, die "Weimarer Republik", wie demokratisch war die!
Viel, viel demokratischer geradezu als die heutige Demokratie. Einzig und alleine, an eine demokratischere Demokratie denken hier die Bestimmten nicht, solche, die den gegenwärtigen Nachgängern vorausgehen.
Dabei ist das ein Staatsformwechsel ehedem gewesen. Aus dem trüben Gewässer taucht das auf, das, was das nach der "Weimarer Republik" die Möglichkeit war. Was am Ende nach der "Weimarer Republik" eintraf. Die Antwort könnt man sich durchaus unzweideutig geben, was das war: das großgroßdeutsche Verliererwesen. Das großkotznationale Verlierereiwesen. Größeres an Verlieren kann keiner sehen. Fast unmöglich, noch größer zu verlieren. Dieses Verliererwesen, das sich bei den Reichsdeutschen festsetzen und weiterentwickeln durfte. Nachdem es ein "Ermächtigungsgesetz", sprich, eine anderweitige Verfassung für sich kriegte. Bis es denn sein Ziel auffand, soweit war, das Großverliererwesen. Alles in den Pott am Tisch hatte es hineingeschmissen und die Karten in der Hand aufgedeckt auf den Tisch gelegt - und, alles weg. Auch jeglicher eigener Charakter. Nicht viel übrig. Kaum ein deutscher Held anschließend bei den Uropas. Weil jedes Heldentum fehlgeleitet war. Heldischer Einsatz, Opfertum für das Falsche.
Alles frisch im Schritt? Zurück zu den Gerichtssaalanklagebankbesetzern. Können so DIE wirklich im Heute, so die Gegenwart des jahres '17 nach dem Millienium, darauf setzen, daß sie zwar hier verurteilt werden, daß aber solch ein Wesen wie jenes nationale Großkotzverliererwesen europäisch deutschregional wiederkehren könnte?
Bei einer Rückkehr dieser Wesenheit hätte die eine, die gerade wahrscheinlich veruteilt wird, ihre Gefängniszelle und das mit der "Schwere der Schuld" voll sicher hat, zukünftig Freiheit und Freude zu erwarten. Hätte ihre Geschichte und die der beiden, mit denen sie war, die trist in einem Wohnwagen Selbstmord begingen, eine ganz andere Perspektive.
So ungeheuer ist das, wäre dieser Perspektivenwechsel, niemand möchte sich das auch nur annähernd vorstellen. Was für eine gefeierte Dame sie mit ihren Bekannten auf der Anklagebank da plötzlich wäre. Sie und die Freunde bei ihr, allerdings nur die, die nicht allzu viele Fehler machten, im vormaligen Prozeßverlauf. Daß sie dann bei im Verlaufe von Zukunfstagen rumstehen könnten, in ihrer Nähe. Sie, strahlend im Glanz dieser Zukunftswelt. Daß sie darauf beharren, daß sie früher schon mal dort standen, bei ihr, als ihre Zubringer. Kleinen, nützlichen Helferlein. Unterstützer. Daß sie sich nun bei ihr sonnen könnten, gestattet sie das, winkt zu sich heran.
Tja, das wäre dann wahrhaft ein Wandel, ein Zeitenwechsel. Eine in jeder Hinsicht veränderte Geschichte.
Irgendwie könnte sie heiraten, einen Ehemann haben. Ist schließlich beste Biederwelt bei ihnen. Mit dem Gemahl, Kind und Kegel zusammen könnte sie prominent bunte Blätter mit Lesestoff versorgen. Wie ihre Kumpane, "Kameraden". Wie so die Schlagersternchen heutiger Gegenwart könnte sie dann ankommen dem Volke, das sie zu huldigen hat.
Na? Man stelle sich nur vor! Die ist doch 'ne Frau.
Einer wollte das ja bereits populär, ihr Pralinen in der Sprechzelle aushändigen, unter der Hand. Ohne es gemeldet zu haben: Pralinchen für SIE! Die zwar dem von Schließerpersonal abgenommen wurden, daß sie die Schachtel Süßes nicht bekam oder so. Aber, schon sein bloßer Wille ...
Was dann aber erst Pralinenschachteln bei ihr wären, käme jene oben beschriebene Realität.
Sie müßte aufpassen, bei den vielen Pralinen. Daß das, sie zu essen, nicht überhandnimmt. Daß sie nicht aufgeht wie ein Hefeteig. Von wegen ihrer Figur, Taille. Daß so von den Problemzonen der Frau die Rede wäre ...
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