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Blog von TeddeMehr

Das Kaschierwesen braucht Artenschutz

3. August 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

Auf den deutschen Straßen fahren im Jahr '17 nach dem Millenium weiter die altgewohnten "Benziner", Diesel. Unentwegt. Unaufgehalten.

Alles ganz alte Zeit. In der Gegenwart. Gerätschaft, seit Jahrzehnten weitestgehend unverändert. Der ihre in den Vordergrund gestellte Hochrechnerart ist ja auch nur das Drumherum. Behandelt das Beiwerk. Dort das große. Beim Kern, im Wesentlichen hat sich dabei nichts getan. Dort ist es, das Kaschierwesen.

Schließlich muß die Karre beizeiten neu aufgesetzt werden, von einem "Mechatroniker", der weitaus mehr können muß als ein Automechaniker früher.

Selber an Karren basteln, wie in der Vergangenheit mal, da kann es plötzlich böse Ausfälle geben. Geradezu, daß man in die Werkstatt MUSS.

Der Clou der heutigen Autoindustrie tatsächlich: die Anwendungen im Wagen. Die hat man gesehen.

Da sollt man mal drüber nachdenken, daß man fast in einem Rechner drinnenhockt, wenn man mit dem Funkschlüssel die Autotür aufschnappen läßt.

Und trotzdem, aller Hochtechnisierung zum Trotz: die Jahre, nach den Messungen an Feinstaub und allem, was zu vernehmen ist, wenn die ehrlich durchgeführt werden, die vierziger Jahre, die fünfziger, die sechziger, siebziger. Als sich noch nicht viele größer um was scherten, was die beräderten Kisten anbetrifft.

Wie es aussieht, kümmern sich exklusive Programme herausragend um den Ausstoß. Wenn die Kontrollmaßnahmen erfolgen, man alle paar Jahre in die Werkstatt muß, um das Fahrzeug überprüfen zu lassen, ändern sich die Daten in einer Weise, die nichts mit dem gewöhnlichen Fahrbetrieb zu tun haben. Das, was war dort hintenrum rausdampft. Mit all der Abgabe an Feinstaub, Umweltgiften, allem,  das viele Dekaden, Generationen unbeschwert sein konnte.

Damals. Ähnlich den Zeiten von Anno dazumal. Die vierziger, fünfziger, sechziger, siebziger Jahre. Ehe in den achtziger Jahren langsam ein anderes Bewußtsein auftrat. Daß umfänglicher daran gedacht wurde, was bei den Automobilen an Gasen rausströmt. Aus den Gerätschaften, die Neuerung vortäuschen. Daß man sich größere Sorgen zu machen anfing, bei dem immensen Verkehrsaufkommen allerorten. Daß die Luft vielleicht noch atembar bleiben sollte.

Sogar im Autoinnern ist die Luftatmosphäre nicht die beste, wurde soeben frisch medial mitgeteilt.

Alles ganz und gar bedenkenlos. Wie sorgenbefreit. Hockt man sich da rein. In den eigenen Vierräder.

Die in der Europaregion Deutschland wollten jenes Boot nicht in erster Linie nicht rocken, sondern das, was seit einer Ewigkeit so gut funktionierte, einfach weiter behalten. Bedenkenlos. Wegwerfend, die Handbewegung. Die Geldspeicher gefüllt. Der Aktionär: befriedigt.

Anderswo ist man bei allem der Vorreiter. Entwickelt sich was. Einzig in den deutschen Landen scheinen diese Art von mit Benzin laufenden Automobile als allerletztes verschwinden zu wollen. Obwohl man längst alle technischen Möglichkeiten dazu hätte. Nur eben, die deutschen, sie konnten sich nicht entschließen, die voranzubringen.

Deshalb entdeckt man sie heutzutage geradezu als Überrumpelte, stecken sie irgendwo im Hinterfeld fest. Haben kaum was annähernd in der Serienreife. Drohen höchstens, geht der Diesel, der Benziner - Weltuntergang! Als hätte das Neue nicht auch was mit Arbeitsplätzen zu schaffen.

Daß eine veränderte Welt sie überraschen könnte, war bei ihnen nie eine Idee. Daß jemand anders sein Blatt im Pokerspiel aufdeckt. Und sie sehen hin, können feststellen, der hat nicht lange geblufft, nicht die Art von ihnen. Sondern er hat diese Karten tatsächlich. Nimmt sich vom Tisch, und sie .... Dabei das deutsche Bosse-Motto: Der Gewinner kriegt am Ende alles.

Und was für Milliarden kostete ihr Risiko, das sie nicht besonders als Risiko oder mögliche Blamage ansahen, sie jetzt bereits: Milliarden. Milliarde um Millarde geht dafür den Bach runter.

Dabei ist das Erscheinungsbild von ihnen überhaupt nicht eingerechnet. Daß Betrüger anderswo Gefängnisse sehen und das. Daß man mit ihnen den und den Umgang pflegt. Nicht viel auf das Befinden bei ihnen achtet.

Sie sind eine Industrie, wie knapp am Untergang. Mit ihren Benzinern, Dieseln. Der Dauermodifizierung dieser Fahrzeuge. Diese Fahrsysteme, die eigentlich voll umfänglich zu verschwinden hätten. Weil so vielleicht zehn, zwanzig, dreißig Prozent weniger Schadstoffausstoß auch nicht reichen, für keine Innenstadt. Bei der schieren Menge, die für Verkehr und Staus sorgt.

Nicht mal fünfzig Prozentpunkte würden reichen.

Hier ist eine Autoindustrie in den größten Nöten. So in Not hätte man nicht sein müssen, hätte man beizeiten das Richtige riskiert. Mit der Elektromobilität. Den Wasserstoff betriebenen Automobilen, die Jahrzehnte bereits fahren. Ohne daß einer ihnen das ansieht.

Jetzt kostet bald das eine Risiko mehr wie das andere.

Bleiben die aufgedeckten Karten dauerhaft schlecht, spielt sich nichts ab. Dann ... Dann gehen eben ein paar Namen an Automobilherstellern einfach weg, wenn man die Fabriken nicht auf einen Zeitenwechsel einstellen kann, umstrukturieren. Anderswo könnte sich dafür vermehrt neue Arbeit entwickeln.

 

 

 

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