Der September-'17-Wahlabend (Ankunft: ein unausstehliches Neuexemplar)
Nur noch so knapp zehn Tage bis zu diesem Wahlabend.
Dann sieht man es, alles, was sich dort konstituieren möchte. Bei ein paar altbekannten Gesichtern. Scheinbar vertrauten Mienen. Die man weiterhin mittendrinnen sieht.
Die, die den Wunsch hätten, dir traut zu bleiben. Auch für länger. Trotz all der Neuigkeit um sie herum. Neuen Textzeilen, die sie möglicherweise bestimmt sprechen können. Mit variablen Annäherungen zu Texten anderer Leute, wo sie die Kraft vermuten, die Stimmung im Volke.
Jenes, das sich im Parlament bei dem Jahr-'17-Abstimmung, die die "Ehe für alle" zum Mittelpunkt hatte, aufscheinen ließ: Eine öffnete zwar die Tür, gab frei. Trotzdem redete sie mit ein paar anderen bei ihr doch anders. Stellte sich da abseits. Quasi, sie selber, daß nicht durch die offenstehende Türe hindurchging; ihre Stimme hatte DAS nicht.
Kommt demnächst eine neue "Ehe für alle"-Regelung mit dazugehöriger Abstimmung, dann gehen Bestimmte möglicherweise durch die Tür derer, die das mit der "Ehe für alle" wieder gerne abgeschafft haben. Als müßte das wirklich interessieren, wer wen liebt und wie, oder so. Als gäbe es da lediglich eine einzige Reihe Bilder, nicht ein paar Bilderreihen mehr. Die zu betrachten wären. Statt dieser ständigen Mann-Frau-Bildnisse. Als müßte sich wer drum kümmern, wie's so im heimischen Bett zugeht, und wer mit wem.
Also: Dort, bei der "Ehe für alle"-Abstimmung, da hat man Kleinigkeiten vielleicht schon mal gesehen, wie jemand in einem als ein klein bißchen anders zu charakterisierendem Bundestag vielleicht auch unterschiedlich reden könnte. Sich verhalten. Gewissermaßen ungleich zu dem im Heute.
So ein paar schnöde, flüchtige Tage nur noch bis zu dem Wahlentscheid. Von dem und den Folgen nicht viele eine Vorstellung zu haben scheinen.
Im Vorlauf, alles bräsig, langweilig, eh-schon-gewußt. Bis jetzt. So, als blieben tatsächlich Dinge beim alten, stellt sich hier was dar. Keiner ahnt scheinbar irgendwas. Anscheinend wenig von Interesse, Licht anzumachen, daß ausgeleuchtet wäre.
Dabei kündigen sich allergrößte Veränderungen an. All zu vieles, das man morgen bestimmt anders machen könnte, wie man sich das heutzutage noch so vorstellt.
Sozusagen wird man bestimmt mancherlei grundverschieden zu dem Heutigen betrachten dürfen. Nur: So Gesichter, einstweilen scheinbar die gleichen. Ebenso die alten Frisuren. Nur, eben, der Umgang, der ist ein klein bißchen anders. Totalverschieden zum Früheren. Praktisch, ein verändertes Milieu, in dem Figuren Auftritt haben..
Ein Milieu, das in den deutschregionalen Bundestag frisch verbracht wird. Mit zwei Parteien kommt es an, die dort neuen Auftritt haben werden. Zwei, die man in der gegenwärtigen Parlamentswelt höchstens als außerparlamentarische Opposition gesehen hat.
Beide Parteien scheinen viele Köpfe in diese Neuausgabe eines deutschen Bundestags bringen zu können. Die einen wie die anderen.
In anderen Regionen Europas sind DIE als "Freiheitliche" geradezu mit denen verbrüdert sind, die dir deutschregional mit dem schönen Wort "Alternativ" daherkommen. Mancherorts europäisch ist geradewegs kein besonderer Unterschied der "Freiheitlichen" zu denen mit dem Hall "alternativ" in der Bezeichnung.
Die einen, die hätten gerne ihre altvertrauten Regierungsposten an der Seite der einen Großpartei zurück. Haben sie in regionalen Landesparlamenten bereits gezeigt, daß das richtig was Selbstverständliches hat, daß sie nach diesen Sesseln mit ihren weichen Sitzflächen Verlangen haben.
Während die zweite Partei, die, die ist das geradezu DAS. DAS in dieser Bundestagsneuausgabe ... Dort, wo das wahre Unausstehliche klingelt. Was da wohl ist, was sich hier gerne entlarven möchte? Aus der Larve rauskommen?
Ihr Sinnen, das ist schon mal klar: Zurück in die Zeiten vor Adenauer, Erhard wünschen sie sich. Klingt all zu vielen ja harmlos in den Ohren.
Tja, alles von jener Zeit, da braucht es schon größere Fälschung, weniger und weniger von dem Umfänglichen mitzukriegen, was dort vor Adenauer, Erhard aus dem Gezeitennebel zum Vorschein kommt.
Bleierner Geschoßdunst mit seinem Gestank könnt dir übel in die Nase steigen, der sich erst mal verziehen müßte. Ehe einer den mit dem Bärtchen sieht. Wie der bei jungen Kerlen steht. Buben sind die Aufgereihten geradezu noch. Die Panzerfäuste nehmen.
Die Hand am Arm am Rücken, wie die IHM zittert ... So ein nervöser Tick. Was fehlt IHM denn? He, im anderen Film fehlt ihm nichts. Ist der Zustand weggeblendet, die unkontrolliert rumzuckende Hand. Die reichsdeutsche Bevölkerung in den Wochenschauen hat das ehedem nicht gesehen, wie der von unkontrollierbarer Zittrigkeit befallen war. ER, der große ...
Wenn einige aber in der Gegenwart vielleicht auch nur dieses Filmchen sehen, auf dem man das hinterrücks nicht blickt. Den einen, ohne diesen Mantelarm mit Rumgezuckehand am Rücken. Diese Kennzeichnung, wie sehr da lange alles an den Nerven gezerrt hat Beim Kriegsherrn, an den man bald rankommen könnte ...
Wie er freundlich lächelnd bei den Jungs langschreitet, Wangen ermutigend hertätschelt. Für ihn sollten die jugendlichen Kerls noch schnell in den Kampf ziehen, daß er vielleicht mit seiner Blonden im Bunker auf seiner Hochzeitsreise noch ein paar Stunden, Minütchen mehr hat ...
Ach ja, selber hat sich der kurz nach dieser Filmaufnahme für Propaganda-Zwecke umgebracht. Zusammen mit der Blondine, die er zuletzt noch geheiratet hatte. Auch "Blondie", der Hund, hatte ein ähnliches Schicksal. "Blondie" war dann auch mal tot.
Hörst du den Schlachtenlärm der Umgebung? Spürst du, wie der Boden da erzittert? Als wär glatt was Erdbeben. Die Geschosse, die schlagen vernehmbar in immer unmittelbarer Umgebung ein.
Natürlich, die mit der "Alternative", die wollen noch ein bißchen tiefer in die Vergangenheit zurück, ins Großflächige, Weite. Mit Sicherheit zur umfänglichen Machtergreifung. Dorthin, als man die Prachtuniformen noch gesehen hat, das, wie sie die Riefenstahl filmte. Dieses Licht. Mit ihnen als die Mächtigen. Zwölf lange taube Jahre der Vorherrschaft hatten SIE damals.
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