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Blog von TeddeMehr

Diejenigen mit dem Frauenkostüm

7. September 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware

So eine Partei mit ihrer Damenwelt im Vordergrund ...

Da fällt mir so eine Szene ein. Der eine mit dem Breitbärtchen, mit dem er immer und ewig Charlie Chaplins "Tramp" ähnelte, obwohl er ganz ein anderer war, er war vorgefahren.

Eine Szenerie wie bei einer Jungmänner-Gesangsgruppe ist dort nun zu überblicken, mitzukriegen: Kreische-Mädchen, -Frauen. Kleine rotwangige Mädels treten ihm mit Blumensträußen entgegen, über deren Wangen der Mann traut tätschelt. Ältere weibliche Teenager und reifere der Damenwelt, die Auserwählten, begeben sich zu allem hinzu, während im Hintergrund Uniformierte alle Mühe haben, Weiblichkeiten zurückzuhalten, -drängeln, die kreischend, ekstatisch zu dem einen hingelangen wollen. Für irgendwas. Schwer zu sagen.

Es heißt, viel Frauenwelt war IHM blind ergeben.

Überhaupt nicht so ausgeleuchtet, das mit denen des weiblichen Geschlechts zur damaligen Zeit, als der mit seinem üblen Regime noch am Herrschen war. Als großmächtiger Bestimmer, Diktator.

Guckt man genauer hin, hatten es die Mädchen eigentich nicht viel anders als die Knaben. Und doch war das Programm für sie ziemlich unterschieden von dem der Jungs.

Die Männer hatten zu kämpfen, den Krieg zu führen. Darauf wurde hauptsächlich vorbereitet. Bei kriegsähnlichen Feld- und Waldübungen in den militärähnlichen Feldlagern.

Die Frauen, sicher die, die Kinder kriegen konnten, waren die in der Etappe. Sie hatten sich um alles daheim zu sorgen, daß das einigermaßen üblich weiterlief, so ohne Mann. Und sie waren dabei nebenher in den Fabriken beschäftigt, setzten das waffenfähige Material zusammen, das für den Kampf nötig war: Gewehre, Munition, Granaten. Neben der anderen Arbeit, die für die Frau gedacht war. Frauenkommandos hatten auch strammzustehen, sich im Gleichschritt zu üben. Mit geistigem Unterbau wurden sie versorgt, und sie waren offen dafür.

Selbst die verschiedensten Orden konnten sich Frauen erwerben, für besondere Leistungen. Der mit dem Bärtchen empfing die Führungskaste der "BdM". Daß sie ihn dann und wann sogar anredeten, ob sie nicht auch, angesichts der dauernden Rückzugsmeldungen von der Front, Gewehre nehmen sollten, den Männern bei ihren Kampfhandlungen beizustehen. Was der eine jedoch nicht so wollte, nur in sehr geringem Maße ihnen erlaubte. Am Ende muß man sagen, daß es weibliche Personen durchaus an so exponierte Orte schafften. Zum Beispiel in die Konzentrationslager. Wo sie jedoch eine Minderheit blieben, bei den Männern, die dort im Hinterland ihren Dienst taten.

Die Waffen in die Hand kriegten an der Heimatfront die Knäblein, männlichen Teens und Greise. Die durften sich den anrollenden Heerscharen in den Weg stellen, die Wucht der Angriffe noch eine Zeitlang zu mindern.

Tja, die Damen. Die Damen, sie waren nicht wenig begeistert, von dem einen damals. Sogar viele hochgestellte Gesellschaftsdamen, die er lange gewohnt war. Weil sie ihm und seinen Parteigenossen seit eh und je weitergeholfen hatten, etwa mit ihrem monetären Engagement, den Weg an die Macht zu finden.

Nur, so recht deutlicher aufs große Bild bei ihm konnten sie nicht gelangen. Daß das mit der Frauenpartie unter ihm weiterhin noch ein kleines Geheimnis birgt.

Da war es nicht so wie es heutige Ära ist, daß man die vom "BdM" immer so einwandfrei bei ihm und unter den seinen sehen konnte. Wirklich nicht so wie heute. In der Gegenwart. Wo, weil der Zeitgeist danach ist, die mit den Brüsten nach vorn geschickt werden. Schon mal was ansagen dürfen. Sich wichtig in einer Partei gehaben.

Derzeit kommen sie dir im Weiberkostüm richtig groß. Sind geradezu wichtige Instanzen und deutlich sichtbar für die Welt und in ihrer Parteistruktur oben. Werden alles andere als nebendran und unsichtbar gehalten. Vieles da hat geradezu ein Frauengesicht, während das alte exklusiv das des Mannes war. Ob dann aber am Schluß wo ein Unterschied zu entdecken wäre? Zu dem von früher her. Schon die Frage.

 

 

 

 

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