In gewisse neue Tage zu kommen muß man sich nicht beeilen
Könnt's mir auch erst für nächstes Jahr denken. Auf dem letzten Drücker, quasi. Daß es in der Europaregion Deutschland eine neue Regierung gibt. Brauchen tut die in Wahrheit keiner.
Wirklich: Dieser neue Bundestag. Der sich bereits konstituiert hat, der hat offensichtlich eine gewisse geistig-moralische Unwucht. Etwas, was sich einer höchstens erlauben dürfte, wäre er privat. So was bei sich mal zu denken.
An so einem Bundestagsort muß einem so was wirklich nicht gefallen. Daß sich unsägliche Leute so nahe an den Schalthebeln der Macht herumtreiben. Leute, die sich mit Denkweisen verbreiten, die ...
Daß man sich wegen IHNEN beeilen müßte. Für ihre neuen größeren Autritte ... Sicher nicht das bißchen, daß es einen hier drängt, es wo mit was eiliger als notwendig zu haben.
Wie gesagt, Europafeinde, Nationalisten, die die Frage nach meiner, deiner "Identität" verlogenst stellen. Was DAS mal war, DAS mit so welchen, nur länger wieder her heutzutage. Das scheint das Problem.
Am liebsten, daß sie sich als so was einen bürgerlichen Anstrich verpassen. So als Personen, weiter rechts draußen driftend.
Auch die andere Partei, die in diesen Neu-Bundestag einzieht. Wohl die Wahrheit: Keinem hätte die irgendwie gefehlt. Wenigstens ging nichts von DER im letzten Bundestag ab.
Bei den Leuten, die derzeit kommissarisch immer noch das Land regieren. Dort, daß sie nicht großartig gesehen waren, außer man traf sich privat.
Nichts "Neues" von solcherart einer "Liberal"-Partei" ist im letzten Bundestag abgegangen. Was von jenen, die das Wort "liberal" im Parteinamen führen. Die vor allem Dingen nichts als einen Wirtschaftsbegriff aus dem Wort "Freiheit" machen. Vereinfacht gesagt: Fimenleiter, Konzernbosse, die dürfen infolge ihrer Politik bestmögliche Deregulierung erwarten, beim Umweltverschmutzen und Ignorieren dieser Thematik, selbst wenn man mit Entwicklungen zu kämpfen hat, beim Aushöhlen von Arbeitnehmerrechten und so weiter. Was sich diese "Freiheits"-Leute eben auf die Fahnen schreiben.
Das ist ungefähr der Zielort von diesen "Lberalen". Ihr Liberalitätsbegriff ist einer aus der Wirtschaft. Ihr Begriff von "Freiheit" einer des BWL- oder Volkswirtschaftstudiums. Der jener "Freiheitlichen".
Anderswo in Europa stehen die des weiteres jedoch herausragend auch noch für DAS, wofür die daherkommen, die sich mit dem Wort "alternativ" europäisch deutschregional nach vorne bringen konnten.
DIE dort, eine "Alternative", man stelle sich vor. Das Wort "Alternative", sieht man SIE, ein Witzwort. Ihre Hauptansage: In die Tage vor Adenauer, Erhard, daß sie liebend gerne zurückgelangen würden. Als eine "Neuigkeit".
Andererseits: Es hat denn noch was anderes gegeben, damals, vor Adenauer, Erhard?
Vor Adenauer, Erhard sieht man erst mal die Alliierten. Die Alliierten hatten nebenher einen hübschen, netten Entnazifizierungskatalog auf Lager. Den sie auch anwendeten. Diesen Katalog wieder ans Tageslicht zu holen - wäre das nicht was, was für die Europaregion "Deutschland"?
Diesen Katalog, der der Entnazifizierung gedient hat, man könnte ihn in den Gegenwartstagen der Jahre nach dem Millenium tatsächlich neuerlich entstauben. Die Fragen in ihm für die Neuzeit umformulieren.
Daß aus ihm ein ganz neuer Fragenkatalog würde. Ein neuer, frischer, der gegenwärtigen Zeit entsprechender Katalog.
Schließlich ein Lieblingswort von denen mit der Rechtsaußendrehung heutzutage: "neu". Siehe "neue Rechte". "Faschist", "Nationalsozialist" - am besten nur im Hinterzimmer; wenn man unter sich ist.
Alles so, so neue bei denen. Unfaßlich, der Wahnsinn, wie "neu" man ist. Worte wie "neu", "alternativ", ganz groß bei ihnen.
Wenn man die demnach, man stelle sich vor, "entstaubt" betrachten will, könnte man wirklich auch den Entnazifizierungskatalog der Alliierten, die doch gut vor Adenauer, Erhard waren, für sich neu entpacken. Ihn für die Gegenwart bearbeiten. Diese Katalogsfragen frisch aufbereiten, all den alten Staub herunterklopfen, was die Thematik "Entnazifierung" anbetrifft.
Schaden würde das in der europäischen Regionallandschaft "Deutschland" wirklich keinem. Angesichts von einem Personenkreis mit der nächsten Parteineugründung, der da in einem Neuzeit-Bundestag Einzug halten konnten. Unverdienterweise als brauchbare Unter-fünf-Prozent-Leute die Fünf-Prozent-Marke nehmen.
Noch dazu, als wäre das nichts für sie, diese Hürde zu überspringen. Geradezu problemlos.
Ausgerechnet für so was wie DIE war die Fünf-Prozent-Hürde nicht hinreichend.
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