DIE auch eine Vergangenheit haben sprechen sich aus
So Redestunden gibt es in diesem Neu-Bundestag bereits jede Menge. Jede Partei mit einer mehrminütigen Ansprache, hat sie sich fürs Reden gemeldet.
Das Jahr-'17-Bundestagsexemplar, dort nun miteinander beisammen, auf den Parlamentssitzplätzen. Zwar noch ohne eine beschlußfähige Regierung. Aber das mit den Redebeiträgen, das haute schon mal hin. Auch das, daß sich welche deutlicher vernehmen ließen.
Thema war einmal: das Klima. Tags drauf: neues Zuwanderungsgesetz. Und schließlich, die eine Partei, die mit dem Wort "Alternative" im Namen, mit einem eigenen Antrag.
Ausgesprochen hat man sich mit dem Inhalt, daß man möchte, daß nach der europäischen Region "Deutschland" Geflohene aus dem Nahen Osten dorthin so schnell wie möglich zurückgeschickt würden.
In die vollen, daß anscheinend absichtsvoll gegangen wurde, um sich ein wenig zu hören zu kriegen. Das, auf das man sich gefaßt machen mußte.
Die Anträge, die das aufscheinen ließen. Für diese und jene Thematik: jeweils eine eigens anberaumte aktuelle Stunde. Zwischenfragen möglich, wenn der Redner es erlaubt.
Die eine Partei ging ran an die Buletten mit dem mit der Zuwanderung in einem neuen Gesetzesentwurf. Nach der Art eines Punktesystems hätte man es gern, nach einem Vorbild.
Die andere jedoch, die mit ihrem Antrag das Darauffolgende war, die gab kund, daß sie gerne für die schnellstmögliche Abreise etwa Syrien-Stämmiger gesorgt hätte. Dächte dafür sogar daran, mit dem für alles verantwortlichen Machthaber in Syrien zu sprechen. Dem wohlzutun. Demjenigen, der für Krieg und Vertreibung auf dem Staatsgebiet hauptsächlich der Verantwortliche ist. Weil er nicht von seiner Macht ablassen wollte. Statt dessen Polizei, Militär gegen das eigene Volk einsetzte. Ein Bürgerkrieg, der losbrach.
Sie, die dem Wort "Alternative" einen neuen, anderen Schmuck verleihen, denken, daß der eine sein Machtgestühl auch in der Zukunft nicht verlassen wird. Und weil sie all die Syrer und so gerne los wären, müßte man diesem Mann am Ende gutsein, ihm um den Bart gehen, sich mit ihm als ewig bleibender Machtfaktor vertrauensvoll verständigen. Daß Leute unbesorgter heimreisen könnten, um in befriedeten Regionen ihrer Heimat ihre Häuser wiederaufzubauen.
All das redeten sie in dem Sinne "identitär", als würde in der deutschen Europaregion die deutsche Bevölkerung ausgewechselt werden. Durch andere Leute ersetzt. Wolle man das, die Deutschen durch welche aus dem Ausland austauschen. Statt der und der Zuwanderung hätten sie lieber, daß die Deutschregionalen mehr Liebe miteinander machen, eine, die bei Mann, Frau zu Resultaten führt: Kinder. Kinder dabei vor allem unter Deutschen. So die deutsche Rasse demzufolge. Um die man besorgt ist.
Sehr zynisch, die Worte derer mit dem "Alternativen" in der hauptsächlich gestrig-profanen Nationalitätswolke. Die, die was gegen eine Vereinigung Europas und die Abschaffung der einzelnen europäischen "Nationen" haben. Die Leute zu ihrem alten syrischen Vorherrscher zurückgehen lassen, zu dem, der sie erst aus der Heimat vertrieben hat. Der sich dabei, weil er augenblicklich noch mit anderem beschäftigt ist, sich noch überhaupt nicht als der Kriegssieger gerächt hat. Seine Racheprogrome müßten erst Möglichkeit werden. Dafür müßte bei ihm Frieden herrschen.
Geradezu, daß es losging, das mit DENEN. Daß man sie im Grunde alternativ eindeutig mitkriegen konnte. Die, die sich von wegen des "Deutschtums" vor allen Dingen bekümmern. "Deutsche" besser mit "Deutschen" .... Ob im Bett oder sonstwo. Und wer hier "deutsch" ist, ist auch klar. Trotz dem deutschen Paß ist längst nicht jeder "deutsch".
Ist das nicht auch eine gewisse Rassefrage, die hier angedeutet wird? Beiläufig. Wie nebenher. DAS Altgewöhnliche mit dem Rassehintergrund.
Es war in dem Sinne der Aufgalopp dessen zu belauschen, was in der Jahr-'17-Bundestagsausgabe dann noch größer zünden möchte, ist dort erst alles dann wirklich eröffnet. Dem lauschte man, was einem gerne unter alternativem Deckmantel üblich würde. Was einen am liebsten dazu veranlassen will, sich möglichst nicht länger wegen irgendwas zu erregen. Schon gar nicht wegen Rassismus und dergleichen mehr. Es nicht mal mehr zu bemerken, wenn bei einem was ist. Sondern dem am Schluß vielleicht: sogar zustimmend bei so Sachen zu nicken. Angesichts einer Alltäglichkeit. In die man durch sie und ihre Dauertonart geraten ist. Daß einem denn die deutlichsten Worte nichts mehr sagen, werden sie einem hingesprochen.
Als wäre das nicht ganz früher schon mal so durchgegangen. Als viel reichsdeutsches Volk gegen vielerlei Rede taub geworden war. Betäubung beherrschte die Szene. Daß so Bevölkerung für Inhalte selbst in Applaus ausbrach. Aller Deutlichkeit zum Trotz.
Als könnte man am Ende nicht selber auch auswandern. Als Deutscher. Oder auswandern müssen. Alles wie in einer früheren Ära bereits.
Während so Tagen, als es sogar einer wie Oskar Maria Graf nach Nordamerika schaffen mußte. Es war die Härte für den. Oskar Maria Graf, der Ur-Bayer schlechthin. Ein bayerischer Elefant im Porzellanladen. Ein urbayerischer Schriftsteller. Der bayrische Welt schrieb. Bayrisch grobschlächtig auch noch war. Alles andere als weltläufig gewandt. Trotzdem mußte er mit den Verhältnissen in den Vereinigten Staaten von Amerika zurechtkommen. Ab und an seine Zunge im Englischen üben.
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