Bei tonnenweise Religion allerorten
Der eine nordamerikanische Präsident, wie hoch der die rechte Fackel hält. Wie er JENEN Orientierung bietet, Licht.
In Umweltfragen, als Mauererbauer, Grenzzieher. Sogar ganz abseitig turnt der rum. Vergibt "Likes" an Gruppierungen. Die jeder Beschreibung spotten. Gruppen, die feindlich gegen eine Religion eingestellt sind. Bei einem dumpfen Nationalhintergrund. Wie "Britain first".
Und nun denkt er, mit einem umfangreichen Einreiseverbot hätte er sein Bestes getan.
Die, die vielleicht aus dem Ausland einreisen könnten, die hält er fern. So mögliche "Terroristen". Als ob alle Terroristen wären. Selbst wenn sie aus Ländern mit der einen Religion kommen, die solche Mächte, die Terror verbreiten wollen, momentan in erster Linie als die IHRE nutzen.
Am Ende vergißt der Mann vielleicht eins: daß Nordamerika ein wüst mit Religion angefülltes Staatenbündnis ist. Randvoll sind die Vereinigten Staaten mit Religion. Massenweise Glaubensverbreiter dort, die bei dir groß landen wollen. Und auch die eine Religion, die jene Terroristen heute für sich nehmen, die gibt es seit Jahrzehnten in den einzelnen Nordamerikastaaten. Mehr oder weniger Anhänger leben dort ihr Leben.
Und weil das in der nordamerikanischen Heimat immer irgendwie alles immer größer ist, sind das sehr, sehr viele, die dieser einen Religion anhängen. Allesamt längst Ureinwohner.
Daß man sagen könnte: aus dem Ausland müssen viele überhaupt nicht erst kommen. Wie bei den restlichen Religionen ebensowenig.
Es gibt sie zu zig Tausenden, nur daß sie friedlich leben.
Was beim einen oder andern - immer sind es schließlich wenige, die in so einem Geist handeln -, nicht so bleiben muß. Die Gefahr ist immer, daß sich einer der Militanz der Terroristen zuwendet. Handlungen nach deren Wunsch verübt. Man kann schließlich in so Leute und ihre Absichten nicht hineinsehen. Wie einer sich dirigieren läßt.
Also ... Von irgendwoher muß es lange nicht mehr als Reisefähiges daherkommen. Es könnte längst einheimisch sein. Ein Gesicht des Nachbarn von nebenan tragen. Der sich plötzlich als Strenggläubiger als zuvor entdecken läßt.
Bis der nächste Schritt gegangen wird.
Unter diesen Voraussetzungen sich mit einem Einreiseverbot und hinter verschlossenen Grenzen irgendwo sicher zu fühlen. Das ist wie sich in Schein-Sicherheit wiegen. Schließlich sind der Kommunikationsmittel viele. Und wenn es am Ende die Braven sind. Die, die viel beten. Auch früher viel in der Nachbarschaft geholfen haben. Leute, von denen man nie denkt, daß sie so handeln würden ...
Dabei hatte man das mit der Radikalisierung durchaus im Blick. Wenn jemand strikter, strenger wurde wie ehemals. All seine Gebetszeiten auch stringent einhält. Als hätte er während vergangenen Tagen nicht mal die Fünfe gerade sein lassen. Was sollte ein Gebet mehr oder weniger ausmachen? Wegwerfende Handbewegung übte er.
Bloß, das hat sich geändert. Jetzt sind die vielen Tempelbesuche seins. Alles bei den Gebeten und dem Drumherum mit den Waschungen hat genau zu sein. Ist ein Zeitpunkt festgelegt, dann ...
Widerspricht man ihm, regt er sich auf. Kann man gut aufs Maul kriegen.
Zumindest kurz, daß man angepackt werden könnte. Und das übliche Zusammenleben mit ihm ... "Entweder, du bist mit mir, meine Liebe. Oder ich trenn mich von dir ... Komm, scher dich heim zu deiner Mutti. Bleibst du jetzt doch bei mir? Dann weißt du, was los ist! Du nimmst alles von mir an. Du gehst mir nicht mehr ohne Kopftuch irgendwohin. Noch besser: du verschleierst dein Gesicht. Zeigst es nur noch mir. Und du hältst dich an alles andere genauso, wie ich mich dran halte. Die Gebetszeiten, Waschungen. Wenn nicht, lernst du mich kennen ..."
Das könnte lange der heimische amerikanische Boden mancherorts sein. Wie anderswo genauso. Und da soll ein Einreiseverbot aus Regionen was helfen?
Eher doch, man hätte alles auch beim alten lassen können. Wenn's den Reisenden von irgendwoher überhaupt nicht braucht.
------