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Blog von TeddeMehr

Dürre Eisbären

13. Dezember 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Schon das Bild des Tages: Ein Eisbär, der zusammenbricht. Vor Hunger.

Wohl fast schon zu schwach, sich noch mal davon zu erholen. Richtig gepäppelt müßte er werden. Rücksichtsvoll. Schließlich, es könnt dem Eisbären nicht reichen, ihm schnell was zu fressen hinzustellen. Hinabschlingen dürfte der auf die Schnelle ohnehin nichts. Wäre er trotzdem noch tot, selbst wenn er gefressen hätte.

Gut möglich, nicht? Erst mal Erdnußpaste, damit nach und nach ...

Er frißt, wenn er überhaupt vor Schwäche noch fressen kann, kurz was, dann bleibt es ihm nicht unten. Weil er außerdem zu gierig gefressen hat, ihm das mit den kleinen Happen und den Pausen dazwischen nicht klar ist, so nahe am Tod.

Wo er doch den größten Hunger hatte. So wie der Eisbär aussieht ... Ist er vielleicht lange jenseits des Hungergefühls angelangt. Ganz knapp davor, sich nicht mehr erheben zu können. Liegenzubleiben. Gleichgültig, was deswegen passiert.

Der Eisbär findet scheint's keine Nahrung mehr. Hat nichts, das er auf den weiten Flächen erjagen könnte. Es sich einzuverleiben. Als Raubtier.

Das sieht fast schwer nach Aussterben aus. Der Eisbär eine aussterbende Art. Unbesehen. Wie manche Arten: Nashörner, Elefanten. Und so weiter.

Plötzlich nicht mehr da. Vielleicht noch in den Zoos. Was sich im Zoo vermehren mag, das kann bald noch da sein.

Das Zooleben, umringt von "Tierpflegern". Die auch die Finger nicht von einem lassen können. Als wäre ewiger Streichelzoo. Man für den Streichelzoo. Richtig nahe an die Domestifizierung könnte man geraten, so in einem Zoo. Beim Umgang mit dem alles beherrschenden Menschen. Der über einen regiert. Auf den man angewiesen ist.

Und siehe, der Mensch, der sieht einem dann auch beim Sterben zu. Ein angespitzter, neugieriger Blick momentan. Mancherlei mit dem Tod, das man im Augenblick mehr sieht wie nackte Haut irgendwo. Bei nackter Haut und so zeigt man sich überaus prüde. Aber der Tod ... Da darf man momentan deutlich verschärft gucken. Wird man konfrontiert mit dem Problem, daß einer für ein Selbstbildnis auf einen Wolkenkratzer bis ganz oben rauf gestiegen ist. Von dort stürzt er ab. In den Tod. Nachdem er sich noch ein Weilchen seitlich an den Kanten eingehalten hatte, geht's für ihn runter. Trotz den vielen Plänen, die er für sein Leben noch gehabt hätte. Nach dem kann man denn nur noch auf einem Friedhof Ausschau halten.

Fallschirm hatte der nicht angelegt. Anscheinend nicht bedacht, daß es für ihn in irgendeiner Weise abwärts gehen könnte. Ein längeres kurzes Weilchen hinab.

Bloß, die Eisbären, die sind dabei schwer mitgenommen. Regelrecht die gesamte Art, die es betrifft. Jede Menge Eisbärenvolk, das darbt. Äußert hungrig rumturnt. Als müßte man für es was den menschlichen Tierkadaverhalden holen. Was davon dort auslegen. Fürs Anfüttern. Wildtierfütterung.

Absichtsvolles Füttern. Wie im heimischen Wald? Daß sich ja Tierwelt vermehrt, die ein Jägerhaufen bei der nächsten Treibjagd gefahrenbefreit abknallen kann. Mit einer Hochtechnologie-Waffe überdies. Was vor den Lauf kommt. Das Späßchen, wie bei einem "Moorhuhnjagd"-Ballerspiel am Rechner geübt. Blattschuß! Die "Liebe ist ein warmer Gewehrlauf". "Love is a warm gun". Ein Spruch aus einer Jägerzeitschrift. Die knallige Zeile war John Lennon von den "Beatles" untergekommen, der daraufhin ein Liedchen so benannte.

Mit Eisbären könnte man ein wenig Spannung haben. Trifft man einen Eisbären nicht, der gesund ist, könnt er schneller auf einen losgelaufen kommen, als man sich das denkt. Während man rumsteht und beim Nachladen ist. Weil man doch danebengeschossen hatte. Oder zwar traf, aber nicht sofort tödlich.

Was für hungrige Eisbären sind das, die derzeit auf den Bildern in den Nachrichtenmedien zu sehen sind. Abgemagert. Und einem war zuzusehen. Wie er zusammenbrach. Vor Schwäche nach vor niederrutschte. Weil er sich selber viel zu lange mit nichts Freßbarem versorgen konnte. Weit und breit, wo er hinlief, als es ihm noch einigermaßen ging, nichts mehr.

Auf einer hellbraunen, festen, fast ein wenig geglätteten Fläche kam der Eisbär zu liegen. Könnt die Möglichkeit sein, daß dort an der Stelle bis vor kurzem noch Eis war.

Schließlich auch der Klimawandel ein globusweites Thema.

Der Klimawandel, der viele Möglichkeiten in sich birgt. Für die gesamte Menschheit.

Alles mögliche, was eine Klimaänderung einem bringen kann. Da verbirgt sich einiges Unübersichtliches in der Hinterhand. Bei der Unberechenbarkeit, die beim Wetter inbegriffen ist. Daß es überhaupt keine Atomwaffe braucht, viele fertigzumachen.

 

 

 

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