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Blog von TeddeMehr

Weichenstellung auf "Ignorier"

24. Dezember 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

"Ignore-to do-list".

Der eine seltsame Jahr-'17-US-Präsident, der stellt seine Weichen.

Für manche Leute stellt er die Weichen auf "ignore", macht ihnen was leicht ums Herz.

Gedanken, die sie sich vorher mal machen mußten - Umweltschutz, Wetter, Klima, die eigenen Vorurteile, was das mit denen ist -, müssen sie sich nun nicht länger so machen. Ihnen überlassen, was in IHNEN an Charakter angelegt ist, was sie in den Gedanken tragen. Weil beispielsweise der Umweltschutzgedanke fast umfänglich verschwunden ist.

Statt alledem ist Sorgenfreiheit, Unbekümmertheit, Bequemlichkeit eingezogen. Alles zurück in eine Vergangenheit, als wäre noch die erste industrielle Revolution. Läge nicht eine längere Reise der Industrialisierung mit seinen Auswüchsen hinter den Menschen in mancher Weltregion.

Als Milliardär betrifft ihn ja eigentlich auch das Wenigste. Was so eine übliche Bevölkerung möglicherweise durchaus größer mitnehmen könnte. Bei einem Sturm etwa, der ihnen die Häuser wegbläst. Während er, der Milliardär, dann, passiert ihm dergleichen, sofort in einem neueren, vielleicht noch schönerem Haus wohnt. In dem alten war ihm ohnehin lange langweilig geworden. Immer ständig dieselben Räume und alles. Die gleichen Möbel, die längst wieder mal rausgeschmissen gehört hätten. Wie das Personal wieder mal zu nerven anfing, sich anscheinend zu sehr bei einem eingelebt hatte.

Alles gibt's für die Wirtschaft in den USA. Man kann dort in dem Land unter seiner Egide wieder jegliches ganz freiweg anstellen, alles, was immer einem einfällt, was man eben so im Kopf hat, was man umsetzen möchte. Ohne die Möglichkeit, daß einem dabei allzu viel lästige Bürokratie entstehen könnte, vielleicht staatliche Stellen sich bei einem melden, nachfragen, was man denn treibt. Die Fracker beispielsweise, die überall in den Vereinigten Staaten umgehen, die sind längst woanders, zeigt sich irgendwann der Bevölkerung, daß da Kleinigkeiten, über die man früher gleichgültig hinwegblickte, heftig zu ihrem Nachteil getan wurden.

Der eine US-Präsident, der überhaupt kein Präsident sein müßte, der kann immer und zu jeder Zeit sauberes Wasser trinken. Während andere sich zu überlegen haben, daß Kisten Mineralwasser, läßt man sie sich in großen Mengen anliefern, einen ziemlichen Batzen Geld bei einem abziehen. Geld, das man nicht so überreichlich hat. Bei manch anderen Anschaffungen wird es denn knapp. Den Gürtel muß man enger schnallen. Weil, was trinken, das muß schließlich eigentlich jeder.

Der US-Präsident der Gegenwart, der hat eine breitgefächerte "Ignore-to do"-Liste auf Lager. Die Wissenschaft mit ihren Erkenntnissen, die mag er teilweise überhaupt nicht länger zur Kenntnis nehmen. Forschungsergebnisse gehen ihm sonstwo vorbei. Dabei scheint er religiöse Schriften und diverses anderes aus rechtsgerichteten Kreisen, das textet, eher gern zu haben. Das liest er viel, viel lieber, kommentiert es geradezu wohlwollend. Alles mehr nach seinem Gusto. Das Restliche ... Abwinken.

Tierwelt, die längst wenig ist, die soll jetzt dann bald endgültig aussterben. Gleichgültig: "Die Lebensräume für sie, die brauchen wir. Für uns und unsere Wirtschaft."

Wird schon nichts Wichtiges dabeisein, wenn es denn ausstirbt.

Worte wie "Klimawandel" hat er auf dem Index. Und das, daß sich alle Leute für eine Krankenkasse melden sollen, ebenso. Dieser Zweck ist ihm kein Begreifen wert.

Besonders auch eine Gesundheitsbehörde ist das, die darf vieles nicht mehr sehen, wie zuvor die Zeiten noch. "Fötus", das Wörtchen gibt es dort bald nicht mehr.

Wie eine "Diversität", was übersetzt "Vielfalt" bedeutet. Der eine US-Präsident ist schlußendlich nicht nur ein glühender Nationalist, der "Amerika wieder größer machen" möchte, sondern auch ein Mauererbauer. Dieses Ziel eines Mauerbaus, das verfolgt er weiter. Seine Polizei, die, die ihm dient, auch dazu aufgefordert ist, was gedankenfrei in seinem Sinne zu unternehmen, greift massiv durch. Allerdings wenig zu hören, aus den Vereinigten Staaten dabei, von Toten, wie noch zu den Tagen des einen schwarzhäutigen Präsidenten. Da gab es bald täglich die Meldung von Todesschüssen durch Polizeibeamte.

Polizisten, die jetzt allerdings scheinbar weniger töten, obwohl sie härter durchgreifen, das richtiggehend MÜSSEN, gleichzeitig weniger Verfolgung durch Gerichte zu fürchten haben, wird Polizeihandeln mal angezeigt ... Liegt's an den "Tasern", mit denen die Polizisten bewaffnet wurden, Elektroschockgeräte, die die Leute rasch umschmeißen, niederhauen?

Dann "Anspruchsberechtigung", wie eben für eine Krankenkasse, das hat ebenso als Bezeichnung, Benennung zu verschwinden. Oder: "aufgrund wissenschaftlicher Grundlage". Gewiß gut bei Problemen mit dem Klima, die der eine während seiner Präsidentschaft nicht gelten lassen möchte.

"Aufgrund von Beweisen", das ist auch eine Wortreihe, die er als nicht gern gesehen ausgibt. "Aufgrund von Beweisen". Bewiesen ist anscheinend bei ihm das allerwenigste, selbst etwas, für das es Beweise gibt. Geben könnte. Da kann man bald noch die Evolutionstheorie knicken. Für was auch immer ...? Wahrscheinlich den Inhalten von eher einem Glauben zuzurechnenden Schriftwerken.

Also hier noch mal oben die ungefähre kleine Liste in den Nordamerika-Staaten am besten zu umschreibender Worte. "Transgender", nicht zu vergessen. Ein ähnliches Wörtlein, beinahe wie "Klimawandel".

Der eine Vereinigte-Staaten-Präsident möchte als Nationalstaat-Verehrer an der Uhr drehen. Nach irgendwohin vorvorgestern zurück. Und er läßt sich neuerdings in einem Kreis von Betern ablichten, die, erfährt man Erläuterungen zu diesem Personenkreis, einen Hintergrund haben, als wären Kriege ihnen was Größeres, Besonderes. So als Endzeitgläubige. Die eine Art "Endspiel" auch liebend gerne herbeiführen könnten.

 

 

 

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