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Blog von TeddeMehr

Wer so 'ne Schau nötig hat

29. Dezember 2017 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Seltsamkeiten beherrschen die politische Empfindungsszene. Da scheint welchen tatsächlich eine "Führungsschau" abzugehen. Sie wollen "geführt" werden, was "Führung" sehen. Außerdem werden hier "Verlierer" benannt, der Wahnsinn, wer hier "Verlierer" sein soll.

Außer, daß festzuhalten wäre, man legt hier ausschließlich kurzfristige Betrachtungsweisen an den Tag. So Wahlprognosen oder dieses Zeug.

Man tut derzeit, Ende des Jahres '17 nach dem Millenium, europäisch-regional derzeit fast so, als ob man Auftritte einer "Führungs"-Kraft bräuchte, irgendwen mit der Andeutung, man wäre "geführt" oder "geleitet".

Also, mir fehlt sie nicht, diese Sehnsucht. Nach Führung, Anleitung. Enge Grenzen. Bei einer Schein-Sicherheit.

Wirklich, ich brauche keine dergestalt geartete "Führer"-Figur.

Etwas aus tiefster Vergangenheit, aber vielleicht gegenwärtig zufällig mit einer frischen, unverbrauchten Larve, die erst mal ein Weilchen braucht, bis sie denn hinfällig wird, schon gar nicht. So einen "Führungs"-Schauspieler, -Vorgeber. Gern die Falschheit im Zungenschlag.

Überhaupt, daß hier viel von "Verlierern" in Bezug auf bestimmte Personen, Parteien geredet wird, die nicht das Schlechteste wären, hätten sie ein klein wenig mehr Einfluß ...?

Anscheinend sind das Zeiten, daß die eigentlichen Großverlierer falsch in den Blick geraten sind. Beispielsweise, weil sie ihr Verliererwesen noch nicht vorzeigten, weil man dafür, den Umfang dieses fürchterlichen Verlierens, zu gewahren, in graueste, unschöne Vergangenheit blicken müßte. Während sie sich gegenwärtig mit neueren Themen anders dazustellen wissen. Ein Blick zurück, was sie betrifft: ungern bei ihnen gesehen. Nebenher gehaben sie sich glattweg, als wären sie von der Marke "Gewinner". Als wäre irgendwas an IHNEN ein Gewinn. Gäbe es irgendwo einen Vorteil, der durch SIE zu erwerben wäre.

Dieser Charakter, daß man was nicht merkt, bei manchem nichts durchschaut, mitkriegt, geblendet ist, das scheint der der Gegenwart zu sein. Die sprichwörtlichen "Tomaten auf den Augen".

Mal ein Spieltischbild in Sicht zu bringen: Man sieht ihn, den Großverlierer, bei den Karten in der Runde am Tisch hocken. Man schaut ihm dabei zu, wie er gewinnt und gewinnt. Und noch mal: gewinnt. Nur, anderntags erfährt man was Überraschendes. Hinsichtlich von ihm kriegt man eine Kleinigkeit erzählt. Von der Neuigkeit wird man fast niedergehauen: daß da einer mit nichts aus dem Kasino rausgegangen ist. Genau, DER, der am Dauergewinnen war. Wie er in die Spielhalle reinmarschiert war, ging er fort. Mit seinem Anzug an. Einer, der ihm im übrigen nicht mehr gehört. Verschiedene Schuldscheine hat er des weiteren unterschrieben. Am liebsten hätte er sogar noch Frau und Kinder mitverspielt. Was er wahrscheinlich auch so getan hat. Weil Frau und Kinder, die müssen bei ihm mit einer neuen Situation zurechtkommen. Mit der, daß der Ehemann und Vater nun jemand ist, voll überschuldet. Eine neue Armut, die ändert das familiäre Leben so ziemlich.

Der Großverlierer also, den man viel zu lange immer nur als Gewinner, Siegreichen in der Wahrnehmung hatte. Das scheint das Große der heutigen Gegenwartstage zu sein. Daß es dauert, bis der Verlierer zum Vorschein kommt. Zurück ins Glücksspielbild: Man selber konnte dann nicht die Nacht durch dortbleiben, dem einen Dauer-"Gewinner" weiter zuschauen, was er am Spieltisch noch so trieb.

Bis man merkt, hier sind Verliererleute. Solange sie sich immer frisch vor Glück vorzeigen ... Um jene Verlierer allerdings als Großverlierer zu blicken, da muß man in der Gegenwartszeit momentan ja eigentlich wirklich was anstellen. Beispielsweise direkt zurückgehen, in einen Geschichtsunterricht, zurück in Epochen. Eben die Tage vor Adenauer, Erhard. Jene Zeit, auf die sie selber besonderen Wert legen, wäre an der Stelle insbesondere zu betrachten. Man muß sich das nur zu Bewußtsein bringen, so lange, über siebzig Jahre, brauchte es bis heute, bis SIE mit was Neuem von sich größer rüberkommen konnten. Wie viele Parteineugründungen hatten DIE zwischenzeitlich! Hartnäckiger zwischen die Schulterklopferbürger zu geraten, irgendwie. Mittenrein zu gewissen Leuten, die jemanden wie ihnen denn doch kopfnickend zustimmen können, das in höheren Wahlergebnissen kundgeben.

Damals, beim Reichsbürger, waren sie allerdings allzu lange DIE, selber auf den Machtposten. Es dauerte das manch einem viel zu lange, bei zwölf Jahren Vegetieren mit IHNEN an der Staatsspitze, bis der große Verlierer, SIE, denn seinen ultimativen letzten Auftritt hatte. Schließlich war ihre Regentschaft die eines blutigen Willkürstaats, dem zu entkommen es nicht jeder schaffte, der das gerne geschafft hätte. Bei jenen Zugriffskräften, mit jeder Menge Befugnis ausgestattet, der Gestapo, SS. Wohin verbringen konnten die einen, dort am Bestimmungsort rasch zu sterben. Das nicht mehr erleben zu dürfen, wie da EINER mit allem, was er als tollen Einsatz allzu lange am Tisch liegen hatte, um in diesem Bild des Glücksspielers zu bleiben, in einer Sekunde verging. Wie ihm die gesamte Welt auseinanderflog, jegliches für IHN darin zerbarst.

Zwölf ewige Jahre seiner knebelnden Regentschaft, die ein schrilles Ende nahmen. Das Leben in einen Staat reinster Willkürakte, bei gleichgeschalteten Institutionen, das man zu führen gehabt hatte. Sich drucksend, geheim verhalten mußte, wollte man mal was deutlich sagen. Auf einen Schlag war das vorbei. Ein "Reich", das ER als der große "Führer" erst so richtig zerlegte. Durch IHN und SEINE kriegerische, feindselig aggressive Politik, daß es in verschiedene Teile auseinanderflog.

SEINER "Führung" war DAS zu verdanken, Besatzungszonen, Teilung. Einer "Führerschaft", während der er außerdem allem, was er an kleingeistigen Vorurteilen in sich trug, breiten Raum zur Verwirklichkung einräumte. In einen industriellen Massenmord aus der Beamtenstube verwandelte ER all das übliche vorurteilsbehaftete Leute-Gerede, die Weise, in der man sich vielleicht in einem Wirtshaus bei Schnaps und Bier miteinander unterhält. Über andere Leute, ihr Aussehen herzog und das und das neidvolle Tralala nebenher. Manche kleinbürgerliche Intoleranz, Ignoranz, den Haß auf Minderheiten, andere Volksgruppen im eigenen Staat. Das brachte er zur Verwirklichung. Daß dem Reichsbürger auch hier noch, aus dieser Gegend, denn was Charakterliches um die Ohren flog. Als es ihm wie Schuppen von den Augen fiel, er die eigene Verblendung überblickte, sich das mit dem Verliererwesen endgültig bei ihm verdeutlichte. Mancherlei Kleinigkeit hatte er zu erfahren, wurde ihm konfrontiert. Er drehte und wand sich, beim Überblick über die Tatsachen, die ihm vor Augen geführt wurden.

Auch dorthin war es gekommen, das umfängliche Großverlierertum. Verschiedene Charkterzüge hatte es inbegriffen. Es nahm einen dieses Verliererwesen demnach darüberhinaus noch charakterlich her. Weil man mit mancher Charakterisierung, Verhaltensweise selber in Verbindung gebracht werden konnte. Daß was auf einen persönlich zugekommen werden konnte, wurden plausible Beweise entdeckt.

Lagerhaft drohte vielerlei einzelnen, Kerker, Gefängnis. Der Strang war auch gut eine weitere Möglichkeit, damals. War man mit was bei sich entdeckt, hatte was Dreck am Stecken.

 

 

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