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Blog von TeddeMehr

Der, der an des Despoten statt, nett tut, bettelt

9. Januar 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Ach, ist das ein lustiges Bild. Da verstehen sich scheinbar zwei.

Ein kommissarisch im Amt befindlicher Außenminister versteht sich mit einem aus der Türkei, der bestimmt von Haus aus kommissarisch, stellvertretend im Amt ist. Angesichts des Herrn, dem er dient, hat er das auf seinem Posten inbegriffen. Daß er jederzeit seines Amtes enthoben werden könnte. Gibt es ein paar Fehler mehr, die er eventuell wo an den Tag legt. Dann geht alles bei ihm für eine prompte Amtsenthebung.

Wobei diese Umstände für den zweiten, dessen Amtszeit wahrscheinlich ein normales Ende nimmt, ein wenig anders sind. Höchstens, daß er, wird im Jahre '18 nach dem Millenium demnächst eine neue europäisch-deutschregionale Regierung in einem überaus ekelhaft undurchsichtigen Bundestag gebildet, doch noch mal gefragt sein könnte. Gesichert sagen läßt sich das also nicht, daß der eine nicht der Außenminister bleibt.

Ein Bundestag ist das, der seit dem einen September-Jahr-'17-Wahlabend jeder Beschreibung spottet. Den man sofort neu wählen lassen sollte, ergäben sich die kleinsten Möglichkeiten dafür. Zeigen ein paar Pfeile in den Wählerumfragen für zwei neu in den Bundestag gelangte Parteien auch nur ein wenig anständiger nach unten, hätte das Trend. Daß DIE einem Ort rasch wieder entkommen könnten, an dem sie in Wahrheit keiner braucht.

Eine gewisse Partei dabei allerdings, die wäre so alternativ gewiß noch mal um einiges hochgradiger unnötiger als eine andere. Eine mit einem Gestrigkeitshorizont. Ewiggestrig. Ewiggestrig und restlos zum Vergessen. Wie zum Beispiel so die Tage vor Adenauer, Erhard. Jeder einzelneTag bei den Alliierten wäre da sofort zu nehmen, besser als alles von zuvor. Erst die Alliierten machten die Luft in Deutschland wieder atembar.

Mit Adenauer, Erhard hat die euroäische Welt eigentlich mit angefangen. Adenauer, Erhard, dann die aus Frankreich, Italien und einige mehr, die sich regelmäßig trafen. Und so selbst wer aus Großbritannien blieb nicht weg. Die alle, die an einem runden Tisch zusammensitzen mußten. An dem alle Vorteile größer waren als irgendwo so ein paar schnöde Nachteile. Wie bei einer Masernimpfung.

Schließlich: Insbesondere vor Adenauer - was war denn da? Damals? Blickt man dorthin, wo noch keine Alliierten waren, könnt's einem geschwind schlecht werden. Wie manchem es danach schlecht war, mies ging. Charakterfragen blieben überdies an ihm hängen.

Das mit der Monarchie, nach dem ersten Weltkrieg, hatte sich das weitestgehend erledigt. Aber auch nach dem zweiten war was unzweifelhaft erledigt. War was deutlicher zum Vorschein gekommen, daß es kaum noch nutzbar gewesen wäre. Und zwar irgendwie das mit dem Elend der Nazi-o-nal-Staaten. DIESE. Das mit denen. Das mit der abgrundtiefen Ödnis des Na-zi-o-nalen mit seinen Faschistenwelten. Die Faschistenwelten, für die kein schlechtes Wort irgendwie hinreicht, sie hinreichend zu bezeichnen.

Da war man dann am Schluß lieber gemeinsam. Statt dauernd was für sich zu wiederholen, was seltenst ein Vorteil war. Nie für lange. Selbst nicht für einen Sieger. Da hockte man sich lieber an einem runden Tisch zusammen, setzte sich auseinander. Schüttete Gräben zu. Selbst irre tiefe Gräben. Daß ein Umgang miteinander möglich war. Obwohl etwa De Gaulle Soldat war, der einen Nazi mit Kopfschuß töten hätte können. Sofort. Ohne langes Vertun. Zögern.

Bloß, das war nun eine neue europäische Welt, mit ein wenig anderen Leuten. Mit denen konnte man normal umgehen. Gemeinsame Dinge auf den Weg bringen, die bis heute nicht von der Hand zu weisen sind. Die Stabilität in vielerlei Hinsicht brachten. Während das Altertümliche, das aus dem Gestern, zwar aufgearbeitet werden mußte. Das, wonach keiner mehr größer fragte, weil das ein Horizont war, untauglich für jegliches. Einer, den es dann in dem Sinne auch seitdem nicht mehr größer, umfangreicher gab. Seit fünfundvierzig wurde das nicht mehr so gesehen, obwohl es sich gerne ab und zu sehen hätte lassen. In "Deutschland" beispielsweise gab es seit '45 ständig Gründungen von neuen Parteien von DENEN. Eben DIESEN.

Erst in der Gegenwart scheint hier Leuten durch Bestimmte mit ihren "Neuigkeiten" wieder was abhandengekommen, daß sie was aufkommen lassen wollen. Die, die da plafond Dinge sehen, , sich besorgt gehaben wegen "Na-zi-o-nen". Jedoch beständig unter dem Deckmantel des Wortes "neu".  Eine "neue" Politik, die sie sich wünschen, mit viel Einzelstaatenhintergrund. Wirklich wahr, das Wort "neu" haben sie in Gebrauch, für so was ganz Altertümliches. Von dem man die deutlichste Fratze sehen könnte. Egal, wie geschniegelt und parfümiert es daherkommt. Geradezu eine unsägliche Welt schließlich, die. Von der höchstens dann in höheren Tönen geredet werden kann, wenn grob fahrlässig eine geistige Verwirrung herrscht. Als blockiere bei einer Autofahrt plötzlich das Lenkrad, daß man Richtung eines dicken Baumes steuert. Dort dagegenzuknallen. Eine andere Beschreibung sollt man sich für so eine Fahrt nicht denken.

Wer könnte auf Plafond-Neuigkeiten der Gegenwartstage nicht liebend gerne verzichten?

Dieses "Plafond-Neue", das etwa der eine "Ungar" mit seiner Dauergestrigkeit ist. Den man allerdings als Gast einlädt. Die Regenten in Polen. Mancherorts sonst noch in Regionen. Selbst in Großbritannien sieht man heutzutage "Neues" überdeutlich. Genauer gesagt, Uraltes, das Einzug gehalten hat. In Großbritannien ist es ziemlich mit sich nach vorn gekommen. In Ungarn, Polen sind sie dabei auf einem besonderen Wege, dem Despotismaus anheim zu fallen. Einer faschistischen Uralt-Einparteienwelt. Mit Herrschaftsfigur. Immer nur einen. Eine Figur, die per Dekret durchregiert. Wie das in der Gegenwart in der Türkei seinen deutlichsten Abdruck hat. Noch nur in Europanähe.

Der eine, der den europäisch-deutschregionalen kommissarisch tätigen Außenminister besuchte, der wäre eigentlich heute der wahre Herrscher der Türkei. Der Mann hätte seine Amtszeiten. Zwei waren ursprünglich in der Türkei für einen Ministerpräsidenten vor seinem Parlament vorgesehen gewesen. Die hätte der eine wahrnehmen können.

Wäre nicht was anderes gewesen. Hätte nicht was Anderweitiges in der Türkei die Macht genommen. Würde die Türkei nicht von einem Staatspräsidenten regiert. Von oben herab spöttisch durchregiert. Von einem mit dem Antlitz des Despoten im Grunde genommen. Der jedoch einen Sprech hat. Wie demokratisch rumklingelt. Den Demokratie-Anschein, den er sich behält, obwohl er längst ermächtigt ist. Während der eine echte Ministerpräsident das türkische Außenamt führt. Dort scheinbar beruhigt ist. Aber - macht der ein paar Fehler, ist der so ratzfatz, wie man es sich vielleicht nicht denken kann, irgendwo seines Amtes enthoben. Vielleicht sogar in einem türkischen Gefängnis bei all den anderen angekommen.

Kommt nur drauf an, welch ein treuer Diener seines Herrn der immer ist. Für den, für den er beiläufiig als Bittsteller in vielen Fragen, etwa der türkischen Wirtschaft, umgeht. Da hilft was Hemdsärmliges, Privates sicher mit bei, ein Freundschafts- und Freundlichkeitsgetue. Fast nicht auszuhalten. Nur schwer mitanzusehen.

 

 

 

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