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Blog von TeddeMehr

Die Kopiermeister, Hinterherhechler von Anno dreiunddreißig

10. Januar 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Es gab Anno dreiunddreißig nicht nur einen Wahlsieger. Eine siegreiche Partei.

Die Siegreichen, die hatten für ihre Absichten darüberhinaus noch verschiedene Moderatoren nötig, Steigbügelhalter.

Diese Moderatoren und Steigbügelhalter, die waren Mitglieder anderer Parteien.

Welche dabei, die sich während des Wahlkampfes vor dem Wahlabend Anno dreiunddereißig fast schon wie der EINE von der Rednerbühne herunter gerierten. Wie der sich aufführten, rumschrien. Fast Kopien bei den Gesten und allem, was der eine von der Kanzel runtererzählte, weismachte.

Kopiermeister. Daß sie sich derart mit dem gleichmachten, für das Begehr einer Wählerstimme mehr, daß es dann irgendwie fast keine Unterschiede mehr von einem zum anderen gab. Von einem schnöden Parteinamen abgesehen, den man nicht ausgewechselt hatte.

Dergestalt umfänglich war das geworden, daß es selbstverständlich war, als man sie anfragte, daß sie des weiteren Hilfe sein wollten. JENEN. Die für den Untergang der Weimarer Republik zu sorgen gedachten. Wie andere lange in dem Sinne für DIE intervenierten, moderierten. Etwa bei der Polizei, die jahrelang mit der SA zu kämpfen hatte, und dem Militär. Polizei- und Militärwesen, dort, wo man im Grunde genommen in Treue auf die Weimarer Republik eingeschworen war. Was allerdings dann nichts mehr zählte.

Ruhig blieb es bei Polizei, Militär, was den EINEN und seine zukünftigen Vorhaben anbetraf, die Weimarer Republik geradezu auszulöschen. Für einen Einparteienstaat, mit einem einzigen Ansager oberhalb. Dabei alles andere als die Monarchie zurückholend, die viele damals oft romantisierten. Der, der mit den seinen die IHM zu dienen hatten, durchregieren wollte, als Alleinherrscher im Reichsbürgerstaate.

So diese IHN und die SEINEN verharmlosenden Stimmen. Die, die für IHN umgingen. Moderierten. Schein-vernünftig sprachen, moderat übersetzten, wofür es keiner Übersetzung bedurft hätte, eigentlich. Auch den einen Verrat, Treuebruch, daß die kleinredeten, abtaten, den man bei Polizei und Militär am Ende an der Weimarer Republik beging. Obwohl sicher absehbar war, daß das Folgende nun ein restlos mieser Despotenstaat würde, in den sich der Reichsbürger einzufinden hatte. Die Tatsache wohl klar, was käme: daß reinste Willkür durch die EINEN und die SEINEN geübt werden würde können. Die Willkür im Staate, die SIE auch auf der Stelle ausübten. Verhaftungswellen rollten durch das deutsche Reich, kaum daß sich das im und mit dem Weimarer Parlament erledigt hatte. Das "Neue" umfassend griff.

Es begann mit den Sozialdemokraten und den "Kommunisten". Die "Kommunisten", die gewißlich gerne ein ähnliches Unterdrücker-System gehabt hätten mit sich wie DIE, die mit sich randurften. Bloß, das die "Kommunisten" die Wahlverlierer waren.

Dieser Verrat von Militär, Polizei in der "Weimarer Republik", besonders schlimm, nachdem jeder weiß, wie die Geschichte mit den Wahlsiegern von Anno dreiunddreißig Anno fünfundvierzig endete. Wie die mit ihrer Politik erst das Deutsche Reich in seine Bestandteile zerlegten. Bis hin zum Charakter der Reichsdeutschen, die mit dem der Erkenntnis der Realität der Geschehnisse in den Konzentrationslagern und sonstwo zu kämpfen hatten.

Folge der Kriegstreiberei und des verlorengegangen Kriegs und dem Zubehör: eine Teilung in Besatzungszonen.

Polizei und Militär zeigte sich demnach mehrheitlich mit allem einverstanden, was Anno dreiunddreißig späterhin passierte. Als das mit der Gleichschaltung der Institutionen durchgezogen wurde. das "Gleichschaltungsgesetz" offiziell wurde.

Eine neue Verfassung erhielten die Bürger der Weimarer Republik, mit der sich das mit der Diktatur besiegelte. Die Steigbügelhalter konnte man atemlos noch ein Weilchen beschauen. Den einen, daß diese Namenlosen, Unsäglichen noch auf Fotoaufnahmen aus diesen Tagen umstehen. Ehe sie dann  von dort verschwanden, eher ins Privatere, Nebensächliche oder sonstwohin verblichen, als daß irgendwer von IHNEN, der nicht vorher zur "Bewegung" dazugehört hatte, noch weiter größer anwesend bleiben durfte.

Und diese Parteien der Steigbügelhalter, Moderatoren für IHN, die gibt es auch im Heute noch. Nur unter anderem Namen. Denn: Auch SIE haben sich, obwohl sie das nicht unbedingt gemußt hätten, nach dem zweiten Weltkrieg umbenannt. Sich andere Benennungen gegeben. Um sich klugerweise für so Wahlkämpfe ein wenig von denen abzugrenzen, die Anno dreiunddreißig den Fehler begingen, den Nationalsozialisten zu ähnlich zu werden, im Gestus bei den Wahlreden, den Satzwolken und dergleichen.

Das wollten sie verhindern, daß das der Moderatoren, Steigbügelhalter zu sehr auf sie zurückfallen könnte. Nachdem demokratisch gewählt wurde, man sich mit vielen Leute auseinanderzusetzen hatte. Vor allem das "C" in den Parteinamen, das half ihnen damals dann nach vorn. Und Adenauer. Adenauer, der der erste Kanzler in der Bundesrepublik wurde. Unter dem das EINE zwar umging, viel größer MUSSTE es deswegen aber nicht werden. Angesichts von DEM von ihnen, wovon nun jeder gut was Bescheid gekriegt hatte, blieben sie peripher, Nebensache.

Erst in der Gegenwart, über siebzig Jahre später, sieht man da was davon mit dem Gehabe des Wortes "neu" bedrohlich näher an der Bevölkerung. Als Besorgte, Bekümmerte um das altvordere "Nationale", um eine gewisse"Identität", so gehaben SIE sich. Welche Figuren, die das aus dem Vorgestern in sich bergen, sonst allerdings nicht viel. Nur, lange nicht mehr so gesehen. An den Gegenwartsthemen am liebsten festgesaugt.

Wer braucht denn das Gestern im Heute allerdings für irgendwas? Doch alles heutzutage bestens zu blicken, was es durch SIE alles schon mal gab.

Wem DIE also für was einfallen. Was soll man da davon halten? Von dem oder der?

 

 

 

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