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Blog von TeddeMehr

"Nur" Kurdenlandfläche

26. Januar 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Die Kurden, die scheinen immer die Angeschmierten zu sein. Seit ewigen Zeiten heutzutage.

Und jetzt sehen die Kurden einen "Gottesstaat" wieder. Nur, daß dessen Truppe sich ein klein wenig anders kleidet.

In Form einer richtigen, straff organisierten Armee kommt dieser eine Staat über die Kurden. Hochgerüstet, mit bester innereuropäischer Technologie. Als wäre was Teil Europas am Erscheinen, nur nicht mit Europäern als Soldaten in den Fahrgeschäften und allem.

Ein Nationalstaat pflügt mit seinem Soldatenwesen durch die Region, eines Teils des alten Kurdistans. Ein Staat, geführt von einem "Staatspräsidenten", über DEN und die SEINEN es nichts Gutes zu sagen gibt, der als oberster "Terrorbekämpfer" die totale Macht im Staate genommen hat und per Dekret durchregiert.

Einer oben, an der Spitze der Pyramide. Dort widerspruchsbefreit. Während der Rest drunter rumzustehen und zu gehorchen hat. Die Anweisungen von oben durchleitend ausführen sollte.

Einer regiert die Türkei, der sich vordergründig westlich gibt. Sich meist in einem Anzug zeigt, als wäre er irgendwie so ein westlicher Politiker, der er in keinster Weise auch nur andeutungsweise ist. Sein Geist mit allem Pipapo hat lediglich in seiner Vorvorgestrigkeit was mit dem Westen zu tun. Mit gräßlich häßlichen Tagen, die im Westen lange nicht mehr so gesehen wurden, wie sie sich erfrischt in der Türkei zeigen. Nicht westlicher Freiheit und demokratischen Werten dient der, der eine. Nirgendwo wird sonderlich westlichen Werten entsprochen. Außer im Schein. Der Anzugträger, der geht in der Türkei um. Was jedoch nichts weiter als eine Tarnung ist.

Das SEINE in der Türkei: das gestrigste Despotentum. Eins, das, nebenher mitlaufend, jede Menge religiösen Einschlag hat. Eine religiöse Motivation liegt dem einen auch noch massiv zugrunde.

Despotentum gepaart mit der Unduldsamkeit einer Religionssichtweise. Despotismus, der gewissermaßen zunächst dem Faschismus ganz alter Prägung nahekommt. Einem altvorderen "Duce". Nur eben nicht daueruniformiert, wie der "Duce" zumeist antrat, sondern eines im Anzugskleid.

Den Rest, den vom "Dritten Reich" muß man nicht ansprechen. Dafür bräuchte es in der Landschaft noch ein bißchen mehr darüberhinaus: etwa den dumben Rassisteneinschlag. Das, was jedes plumpeste Vorurteil gegen eine Minderheit, das in einen angelegt ist, zur feindseligen Realität werden läßt. Vorurteilsverhaftung, wie sie jedermann in sich das eine oder anderemal wahrnehmen könnte, nur sie bei weitem nicht real werden lassen kann oder möchte. Weil eigene Ideen einfach zu doof sind. Dümmste Gedankengänge, Reflektionen. Höchstens gut, über sich den Kopf zu schütteln. Im Dritten Reich allerdings haben fürchterliche Figuren so was tatkräftig vom Beamtentisch aus zur Staatspolitik werden lassen. Der eigenen Vorurteilsverhaftung zur handelnden Umsetzung verholfen. Siehe, all die Konzentrationslagern für staatliche Minderheiten, "unwertes Leben", der Intoleranz, was so die sexuelle Ausrichtung von jemanden angeht. Alles mögliche derartiges wurde im Laufe der damaligen Ära in die Konzentrationslager verbracht, was genau der seit altersher eingeübten, aufgestauten Vorurteilsausbildung der reichsdeutschen Staatsführung entsprach. So was erlaubte man sich.

Zu einem wie dem "Führer" im Dritten Reich muß man es demnach erst bringen können. Obwohl das, was ein "Duce" ist, arg genug zu nennen wäre. Der "Duce" überdies einer, der oft genug beim deutschen "Reichsführer" zu Besuch war. Einigen Kontakt, den man pflegte.

In seinem Land läßt der eine Gegenwarts-Staatspräsident in der Türkei derzeit insbesondere Religionsschulen gewaltig aufkommen. Schulwesen, das wenig was anderes lehrt als eine strikte Abbildung religiöser Schrift.

Nicht viel was anderes als so einen Religionshorizont, den es irgendwann noch geben soll. Religion, nach der Art eines Pfropfes, den man geistig aufgesetzt bekommt. Überdies spielt er die älteste nationale Karte. Bei der eins mit Sicherheit nicht dazugehört: irgendwelchen innertürkischen Regionalgebieten größere Autonomie einzuräumen. Kurdengebieten schon gar nicht.

Der eine aufgesetzte Pfropf heißt demnach "Religion". Der andere: die "Nation".

Wenig jenseits eines gewissen geistigen Horizonts sollen Leute mehr wahrnehmen. Um sich beruhigt von oben herab maßgeschneidert beherrschen zu lassen.

Wobei die Kurden durchaus in den kurdischen Gebieten der Türkei, die heute kaum noch autonome Eigenständigkeit haben, bereits jede Menge des "Türkischen" erfahren konnten. Eines Türkentums, das die Kurden annehmen sollen, an die Betrachtung von sich als "Türken" heranzukommen. Etwas, das nichtsdestotrotz eher schwieriger für einen Kurden ist. Obwohl die Kurden im von den Türken besetzten kurdischen Gebieten natürlich auch "Türken" sein sollen. Vielleicht schießen im Augenblick sogar Kurdenstämmige, solche aus dem türkischen Kurdengebiet, auf syrische Kurden.

Das ist trotzalledem nicht unbedingt einfach, Türke zu sein, wenn man doch Kurde ist und es noch die echten Türken gibt. Daß Kurden eher feststellen, daß welche in den eigenen Städten nochgerade gleicher sind als andere. Manchmal merkt man etwas eben mehr, dann was weniger; es kommt eben immer wieder drauf an. Wie gleich jemand im Gegensatz zu einem anderen ist. Wie jemand vorkommen darf, während der zweite in der Reihe rumzuwarten hat.

Die Türken halten nun mal das Land der Kurden. Und das im Heute bereits seit einer halben Ewigkeit. Wie die im Iran mit demselben Selbstverständnis Kurdenland halten. Die im Irak. Und eben die in Syrien.

Jetzt kämpft gemeine türkische Soldateska in einem gewissen Sinne auch eher "nur" auf kurdischem Gebiet. Könnte mal die Ansage sein, an so vorstellig werdende syrische Gesandtschaft. Ich meine, sollten die aus Syrien irgendwann in der Zukunft doch was merken und was auf dem Herzen haben. Eine Stimme spricht zu Syrern: "Euch fehlt also was syrisches Gebiet? Ist aber doch Kurdengebiet hier, oder nicht? Ist alles doch auch nur Kurdengebiet hier. Ihr habt weiter immer noch Syrien, oder? Nach Syrien sind wir nicht lange reingekommen. Wir halten uns 'nur' im Kurdengebiet auf. Nicht bei Syrern."

Verstünde einer den Witz, müßte er hier an der Stelle lauthals loslachen.

 

 

 

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