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Blog von TeddeMehr

Warum nur müssen sie so fern der trauten Heimat sein?

6. Januar 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Ist das bitter. Ist das bitter für zwei neu in den Bundestag eingezogene Parteien, daß man sich überhaupt nicht lange nach Neuwahlen umzusehen braucht. Weil einfach zu viele Leute irgendwas in IHNEN entdecken. Daß IHNEN weiterhin jede Heimkehr verwehrt ist. Die Rückkehr in die altbekannte Glücksseligkeit. Obwohl sie ausschließlich von ihr sprechen. Von dem, wohin sie sich zurückwünschen: unter die fünf Prozent. Dorthin. Nicht was andres.

Einzig und alleine, die altgewohnte, vertraute Heimat, sie wird IHNEN verwehrt. Gleichgültig, was sie dafür daherreden, was immer sie DAFÜR unternehmen, sie kommen nicht in ihr von IHNEN viel zu lange verwaist gebliebenes Zuhause zurück.

Weiter müssen sie viel zu hoch in den Zahlen stehen. Glauben es selber kaum. Zahlen, in deren Ton sie doch nie sprechen, die sie niemals gemeint hatten. Mit sich doch nicht. Würde ihnen als Unter-fünf-Prozent-Beheimatete echt nie so einfallen. Nie in den Sinn kommen.

Wenig Ahnung davon haben sie, was mit den deutschregionalen Europäern wirklich los ist. Ob die das im Ernst meinen, das mit IHNEN. Daß sie nicht endlich doch noch losgelassen würden, heimwärts abfahren dürften: unter die fünf. Unter die fünf drunter. Wie es IHR Wunsch wäre.

Warum die Deutschregionalen so wenig von dem verstehen, was sie ohne Unterlaß daherreden, ein Problem von IHNEN. Was sie mitteilen. Über was sie informieren. Steht für alles unter der fünf. Für nichts was anderes.

Als sprächen SIE den Deutschen eigentlich kein Deutsch. Würde es nicht alles von IHNEN auf gut Deutsch geben. Zumeist posaunen sie die Dinge auf Deutsch raus. Selbst wienerisch ist dem so. Obwohl die Austrianer bestimmt schwer verständlich sind, bei dem, wohin sie sich immer wieder verlaufen.

Dabei wäre jede einzelne Zahl unter der Fünf-Prozent-Hürde das IHRIGE, worauf sämtliches bei ihnen abzielt. Ihre angestammte Heimatregion.

Nie hätten SIE daran gedacht, diese Heimat mit allem, was sie sind, jemals größer verlassen zu müssen. Daß es für SIE je was anderes gäbe, so toll eingerichtet, wie man sich dort hatte.

Nur, momentan werden sie bei glasklarsten Ansagen eines Besseren belehrt. Als beherrsche Schwerhörigkeit die Welt, was sie angeht, eine Art geistige Umnachtung. Sie stellen unablässig die Frage der Demenz. Ist man denn dement geworden?

Da können schließlich keine Neuwahlen anberaumt werden, wenn bei IHNEN alles beim alten bleibt. Wenn sich da nichts Heimatperspektive für SIE ergibt. Daß sie neuerlich heimatverwurzelt werden könnten: unter den fünf Prozent.

Allem Altertum zum Trotz. Dem aus dem hinterletzten Winkel des Vorgestern. das sie erwähnen. Ewiggestrigkeit hoch zehn. Vor Adenauer, Erhard. Und trotzdem nützen keine neuen Wahlen. Nutzlos, wenn IHNEN nicht geholfen wird, die Heimat wiederzufinden.

Ist da denn nichts bei IHNEN, davor zurückzuschrecken? Schlimmer SIE, als alles Gegenwärtige je sein kann, oder nicht? Man kann da überhaupt nicht drüber hinwegsehen, im Grunde genommen. Bei der Gestrigkeit. Bei dem, was da Mitglieder einer Partei, die sich vor Jahrzehnten zur Exklusiven im Staate machte, ehedem in jener Vergangenheit so trieben. Zwölf Jahre einer Ewigkeit hatten sie die Herrschaft doch.

So übel wie DIE Ära war dabei selten was. Bei den Reichsbürgern.

Bloß, das scheint keinem im Heute mehr recht im Bewußtsein zu sein. Die Übelwelt, in der die deutschen Reichsbürger ab Anno dreiunddreißig lebten. Rumvegetierten. Samt Blockwart und Pipapo. Bei Gestapo und SS. Nachdem die "Weimarer Republik" in die Binsen gehen mußte. Zerschlagen wurde. Durch eine neue Verfassungslage ersetzt. Eine rein diktatorische Verfassung. Das hieß die "Gleichschaltung der Institutionen", das "Ermächtigungsgesetz": blutige Diktatur. Ein Willkürstaat war das. Der sich wie Mehltau über die Gebiete, Landschaften legte. Die Gehirne endgültig in kaum beschreibbaren Sud einlegte.

Kaum jemals gab es was Übleres auf deutschregionalem Gebiet, das zu was Widerwärtigerem führte. Als das, was DIE dem Reichsbürger vorantrieben.

Faktisch die in jedermann angelegte Intoleranz, Ignoranz, die sich in jenem reichsdeutschen Staatengebilde auslebte. Jedes Vorurteil, das sie mal hatten, ließen welche staatlich institutionell Realität werden. Dergleichen setzten SIE hämisch aus der Beamtenstube heraus um. Ob in Rassefragen, Fragen des "unwerten Lebens", das ein Kostenfaktor war, sonst nichts. Bereits früh, daß es in der Euthanasie gipfelte, der Giftspritze, die dort einem Opfer besorgt werden konnte. Um am Ende in den Konzentrationslagern in den ein wenig ferneren besetzten Gebieten zu einem neuen Höhepunkt gebracht zu werden. Bis zum Ende, daß SIE mit IHREM Handeln nicht aufhörten.

Worte wie "Juden", "Zigeuner", mit denen man insbesondere umging. Einfach, weil man Leute so mit hochgezüchteten Vorurteilen ansah. Um diese Vorurteile gegen die Minderheiten im Staat dann tatsächlich Teil einer grausamen Politik werden zu lassen. Sie handfest werden zu lassen. Wie es bei den Reichsbürgern in den Jahren zwischen dreiunddreißig und fünfundvierzig geschah. Was all die aggressive Kriegstreiberei ebenfalls in der Hinterhand barg: den millionenfachen Massenmord.

Glücklich der, der zwischen dreiunddreißig und fünfundvierzig den Herrschern ins dritte-Reich-ferne Ausland entfliehen konnte.

Stimmt es denn nicht, wie klar in der Gegenwart alles zu überblicken ist? Dort läßt nicht viel zu wünschen übrig, liest man nur ein wenig rum. Daß man doch wissen, mitkriegen müßte, warum DIE nach fünfundvierzig - warum DIE einen Bestimmten - bis heute nicht mehr so groß zwischen die Deutschen geraten konnten. Was der Grund war, weshalb sie jahrzehntelang bei Wahlen weitestgehend außen vor blieben. Wollten sie höchstselbst mit sich selber Wiederkehr halten. Unverhohlen aus dieser Stoßrichtung. Dann war es DAS nicht.

Nur heutzutage, über siebzig Jahre später, scheint zu vielen dieser Horizont abhandengekommen,. Wenn sie welche wieder groß werden lassen wollen. Ihnen DEREN wahre Heimatgefühle nicht wahrnehmbar sind.

Die heimatlichen Gefühle, die sie haben: für jede einzelne Zahl unter den fünf Prozent. Für die sind SIE gut. Sonst für nichts. Darüberhinaus stehen SIE für gar nichts.

Ihr Daheim. Daheim ist daheim. Dorthin gehören SIE. Von nicht viel was anderem erzählen sie einem was, Tag für Tag. Die Heimkehr unter die fünf Prozent, und zwar so rasch wie irgend möglich. Davon klingen IHRE Worte.

Nur eins ist nämlich einfach derweil nicht: daß SIE, all ihres Heimatgefühls zum Trotz, heimkehren dürften: zurück unter die fünf Prozent.

Alles unter den fünf Prozent, das gehört IHNEN am Ende. Anderswo MÜSSTEN sie nicht sein.

 

 

 

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