Wenn man wo nicht hinmüßte, für nichts
Wie weit rechts denn so eine Muikantengruppe denn wäre, war eben die Frage bei mir am Tagesticker.
Tja.
Der Koketterie in diese Richtung ist viel. Politisch rechtsdrehendes Musikantentum, das in den Gegenwartstagen besonders großmächtig umgeht. Bis hinauf zu den angesehensten Musikerpreisen haben es da einige geschafft. Die zwar rumschwatzen, aber sich sonst nicht großartig abzugrenzen wissen. Wenn es am Ende denn doch DAS ist, bei ihnen.
Bei Bestimmten sind die Enden unzweideutig verbunden. Wie gerade momentan bei so einer Trommlergruppe, die sich bei was aus dem unterirdischsten Austrianersegment bei Wienerischem vorzeigte. Gut aussehende Kerls für DIE.
Die waren lange auf einem relativen Normalo-Großfestival. Trotzdem haben sie es nötig, sich selber nun dergestalt in eine bestimmte Richtung darzustellen. Damit vorzutreten. Indem sie sich für welche in uniformartiger Bühnenkleidung in Positur begaben, bei denen das Wesentliche eigentlich ganz klar ist: das mit der bestimmten politischen Ausrichtung, der nach weiter raus nach rechts. Weiter raus nach rechts ist nichts Normales, sondern was Überkommenes, Vorgestriges, Chauvinstisches. Der Revanchismus in Reinkultur.
Der tiefsten unsäglichsten Vergangenheit entstammt das doch, bloß, daß es neu bebildert wird. Aus Zeiten, die jeder jederzeit bestens ausgeleuchtet überblicken könnte. Als was Ära hatte, das niemals wieder irgendwer auf europäischem Boden irgendwo bräuchte. Für sich nicht, für niemanden.
Damals, in jenen verflossenen Tagen, von denen man heute nicht mehr so viel deutlich zu wissen scheint, hatten sie Klarnamen. Mit denen DIE heutzutage nicht unbedingt größer in Zusammenhang gebracht werden wollen. Mit Neuem wünschen sie vielmehr rüberzukommen, mit den Verhältnissen der Gegenwart. SIE, die Erbnehmer. Eine Erbnehmerschaft, daß sie als Nachgeborene aufgeregt abstreiten. Wenigstens offen reden sie bei Leuten, die noch was merken könnten, nicht unbedingt in Klarsprache drüber.
"Faschismus" - "Natioalsozialismus" - so hieß das ehedem mal. Nicht heute. Man bewahre. Diese Bezeichnungen - nicht für SIE! Nie sind SIE "Faschisten", "Nationalsozialisten". Außerdem waren SIE damals, das wiederholen sie unablässig, noch nicht auf der Welt.
Obwohl das soviel Zeug in Bild und Ton ist, das altvordere Gegenwart genauestens vorzeigt, mit dem sich jeder eigentlich bis zum Abwinken fluten kann: DAS. Massenweise gibt es davon, und das Wahrnehmbare läßt eigentlich nichts zu wünschen übrig. Aber scheinbar nicht unbedingt für die, die es freundlich ansehen wollen. Diese Unausstehlichkeit, Widerlichkeit dessen, das sich aus all der jahrelang eingeübten Intoleranz bei welchen dann deutlicher und deutlicher zum Vorschein brachte. Als sie nach einem Wahlentscheid Anno dreiunddreißig die Macht im Staate nehmen konnten, schafften sie das nach vor. Die Nationalsozialisten sind dahingehend was ganz Besonderes. Bei denen, daß es außerordentlich mit solchem abging.
Was weiß ich, warum hier Leute aus derlei geistiger Landschaft ge- und befördert werden. Daß sie so herrliche Verkäufe an den Tag legen können, Herunterlader bis zum Abwinken. Daß es einem im Grunde vergeht. Tausende, die heutzutage auf Musikfestivals rein mit SOLCHEN pilgern. Selbst jenen mit der Unzweideutigkeit im Ausdruck. Die, die "pur" denn nichts im unklaren lassen.
Mir ist das Geile daran schleierhaft. Das Aufregende an solcherart Hordenerleben, tausendfach hintereinander den Arm zu einem bestimmten Gruß hochzurecken. Eher voll lächerliche Pose, nicht? Betrachtet man so was, möchte man lachen, oder?
Hier muß die Idee der Geilheit wohl eine geistige Verwirrung sein. Bei so was. Wenn man sich mit derartigem "männlich" vorkommt. Bei einer Struktur, daß man selbst am besten Befehlsempfänger sein soll; tun, was einem gesagt wird, sonst nichts.
Seltsamkeit mittendrinnen: manche Frauenpartie. Die vorne dabei was mit ansagt. Komischerweise die eine oder andere nochgerade mit einem Vorzug, dem Vorzug der Toleranz der anderen. Bei gleichgeschlechtlicher Partnerschaft. Wenn man mal überlegt, was da wohl der mit dem Bärtchen dazu gesagt hätte. Wo der für derartiges geradewegs hindeuten ließ: Schwule - Lesben, die waren bei ihm doch für die Konzentrationslager. Dorthin reisten sie ab. Konnten sie sich mit ihrer sexuellen Ausrichtung nicht geheimhalten. Mit dem "Röhm-Putsch" war das offiziell, was Sache war, damals. Das endgültige Ende der Weimarer Republik. Was Röhm die Erkenntnis nicht vermittelte, er selber könnte bei was gemeint sein, nicht nur so die Männlein bei sich in der SA-Umgebung, keine Ahnung. Auf alle Fälle überblickte er nicht viel davon, daß die Toleranzsicht der Weimarer Republik mit seinem Ableben dann endgültig perdu war.
Was man weiter im Heute mit all den rechten Musikergruppe möchte, die man reich werden läßt, als hätte man längst keine Ahnung mehr von nichts - schwer zu sagen. Vielleicht ist man ja auch nur selber mit so was verbunden. Wie sich Modefürsten, Regisseure dann und wann so in jener Art aussprechen. Unerklärlicherweise. Ohne besondere Not. Als wären sie trotz allem, was an ihnen gefeiert wird, eigentlich aus dem Vorgestern übriggeblieben. Hätten sie es beim Daueransehen von "Triumph des Willens" vergessen, wer das am Ende war, den die einfallsreichen Bildsequenzen in Szene setzten. Erspart ein wenig bessere Kamerafahrt- und Ins-Bild-Setztechnik einem schließlich nie den Anblick von DENEN. DIE, die man doch beständig dabei mit betrachten MUSS. Ekelhafterweise. Dabei hat's sich ausschließlich darum gedreht. Das Wissen, das sein müßte, daß hier ein Propagandafilm gelobt wird. Und daß die Herrschaften, die sich vorzeigten, doch das Allerletzte sind. Die hätten einen nicht gelassen, wie man sich zeigt; bei denen hätte man jemand anders sein müssen. Die Historie, alles Pipapo bei ihnen, wie sie dann vergingen, mit dem ist man doch gewiß vertraut. Aber nichtsdestotrotz ... Unfaßlicherweise.
Daß da was Aufstieg haben kann, was man normal nicht bräuchte. Da haben es welche also mit sich aus dieser politischen Rechtsgeherrunde mittenrein ins Populäre geschafft. Helfen nebenher bei ALLEM mit. Einmal eindeutiger, wieder weniger glasklar. Alles immer besser für DIE. Auch durch SIE. Wie weit rechts sind SIE denn?
Jedem seine Entscheidung, wo er hinkommen möchte..
Rechter Last hinterlaufen?
Mir persönlich ist manches hier unbegreiflich.
Nein danke, würd ich mal sagen. Da behalt ich mir lieber meins, mein Zeug.
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