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Blog von TeddeMehr

Auch dafür ein Ballkleid

26. Februar 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Da konnt man SIE also auf der Wiener Hofburg entdecken. Wie schon manche Jahr zuvor wieder zurück vorfinden.

Sie spielten "Opernball". Bei jeder Menge Bräuten bei IHNEN, von denen auch noch berichtet wird. Daß es IHNEN nicht an "Tanzpartnerinnen" mangelte. Tänzerinnen, die dafür ein weiteres "Ball"-Kleid brauchten.

Geradezu so rauhe Mengen Weiblichkeit bei IHNEN, gab's zu erfahren, als hätten sie freie Auswahl. Könnte einer sich unter Schönen die aussuchen, die ihm am besten gefällt. Nicht nur so die erstbeste, die sich drüber freut, daß man sie sich fürs Tanzen aufsucht. Obwohl's sonst nicht viel größere Wahl gibt, möcht man nicht mit sich selber tanzen, sondern mit einer des anderen Geschlechts.

So hat's demnach auf der Wiener Hofburg ausgesehen. Sie haben mit Schönheiten rechtsrum und so den Tanzschritt vollführt. Und irgendwann, als alles zu schön für sie werden begann, daß sie zu singen anfingen. Altvorderes Liedgut aus Liederbüchern, wie man sie sich scheinbar dort unter der Hand so zuschiebt. Als was "Verbotenes" die Liedtexte auch noch für den Chor einübt. Für den Augenblick, daß das Späßchen einen überkommt. Daß die Maskierung endlich abgenommen werden darf.

Würd sagen, nur weil man was unter der Hand rübergereicht kriegen muß, müßt's mich lange nicht interessieren. Da erspar ich mir lieber alles dran, unter anderem jeden Versuch einer Gedächtnisübung. Mit so was, so was vom hinterletzten Übelwesen, Mißstand. An dem ich für nichts irgendwo dazwischenkommen müßt, als wäre er mir tatsächlich ein Begriff.

Mich würd das nicht bekümmern, fiele das endgültig dem Vergessen anheim. Daß sich höchstens noch Museen drum kümmern. Man so was hinter einer Vitrine mit dazugehörenden Erklärungen, Interpretationen der Textzeilen samt all den notwendigen Verdeutlichungen, Genauigkeiten des Zeithintergrunds auffindet.

Höchstens für die Aufhellung würde ich mir so was mal ansehen, durchblättern. Mir die Erläuterungtexte durchlesen, wenn ich selber für was zu blöde bin. Oder mir der Überblick über was fehlt. Mir was tatsächlich nicht offenkundig klar werden möchte, obwohl's auf Deutsch wo steht, daherkommt.

Kann gut die Möglichkeit sein, daß ich mal wo nicht mitkomme, geistig. Daß es schön ist, wenn jemand in der Lage war, einen dunklen Winkel für mich auszuleuchten. Mir manches "Schöne" daran deutlich darzubieten. Was da jemand in Gedanken gehabt hätte, hämisch, mich irgendwohin hinzulenken, -verleiten. Mich bei bösen Fallstricken abhängen zu lassen.

Zarte Wesen befinden sich demnach auch noch bei so "Burschenschaftern" und darüberhinaus. War man in der Lage, kennenzulernen. Vertrauende Frauengestalten, die sich Feingefühl wünschen, Takt. Die sind glattweg nicht weggeblieben. Und es heißt, so ein Burschenschaftler-"Akademiker"-Ball in der Wiener Hofburg, der ging bis tief in die Nacht. Und stellt man sich so Getränke vor, was die bewirken, könnt's durchaus die Möglichkeit gewesen sein, daß eine trunken traut sich an einen anlehnte. Kichernd.

Als wüßte sie nicht, was weiter passieren könnte, war sie nichtsdestotrotz dort hingekommen, zu solcherart "Burschenschaftlern". Hat die "Kleine" sich nicht lieber aufgehoben, aufgespart, für den echten "Opernball". Auf dem man sich dem einen oder andern gegenüber vielleicht besser vertrauensvoll geben hätte können. Der Opernball, wo wohl eher die absichtslose Unbeschwertheit war. Für eine Debütantin, die sich der Gesellschaft vorstellen möchte. Währenddessen, das der "Burschenschafts-Akademiker". Dort, wo hämevoll Lied aufklang. Bei dem mitzusingen anzufangen ...

Die Deutlichlichkeit doch eines seltsamen "Akademiker"-Balles auf der Wiener Hofburg. Mit was man da auf einem "Akademiker-Ball" zusammentreffen konnte, eine Begegnung haben konnt. Um es JENEN zuzugeben, es zu tolerieren? Auch für sich? Selbst bei klarstem Wissen?

Schon was, das großgeworden sein muß: Sind viele von der Frauenpartie da, aufgebrezelt, Ballkleider an, heißt das nicht, da ist was angesehen? Ein Vorteil. DAS, ein Vorteil? Vielleicht wegen des Auftritts in der Wiener Hofburg, den man nun bei den Austrianern schon seit einer halben Ewigkeit voller Gleichmut Burschenschaftsfiguren, die sich "Studenten" nennen, gestattet.

Dabei: die eine Örtlichkeit, als einziges bestimmt seit eh und ja klar, deutlich. Altehrwürdiges Gemäuer. Austrianischer Bundespräsidentensitz. Wienerische Hofburg. Bloß der Rest, der sich an dem Ort dann und wann durchaus öfters in spöttischen Sudelgesängen erging, dem dieses würdevolle Ambiente noch und nöcher zu gestatten? Für eine Opernball-Fälschung, einen Opernball-Trug? Obwohl "Burschenschaftler" seit halben Ewigkeiten besteste Klarsicht darbieten. Ob für ein Semester eingetragen oder nicht. Schein-Unifomierte mit Kappen am Kopf, samt seltsamen "Ehren"-Schärpen und so unübersichtliches Zeugs.

Die lange Jahre an der sagenhaften Wiener Hofburg ... Und man räumt praktlisch Jahr für Jahr nur so die Hinterlassenschaften auf. Macht DENEN hinterher sauber, bis wo wieder reinzugehen ist. Das ist mal groß.

Und Weibsvolk, das fehlt da auch nicht so recht. Irgendwie. Als müßt man so was Leute kennenlernen, vertrauter mit ihnen werden. Auch noch ein Ball-Kleid an. Mit dem man am wahren Opernball sicherlich besser aufgehoben gewesen wäre..

Dort, wo man jederzeit ein Selbstporträt von sich machen kann, es fürs Angeben ins Netz stellen. Sogar Presse, Funk und Fernsehen ist dort; ungezählte Kameras. Zufällig, daß die einen einfangen könnten, wie man einen Aufgang hinaufschreitet. Sonstwo ein Getränk festhält, wichtig guckend.

Während man die Medien bei dem auf der Wiener Hofburg weitestgehend lieber ausgesperrt sieht. Nicht unbedingt, daß die Welt zuviel was mitkriegen sollte, wer an der Wiener Hofburg umgehen darf. Alljährlich. Nichtsdestotrotz. Als wär bei aller Öffentlichkeit doch geschlossene Gesellschaft, führt man sich auf. Auf der Wiener Hofburg. Mit Gesichtskontrolle und so.

Eine Gesichtskontrolle, aber aus einem anderen Grund. Dem des Verbergens. Zeitdokumente sollten möglichst keine verfertigt werden.

Nach Dokumentation hatte man kein Verlangen. Genau bei demselben wie die Jahre vorher blieb man. Wollte nichts anders handhaben. Möglichst wenig Öffentlichkeitswirksamkeit gestatten. Trotz allem.

 

 

 

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