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Blog von TeddeMehr

Den befremdlichsten Fremden immer trauter, wie in den dreißiger Jahren

21. Februar 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Da scheinen Fremde ja schnell beliebt zu sein. Überlegt man sich, wie wenige Jahre es eine Partei gibt. 

Muß man sich wirklich klarmachen, daß da ein bestimmtes Parteiwesen erst ein paar Jahre so auf den Politikmarkt gekommen ist. Quasi der nächste Neustart von DENEN. Ein neuer Versuch, mittenrein zu gelangen, in die Bevölkerung.

Ein Neustart allerdings ist das, der nicht unter ferner liefen läuft, wie all die anderen seit den fünfziger Jahren, seitdem man anfing, angesichts einer Demokratie immer wieder rasch an die große Rückkehr zu glauben.

Geradezu das. Nochgerade gibt es das wieder, bei diesen Fremden heutzutage. Es ist kein Halten mehr. Ihnen ist anscheinend irgendwie jede Gunst. Selbst wenn sie die Dinge unverhohlen unzweideutig ansprechen. Die Wortwolken nichts zu wünschen übrig lassen.Trotzdem keine Befremdung, die einem beim Zuhorchen oder Begreifen von Inhalten überkommt? Angesichts dieser Fremdheit, die eben ein besonderer Teil von ihnen ist, die aufklingt.

Sogar in aller Deutlichkeit sich vorzuzeigen, klarsten Tones von Dingen zu reden, schadet diesen fremdesten Leuten oberbefremdlicherweise nicht das geringste. Denjenigen, die vorher unbesehen, von irgendwoher auftauchten. Eine rasche Vertrautheit bei viel zu vielen nichtsdestotrotz, dem Befremdensten gegenüber.

Selbst dann spielt sich nichts bei einem ab, wenn man entdeckt, daß sie doch wohl der hinterletzten vorvorgestrigsten Unterwelt entfleucht sind. Dem Unbrauchbarsten von früher. Einer Ära, von dessen Oberflächengeschehnissen man zu allem Überfluß alles und jedes bis aufs Kleinste wissen könnte. Wenn nicht, es sofort in Erfahrung bringen dürfte, ginge man bloß ganz kurz nachgucken. Was kann einem alternativ schlimmer ins Übel fahren als DAS und DIE? Es hatte den Beweis längst erbracht, beim Reichsbürger, der Uroma, dem Uropa. Mieser geht kaum was.

Nichtsdestotrotz, man ist naivest, unbeschwert dieser wahren Fremdartigkeit gegenüber, jenem Aus-Land. Anscheinend hat es ratzfatz geklappt, sich mit dem erneut vertraut zu machen. Weil es dem Bodensatz an Vorurteilen entstammt. Als hätte der das Fremde nicht an sich inbegriffen. Wäre er nicht das, dem nicht zu trauen ist. Eins zu werden mit diesen inländischen Aus-Ländischen, jenseits von allem, das man bei sich hinnehmen sollte. Oder nicht?

Alles, daß man weiß, von all den boshaftigsten Geschehnissen, die sich im Gestern abspielten. Nur, scheint's, man hat da fast alles aus den Augen verloren. Sonst würde man sich diesen Oberfremden gegenüber weniger traut verhalten. Fast, als hätte man sich selber lange eingefunden, in befremdlichste Denkweisen, die jeder besser von sich weisen sollte.

All die Vorurteilsverhaftung, das vorschnelle Urteil, der übelste kleine miese Rassismus, der ist bei ihnen daheim, diesen Oberbefremdlichen. Die komischerweise nicht befremden. Die bilden diese Vertrautheit innerlicher Voruteilsanlage befremdlich ab. Und die, die sieht man mit so was wie etwas der Heimat? Nur was "Heimat", woher?

Als hätten sie nicht boshaft Allerschlimmstes über die Heimatwelt der Urgroßväter, Väter, Großmütter, Mütter gebracht. Mit ihnen vorndran bei der Anleitung wurden ganze Landstriche Wüste, Ruinenberge. Das ist IHRE Wahrheit. Diese Anlage wollen SIE zurückbringen.

Damals, als alles bereits einmal war, mit IHNEN. Voll umfänglich durfte es sich mit den wichtigsten Gesten darbieten, Selbstverwirklichung haben. Hatte dabei Uniform. Beamtentum zur Verfügung. Einen gewaltigen Auftritt bei allen trüben Dingen. Der eine viel zu vertrauensselige Bevölkerung niedergeschlagen zurückließ, mit charakterlichen Attributen versehen, mit denen der Erwachte damaliger Tage zurechtzukommen hatte. Der, dem die Schuppen von den Augenlidern fielen, der Selbsterkenntnis hatte.

Als die Augen denen im Volk geöffnet wurden, lief manche bittere Träne. Als es plötzlich dem einen oder anderen überdeutlich aufging, das Begreifen schockwellenartig einkehrte, wieviel Vertrauen man gegenüber einer Gruppe übelster fremder Kundschaft aufgebracht hatte. Miesestem, miserabelstem Gesindel, das in die Irre führte. Das dergestalt vor einen hintrat, einem was ansagte. Was die alles aus dem Reichsbürger machten, machen durften. Niemand, der jahrelang mehr in der Lage war, irgendwas davon zu verhindern. Befreit werden mußte man von diesem Joch.

Tja, ein einfaches Weglassen eines Ankreuzens Anno '33 bei einem Wahlentscheid hätte dem Reichsbürger geholfen, manches wäre ihm erspart geblieben. Hätte er genauer hingehört. Hätte er sich nicht gemeingemacht. So hat er bei Übelsten, mit dem SIE ankamen, mitgezogen. Konnte oft nicht anders, weil er zu gehorchen hatte. Bis ans bittere Ende mußte mit DENEN mitgereist werden, Bis ins Äußerste eines Elends.

Jetzt duldet man aufs neue diese aus-ländische Fremdheit im Land,. So die in keinster Weise vertrauenswürdigen Gesichter, in die man Vertrauen setzt. Und man überhört dabei lange, daß einem eigentlich jegliches gesagt wird. Man scheint mit dem Befremdlichen lange so grundgemein, daß man sich in Applaus für diese Fremden mit all ihrer spöttisch hämischen Befremdlichkeit gefallen kann. Die, die eine neue Gegenwartswelt errichten wolle. Eine Variation des Alten.

Deswegen daß die Fremden, die Unheimlichen mit den einschmeichelnden Stimmen davon sprechen, es wäre doch heute jetzt mal gut, gut mit dem, sich selber zu "kasteien". Was vergangene Zeit angeht. Das Schlimme auch im Heute noch im Blick zu haben, warum denn? Man könnte es gut sein lassen, dürfte sie, als das, was sie sind, ruhig anders, neu betrachten. Sie seien am Ende doch "Nachgeborene", hätten an nichts eine Schuld. Obwohl sie allesamt aus der gestrigen Fremde kommen, eigentlich die fremdesten Fremden sind, als so Erbnehmer. Die, die was das böseste Erbe für sich annahmen. 

Schwer ein Rätsel, was der Gewinn dieses Wiedergängertums ist.

Selbst wenn sie die gleiche Sprache sprechen, heimatlich vor dir tun, sind sie im Grunde die befremdlichsten Fremden. Die wahren Fremden, die schmeichlerisch in deiner eigenen Sprache nichts Gutes für einen selber im Sinne führen. Die Fremden sind sie wirklich, vor denen man von klein auf immer nur gewarnt wurde. So Fremde, die sich zwar mit dir befreundet gemein machen wollen, tun, als ob sie sich kümmern, wegen was besorgen. Nur, daß sie am Ende nicht das geringste für dich über haben.

Was mag die Wiedergänger reizen? Vielleichts reizt sie so die lange Zeit, die der mit dem Bärtchen, der Charlie Chaplin-"Tramp"-Pervertierer, zwischen '33 und '45 hatte. Daß es so dauerte, bis es ihn hinwegfegte. Die Jahre des relativ friedlichen unbeschwerten Vorlaufs in der Weimarer Republik noch dazu. Eben jene zwölf dumben, groben Herrschaftsjahre, die man hatte, während denen man den Reichsbürger unterjochte.

Bis der eine Krieg, den man führte, doch nicht mehr zu gewinnen war. Was auch klar war, daß der verlorenging, trotzdem war die Kriegszeit fürs eigene Gusto noch ein Weilchen zu verlängern. Kinder und Greise mit Waffen sorgten dafür. Daß man den Hund streicheln konnte, eine Blonde heiraten. Im Bunker, daß man soff, Orgien feierte ... Hat's eine Sekretärin nicht erzählt?

 

 

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