Die, für die Rote Karten gut sind
Da hat's eine Partei, die sich mit dem Wort "Alternativ" schmückt, aber gut: Man muß eine Neutralitätspflicht an den Tag legen, darf auf die bezogen, die nichts dringender nötig hätten, als eine Rote Karte, Platzverweise, nicht davon auch noch reden. Zumindest nicht als Politiker.
Dabei gibt es tatsächlich wenig, was man jemanden dieser einen Partei nicht unbesorgt nennen könnte. Vor allem aber das, was sie sind: Diejenigen, die sich in so die unschönsten aller Jahre vor Adenauer, Erhard zurückwünschen. Das wäre IHR Begehr.
Wobei das, wenn man dann auch nur kurz dort hinblickt, nach jenen Tagen, was dann für grauenvolle Stunden zum Vorschein kommen ... DIE mit den nationalsozialistischen Wesen. Das ist schließlich sonnenklar, daß nicht die Alliierten das IHRE sind, nicht die mit den Entnazifizierungsprogrammen.
Weit und breit nichts als Zeiten zum Vergessen, eine Ära, zwischen '33 und '45, sie nie persönlich erleben zu wollen. Vor dem Krieg. Schon gar nicht im Krieg. Für nichts. Erst bei den Alliierten konnte man dann ein wenig anfangen, bessere Luft zu atmen. Ab da war freier durchzuatmen.
Jahreszeiten tristester Tristesse hätten DIE gerne zurück. Haben so diese hinterletzte Sprache auch bereits in Petto, mit der sie sich geradewegs auf solche fürchterliche Dreißiger-, Vierziger-Jahre-Tage beziehen. Als so was, glattweg das aus der letzten Gosse, direkt nationalsozialistisch von Staats wegen bei jedem angebracht wurde. Daß einer sich vom Beamtentisch aus gehen lassen durfte. Seine rassistischen Ressentiments anbringen, jedwede Intoleranz, seine Borniertheit, Ignoranz.
Und hier, in der Gegenwart: so die Verharmloser von gestrigen Vorkommnissen, Gegebenheiten. Die Nachgeborenen, die das nebenher nicht allzu gern haben, daß man sich so die Unsäglichkeit dieser Dreißiger-, Vierziger-Jahre-Zeit als eine deutliche Erinnerung erhält. Nicht ihr Wünschen, daß Leute in der Lage sind, sich so was wie in den Dreißiger, Vierzigern vor Augen führen zu können. Fern jeder irgendwie gearteten Alter-Zeit-Romantik, als hätten Uroma und -opa auch noch bestimmt Gutes davon gehabt, in jene abgefeimten Tage des irrsten Jochs geraten zu sein. Das freut die Gegenwärtigen nicht, wenn wer nicht unter naiver Leicht-, Gutgläubigkeit leidet, was so ihre unsägliche Ewiggestrigkeit mit ihren Absichten anbetrifft.
Deshalb sprechen SIE ja von sich als "neu". Deshalb haben sie hauptsächlich das Etikett "neu" für ihr alte Soße gern. So was wie eine "neue", "alternative" Rechte. Man stelle sich vor: DIE, alternativ. Angesichts dieses Alternativen kringelt sich ja das Wort "Alternativ" beleidigt weg. Das, was keiner je für sich bräuchte, quasi als eine "Alternative".
Wenn Leute wirklich einer Bevölkerung unwählbar sein sollten - dann DIE. DIE es mit einem Parteineustart und dem Wortschmuck "alternativ" mitten in was Populäreres schaffen konnten. Nach dem tausendsten Versuch. Von IHNEN. Mit so was. Hat es da tatsächlich ein Parteiwesen von IHNEN zwischenrein geschafft.
Was hat es da alles gegeben - und jetzt gipfelt es in IHNEN, daß SIE sich kaum mehr einkriegen können. Direkt sich zurückhalten müssen, das nicht im Augenaufschlag zu haben, wie unfaßbar das ist.
SIE freuen sich vielfach eins. Weil sie in der Lage sind, zu viele mit sich zu blenden, zu verblenden. IHNEN neigen sich tatsächlich welche zu, lassen sich von IHNEN wohin geleiten. Vertrauensvoll. Der Wahnsinn. Wer da wen wo hinführt.
Zu vielen, der der rechte Augenöffner derzeit abzugehen scheint. Damit sie wieder in ihre wahre Heimat zurückfinden könnten. In die Region, in die SIE mit allem von sich wirklich hingehören: Überall bei jeder einzelnen Zahl von unter den fünf Prozent wären sie daheim. Die Heimat-Zahlen, die sie überall beständig in Bild und Ton inbegriffen haben. Ihre heimatliche Landschaft, über die viel zu viele sich derzeit nicht klarzusein scheinen. DAS, daß sie höchstens dafür gut sind: für nichts anderes unter den fünf Prozent. Dafür taugen SIE. Außerdem für jeden Platzverweis. Jede Hinausstellung. Etwas anderes als eine Rote Karte, doch nicht für SIE.
Man muß nur flüchtig in die Tage sehen, die SIE gerne verharmlost hätten, dort den "Helden" sehen würden. Klar, was Helden waren da schon vorhanden. Hat es gegeben. Fehlgeleitete, getäuschte Helden. In die Irre geführt. Hinters Licht. Auch Knaben, Greise darunter. Die zuletzt sich noch voller Heldenmut Panzerfahrzeugen entgegenwarfen. Alles dafür, daß einer in seinem Bunker nach einer allerweltsprofanen Eheschließlung mit einer Blonden noch ein wenig flittern, nebenbei den Hund streicheln konnte. Wo er mit dem nur "Gassi" gegangen ist? Dafür lag man zahlreich in seinem Blut, verteilten sich die verschiedensten Male Gliedmaßen nach überallhin.
An Knaben, Teenagern und Senioren reichte man kurz vor Schluß noch einen Rest an Kriegswaffen weiter. Appellierte an den Helden in ihnen. Damit welchen noch anderswo die eine oder andere Stunde mehr vergehen konnte. Im Suff, bei Orgien. Daß das dauere, bis man herausgeholt werden würde, aus dem Bunker. Tot oder lebendig.
Und der Reichsbürger hatte später, als all der fürchterliche Spuk schlagartig vorüberging, auch noch deutlich von einem Charakter zu erfahren. Einem, mit dem er sich auseinandersetzen MUSSTE.
Mit Erklärungen, Worten, daß man vor ihn hintrat, vor ihn, dem Reichsbürger. Daß es schwer war, mit dem bebilderten Charakter einigermaßen klarzukommen. Dem, was man sich dabei gewahr werden mußte.
Und SIE, DEREN Nachgänger, sie plazieren sich jetzt neuerlich als Parlamentarier in einem demokratisch gewählten europäisch-deutschregionalen Parlament. Räkeln, flözen sich in ekelhaftester Weise in ihm auf ihren Plätzen herum. Sprechen höhnisch mehr oder weniger eine Sprache, mit der sie das Hinterletzte, das sie sind, im Grunde auch noch aussprechen. Wobei sie beiläufig Sorge haben, von wegen einer "Nation". Wegen einer "Nation" müßte man Bekümmerung an den Tag legen. Unklar dabei nur, von welcher sie tatsächlich reden. Die IHRE, die bleibt eine andere, als die momentane. Sie ist die derjenigen, die schon mal dem Reichsbürger alles versenken durften. Ein richtiges Reich. Auch "Nation" genannt. Durch IHR Wesen, mit dem sie umgingen, zerstob es erst in viele Stücke.
Im Heute schwatzen SIE am liebsten deswegen von den Gegenwartsproblemen. Den Rest, den würden sie am liebend gerne unerwähnt lassen. Und, wenn man es anspricht, abwinkend abtun. Hauptsächlich das Gestern der Ureltern mit seinen Umfängen. Deswegen nennen sie sich "Nachgeborene", legen wert darauf, die zu sein, die für nichts was können, was damals war. Obwohl das andererseits schwierig ist, wenn man Erbnehmer ist. Erbe von da, daß man nahm. Das Erbe sogar auch offener erwähnt, verdeutlicht, es einem klarer zu machen. Die Erbschaft, die sie nicht weit von sich wiesen, sondern geradewegs angenommen haben. Eigentlich mit allem Pipapo. Was SIE alternativ längst jedermann erklären. Er, sie müßt womöglich nur eine Sekunde hinhören.
Ein Erbe ist das, das jede Rote Karte auf der Stelle jedem von IHNEN gegenüber rechtfertigen würde. Jede Hinausstellung von einem, einer der IHREN: gerechtfertigt.
Am besten schickt man DEREN gesamten Laden ins Nichts. Braucht kein Mensch. Unglaublich, daß so was einer Bevölkerung für mehr gut ist, als für alles unter den fünf Prozent.
Irgendwas ist da verdrehte Welt, wenn man DIE großspurig umgehen sieht.
Eindeutig, daß SIE dabei alles lange an- und aussprechen. Was jedem von da in Wahrheit alles unter den fünf Prozent sichern müßte. Einwandfrei. Die Unter-fünf-Prozent-Heimat müßte man sich doch gesichert haben. Abgesichert.
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