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Blog von TeddeMehr

Wer an Gunst gewinnt ...

5. Februar 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Ist das denn wahr? Kann man glauben, was man liest?

Zwei so Parteien, die bestimmten ausgerechnet, die nach der Jahr '17-Wahl neu in den Bundestag einzogen, haben schon wieder an Zustimmung gewonnen.

Irgendwas muß hier immer einiges zu verpassen sein, irgendwie nicht in die Wahrnehmung geraten, wenn so was möglich ist. Daß so welche in der europäisch-deutschregionalen Bevölkerung in der Wählergunst zunehmen. Statt daß sie jenseits der ihnen trauten Fünf-Prozent-Marke hoppeln. Obwohl beide nie von was anderem sprechen.

Die eine Partei, die Wirtschaftlsliberalen, die nach der September-Jahr '17-Wahl als Koalitionspartner angefragt wurde. Deren Exponenten dann ein Weilchen verhandelten. Bis es klar wurde, daß sie wenig kompromißfähig sind. Stur zu viel was durchsetzen wollten, was sie nicht durchbringen konnten, weil ja auch noch andere bei Themen gefragt werden mußten. Eine von zwei Kleinparteien wären sie außerdem bloß gewesen. Motto denn, nachdem man handelte: Hier ist einer zuviel. Da haben sie lieber mal kurzentschlossen die Koalitionsgespräche scheitern lassen. Einfach mal so, weil unter anderem mit ihnen nicht zu Potte zu kommen war. Von wegen der Kompromisse, zu denen man fähig sein hätte müssen. Da stellte man sich am Schluß lieber in voller Mannschaftsstärke auf, gefiel sich in dem Überraschungsmoment: sie nun DIE, die die Gespräche als gescheitert erklärten. Erster! Als hätten SIE als erste was gemerkt, wären anderen nur zuvorgekommen.

Damit stehen DIE also exklusiv in den Geschichtsbüchern. Geschichtswissenschaftler, die werden noch mal die Frage nach dem Warum stellen.

Das war also DAS, zu was man fähig war. Mit dem Scheitern groß zu gehen.

Und dann ist hier jene Unsäglichkeit zu nennen, die lange ebenfalls keine Parteienfinanzierung mehr erfahren dürfte, eigentlich. Weil dort viel zu viele nicht auf dem Boden der demokratischen Verfassung stehen. Nichts als eine Schein-Politik betreiben DIE. Wie die dort jedermann in Anzügen den Schein-Anständigen mimen, den die Sorgen der gewöhnlichen Bürger bekümmern.

Diese sind ebenfalls schon wieder höherzahliger in den Umfragewerten der Unternehmen, die für die Wählerumfragen verantwortlich sind.

Unglaublich, wer hier europäisch-deutschregional gewinnt und verliert. Fast, als wär man nur noch im falschen Film.

Weiß nicht, unter diesen Umständen, was ich so mitkriege, scheine ich nicht gut informiert zu sein. Weil ich nicht sagen kann, wie Figuren aus dem hinterletzten Vorvorgestern einem wählbar scheinen können.

So Typen, wenn sie einem ansagen, in Tage vor Adenauer, Erhard wollen sie zurück.

Wenn die das laut daherreden, dann müßte doch heute jeder wissen, was das für eine Horrorzeit damals war. Ein Horror war dort, wohin DIE sich zurückwünschen. Erst mit der Niederlage der dem Reichsbürger aufsitzenden Faschisten endete dieser Totalhorror für die die Geschehnisse des zweiten Weltkrieges überlebenden Reichsbürger.

Zwölf horrormäßige Jahre lang hatte sich der Faschismus des "Nationalsozialismus" an der Macht gehalten. Erst mit der Befreiung kam langsam wieder bessere Luft über die deutschsprachige Bevölkerung.

Aber SIE, die einen, zu den Alliierten und deren Entnazifizierungsprogrammen wollen die wahrscheinlich nicht zurück? Nicht wahr? DIE denken nicht an bessere Luft, die denken an was andres.

Eher was anderes, das sich mit IHNEN andeutet, nicht? Indem sie versuchen, dir so die Herrschaftstage des einen mit dem Bärtchen zu verharmlosen. Als wäre das eine für irgendwas brauchbare Ära gewesen. Während der man gerne gelebt hätte. Etwa ein Ort, der damals, Helden zu entdecken. Klar hatte man alles mögliche heldenhafte Verhalten. Zuletzt sogar noch kleine Jungs und Greise, die sich todesmutig anrollenden Panzern gegenüber aufstellten, mehr oder weniger brauchbare Panzerfäuste abfeuerten.

Aber, das war alles fehlgeleitetes Heldentum, Mut, für das Falsche und die Falschen. Für ein Verliererwesen. Unverschämte Großverlierer, die über ihr Verlierertum genau Bescheid wußten. Jahrelang, daß sie der Reichsbürgerbevölkerung im Joch was ansagten. Die Leute mit ihren Vorurteilen, die sie von Staats wegen in die ungeheuerlichsten Dinge verwickelten. Weil durch sie, jene Nationalsozialisten, die kleinteiligste Vorurteilsverhaftung den Beamtentisch erreicht hatte. Das in einem angelegte Ressentement, das jeder üblicherweise nicht so gerne laut werden würde lassen, wenn möglicherweise der aufmerksame Nachbar zuhorcht, das SIE zur politischen Struktur brachten. In handelnde Politik wandelten die Nazis so was um. Die tatsächlich umsetzten, was anderswo allerhöchstens besoffenes Dahergerede im Wirtshaus war, an das man am nächsten Morgen erwacht am liebsten nicht mehr erinnert werden würde wollen. Mit so einem Geist, daß die Nazis Konzentrationslager errichteten. Für so was wie Rassevorurteile, Denkweise hinsichtlich "unwerten Lebens" und so fort. Solches verwandelten die Nazis in Realität. In einem industriell ausgerichteten Massenmord vom Beamtentisch aus ließen sie es gipfeln. Wobei natürlich die Reichsbürgerbevölkerung nie außen vor bleiben sollte, wie auch der gemeine Wehrmachtssoldat bald nicht anders handeln sollte wie einer von der SS. Voll hatten die Nazis DAS in der Absicht. In DAS wollten sie verwickeln, und SIE verwickelten auch oft und viel. Da konnte es manchem Kriegshelden nach dem Krieg, nachdem ihm mancherlei eröffnet wurde, wie Schuppen von den Augen fallen. Für so was und so Gestalten aus dem Unsäglichen war er ein Held. Daß er seine Ehrenmedaillen ins hinterste Eck pfefferte. Lieber am Speicher oben verstaubend vergaß. Wie die Uniform.

Zumindest der, der zu solcher Erkenntnis fähig war, dem ging es so.  Es gab in den fünfziger Jahren dabei längst wieder andere. Andere, die damals die Demokratie herablassend wie bereits im Gestern ansahen. Sie freuten sich, daß Demokratie war, die sie. als "schwach", "unentschlossen" benannten. Nicht der Rede wert.

Tja, zweiundsiebzig Jahre, solange hat es gedauert, bis ... Bis zu der Tatsache, daß wieder jene Unsäglichkeit größer mit sich blenden zu können scheint.

Solche, die einem alles eigentlich von sich sagen. Aber man scheint irgendwie schwerhörig geworden. Als redeten da Leute in der Umgebung eines Deutschsprachigen in deutscher Sprache kein verständliches Deutsch. Als wäre deswegen Inhalten nicht zu folgen, wo was Wortwolke, deutsch ausgesprochen, hinführen könnte.

Anno '33, vor Adenauer, Erhard eine Zeit, war mal auch so deutsche Ansprache. Die man verstehen hätte können. Rednerpultworte, die bald nichts mehr an Deutlichkeit zu wünschen übrigließen. Groß war Gekreische.

Statt derartigem zu applaudieren, hätte man auch johlen und pfeifen können. Einige runterjagen von der Auftrittsbühne.

Heutzutage ist DAS noch schlimmer. Weiß man doch alles ganz genau. Weiß, wie das späterhin zugegangen ist, wie es dem Reichsbürger geschah, nachdem er sie an sich ranließ.

 

 

 

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