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Blog von TeddeMehr

Das daheim in der Heimat servierte Pilzragout

7. März 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Jetzt ist bald mal Regierung. Eine, die den Jahr '17-Wahlentscheid zu ertragen hat. Wie es bereits einiges zu ertragen gibt, wegen dem, das das Ergebnis dieser Wahl war. Schwer Erträgliches, Verdauliches in Bild und Ton.

Etwas Unsägliches, Resultat eines sonntäglichen Wahlabend. Wegen diesen und jenen Giftpilzen, die sich jeder Siebte mit in den Bastkorb legte. Damit kam er vom Pilzesuchen nach Hause. Einige zeigten es nebenher sogar noch vor. Jeder Siebte mit dem Giftpilz im Körbchen, schlecht beraten. Zudem rumgeifernd, trotzig unwillig, den prächtigen Giftpilz wieder rauszuholen aus dem Bast, ihn ins tiefste Unterholz zu schmeißen.

Grüner, weißer Knollenblätterpilz im Waldboden der herrlichsten Heimat gesehen, Fliegenpilz. Jede Menge andere unübersichtliche Giftpilzpracht, die aus dem Heimaterdboden herauswächst. Giftpilze, die kein Pilzsucher nehmen sollte. Mit so was aber, daß man großspurig tat, bei sich heimatlich aufgeschlagen ist. Was "Heimat", bei einer Giftpilzevielfalt?

"Hei-mat", was Wort dieser Gegenwartstage. Oder das: "Daheim ist daheim". Geradezu ein "Heimat"-Ministerium soll es geben. Als müßte man sich irgendwie des "Heimatlichen" versichern.

Wie so Giftpilzmahl, Heimaterde entsprungen, immer von jedem vertragen wird, nebenher schwer zu sagen. Jeder kriegt was anderes Giftdosis ab. Jedenfalls hält sich der schlimmste Giftpilz in einer Weise, daß es trotz Hinwartens keine Neuwahlen zu geben braucht. Angesichts von so was, daß man selbst den giftigsten Pilz bis heute nicht wegschmeißen mag, ihn in die Tonne kloppen. Lieber behält man ihn sich, ums Verrecken. Läßt sich täuschen. Da kann informiert werden wie will, es hilft nichts.

Weißer, grüner Knollenblätterpilz, der rote Fliegenpilz, die berühmtesten der Giftpilze.Tödliche Wirkung, die nach vertrauensvollem Genuß eines Pilzragouts mit derlei giftigem Pilz vorkommen kann. Schlägt das Schicksal zu, kommt man zufällig nicht mehr rechtzeitig Richtung Arzt, ist das mit dem Fortleben für den einen oder andern zu vergessen. Ganz von den Schäden abgesehen, die einem zurückbleiben können, selbst wenn man den vertrauensvollen Genuß überlebt hat.

Trotz der immer deutlicher werdenden Giftigkeit der Pilze, die mit reingeschnitten und aufgetischt wurden, man kann man sie nicht einfach wieder mit Hilfe einer eventuellen Neuwahl loswerden. Mit ihr entsorgen. Da kann man auf Dinge aufmerksam gemacht werden, wie will.

"He, weißt du schon, das ist ein Giftpilz, den du da im Korb hast!"

In nichts als ein trotziges Gesicht, daß man blickt. Mienenspiel, als sollt man lieber selber aufpassen, weil man da sicher nichts vom Pilzragout abkriegen möchte.

Geradezu, als ob bereits eine gewisse Bewußtlosigkeit bei allzu vielen herrsche, ist es. Nur, ein klein wenig besser hat man es europäisch-deutschregional knapp noch, wie es beispielsweise die Italiener haben. Wie die jetzt bei ihrer Pilzsuche erfolgreich waren. Mit was in den Körben sie zurück in die "Heimat" fanden. Praktisch haben die Italiener überhaupt nicht mehr viele bestimmte Pilze gesucht, sondern sich einfach jeden Pilz genommen, den sie irgendwo stehen gesehen haben. Hauptsache, der Pilz lag am Ende im Korb drinnen, und man konnt sagen: Man hat irre viele Pilze gefunden. Ein prallst gefülltes Körbchen, das die Italiener jedem unter die Nase halten. Nebenher kennen die italienischen Freunde die meisten der aufgesammelten Pilze selber gar nicht so recht. Obwohl sie bei ihnen Heimaterde entsprangen. Trotz aller doch vorhandenen Kenntnis, man hat sie voll drinnen in der Pilzesammlung. Das im überquellenden Eimer, das hat ein Gewicht. Als müßte eine Firma für Sondermüllentsorgung kommen.

Jedenfalls haben auch in Italien Pilzkundige vorher von dem Gift bestimmter Pilze gesprochen. Drauf hingewiesen, welcher Pilz insbesondere giftig sein könnte, welcher nicht. Nichtsdestotrotz, man hat sich alles am Boden Befindliche sorglos genommen, sich ins Körbchen, den Eimer gelegt. Bei der Begeisterung, die angesichts prächtigster Pilze herrscht, deren Giftigkeit heftigst bestritten wird, möcht's man fast mit der Angst kriegen, sagt man gegen den einen oder andern Pilz irgendwas. Oder die Teilnahme an einem gemeinschaftlichen Pilzessen lieber ab

Es gibt sogar bereits den einen oder anderen Taumel, wegen so eines voreiligen Verzehrs. Überall regional mitzukriegen. Solange allerdings anscheinend noch keiner direkt stirbt, glaubt man, das wäre erst mal nur ein bißchen Rausch.

Dabei redet man, wenn man nach Pilzverzehr berauscht ist, nicht auch von einer Giftwirkung?

He, wie Gift einem dann am Ende ankommt. wie man mit ihm über die Runden kommt, das wird jeder einzelne erst mal sehen. Auch sehen müssen. Wie jedermann mit den Giftpilzen im Essen zurechtkommt. Wobei die Giftpilze in Italien so echt wahnsinnig viele sind. Untergemengt ist jedem Italiener nun jede Menge Giftzeugs.

Bis jetzt lacht man scheinbar nur ein wenig drüber, wenn Leute sich krümmen. Oder so komisch wo rumtanzen, als hätten sie ein gewisses Bauchkrummeln gekriegt.

Ein paar der Pilze, die waren denn zu prachtvoll. Bei einigen hatte man auch früher schon Wirkung. Die war jedoch eine, zum Vergessen. Bei einem schweren Gedächtnisverlust, das Gestern anbetreffend. Und die dran Verstobenen sind tot.

Das mußte man einfach abstreiten, daß der und der der Pilze, so wie sie aussahen, giftig sein sollte. Den Pilzkenner, zu dem hin, daß abgewunken wurde. Das Pilzragout wird sicher ausgezeichnet munden, sprach man statt dessen ins Rund. Vor allem ans Essen denkend. Was sollt man sich von irgendeiner Zukunft was daherschwatzen lassen? Lange wo nachschauen? Der Korb, der war übervoll, und das Wort, ein Giftpilz vergiftet alle anderen Pilzen, daran muß wirklich keiner glauben.

Selber hat man's mal leicht bei der Suche gehabt. Alles, das in der Heimat wuchs. Alles Heimatpilze. Da hat man die Ruhe zu bewahren, dem zuzusehen, wie die Welt dann nach dem Essensgenuß werden wird. Wie jeder selber was verträgt, da drauf kommt's doch an. Wichtig ist bei jedem Pilzragout vor allem, wie's im eigenen Magen sein wird. Erst mal sollt gegessen werden, danach schauen wir mal.

 

 

 

 

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