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Blog von TeddeMehr

Die, die ihre vorvorvorgestrige Ware des Hinterletzten als "neu", "alternativ" auszeichnen

4. März 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Das ist wirklich eine Wortwolke, mit der man groß geht.

"Alternativ", "neu" für was von rechts draußen, die politische Rechtsrausdrehung.

Das Wort "Alternativ" steht oben am Etikett der Flasche. Ebenso wie es sich auch als "neu", "modern" nennt.

"Neu". "Alternativ".

"Neu" & "Alternativ?

Neu und Alternativ - bei dem, was da der Flascheninhalt ist? Das ewiggestrige Hinterletzte als eine "Alternative", eine Neuigkeit. Geradezu das, das sich bei klarem Bewußtsein keiner erwählen sollte, als was "Neues", "Alternatives" mit einem Schildchen ausgezeichnet.

Auch dem zum Trotz, daß es diese "Alternative" bereits mal in der europäischen Regionalität "Deutschland" gegeben hat. Staatstragend werden durfte DAS auf einer Fläche, die "Reich" benannt wurde.

Ungeheuerlicherweise regierte es JAHRE.

Um auch ganz groß, toll zu wirken. Am Schluß nichts als Trümmer und Not zu hinterlassen, ein "Reich", in verschiedene Regionalgebiete aufgebröselt. Als diese Herrschaft zerstieb, konnte von einem "Reich" keine Rede mehr sein. Bei was anderem noch dazu, mit dem man sich in einer Trümmerwüste zu entdecken hatte. So bei der und der charakterlichen Frage, mit der man persönlich auch noch konfrontiert werden konnte.

Beispielsweise der: Hat man dem autokratischen System etwa mehr als nötig ausgeholfen? Nicht nur zugesehen, bemerkt, wenn Leute willkürlich aus ihren Häusern herausgeholt wurden? Hat man erst dafür gesorgt, daß die Häscher kommen konnten? Was wußte man von einem Ort, in dem man nach  ein bißchen Wohnungssuche oder so einziehen durfte? Wie ging das zu, daß man dem "Blockwart" das und das zu erzählen hatte? Etwas, was der "Blockwart" dann haarklein weitererzählte. Woraufhin Behörde eintraf. Im Dritten Reich so gräßliche Gestapo, SS-Leute. Durchaus als Regimehelferlein verbeamtete Typen. Über polizeiliche Ausweise und Vollmachten verfügend. Figuren, die rumfragten. Aus Verstecken herausholten. Bei ihnen, daß Verhaftungen erfolgten, mitgenommen wurde. Mit der Möglichkeit, daß der Verhaftete nicht wieder in Häuser, Wohnungen zurückkehren konnten. Daß die Möglichkeit war, daß man selber drinnen Einzug halten durfte ...

Was wußte man von den Geschehnissen in den Konzentrationslagern? Wirklich nur das, was die verharmlosende Staatspropaganda einem weis machen wollte?

Das war also das Problem des Reichsbürgers nach Kriegsende: sein Einsatz für das Willkürregime, in dem er überdies hochstselbst noch sein niederdrückendes Joch hatte. Unterjocht war er.

Konnte einer, eine dieses Joch als Bedrückung empfinden?

Entnazifizierungprogramme hatten die Alliierten parat. Die Alliierten, die bis in fünfziger Jahre hinein, überall gefragt werden mußten.

Wollte man ein übliches Handelsgeschäft eröffnen, als Schauspieler auf eine Bühne hinaufsteigen, irgendso was Interessantes, anderes als Kartoffelklauben unternehmen, dann hatte man sich zu erklären. Einfach was machen, mit was vozukommen, das haute nicht so unbedingt immer hin, jedem, bei den Alliierten. Ihre Geländewägen waren schnellfahrend; ihre Entschlossenheit mußte nichts zu wünschen übrig lassen.

Nicht jedem, der was in Begehr hatte, wurde was gestattet. Manche, denen Dinge im Dritten Reich auch im nachhinein nachgewiesen werden konnten, die erlebten Festnahme, Inhaftierung. Oder verloren was die Möglichkeit, das mit ihren tollen Geschäftsideen umzusetzen. Blieben erst mal nichts als der gemeine Jedermann, Allerweltsbürger. Alles kam eben ganz darauf an, bei den Alliierten, wer man im Dritten Reich nebenher noch war. Ob man sich wo beteiligt hatte oder nicht. Ob man nicht zu was "Nein" hätte sagen können, bei dem man dann beispielsweise als Soldat mittendrinnen dabei war. Mußte man immer und überall wirklich Beteiligung haben? Nach dem guckten die Alliierten.

Ließ man sich öfters, gehäuft bei was entdecken. Daß man auf verschiedenen Listen erwähnt wurde. Da und dort, das Erschießungskommando und so. Freiweg eine Teilnahme an dem und dem. Und zwar gehäuft. In einer Häufung, daß was nicht immer mit einem "Befehl" zusammenhängen mußte. Sondern mit freiwilliger Meldung. Dann ...

Dieses Problem hatte man dauernd nach dem Kriegsende '45. Daß man mal abgefragt werden konnte. Oder noch mal wo zu erscheinen hatte, wo man vielleicht schon mal war. Weil es bei einem Neuigkeiten gab. Erwähnungen wo. Einzelheiten, die man nun genauer zu erläutern hatte. Auseinanderzusetzen.

"Bitte, unter diesen Voraussetzungen, können Sie das nicht weitermachen. Dorthin zurückzukehren, das können Sie vergessen. Man wird Sie sicher ersetzen können. Dort werden Sie jedenfalls nicht mehr erscheinen. Das fällt für Sie flach. Verstehen wir uns? Wir werden sicherlich nachsehen kommen. Uns erkundigen. Mit ihnen sollte dort nicht weitergemacht werden. Wir setzen uns mit denen in Verbindung."

Der eine Charakter. Die Gewissensfrage. Als alles der Bevölkerung vedeutlicht, ihr gegenüber ausgesprochen worden war, was die Nationalsozialisten in ihren Konzentrationslager trieben.

Wie sie sich dort verhielten. Bei "Zykon B" und Verbrennungsöfen. Nachdem die Dampfzüge mit übervollen Viehwägen abfuhren.

Da konnte bei Gelegenheit jeder gefragt werden, wo er da war, zu der und der Zeit. Was wußte man genauer, was nicht? Und wenn man dann nicht DAS erzählte, und man doch wo zum Vorschein kam, weil eine Namensnennung wo ... Diese nicht mehr zu übersehen war.

"He, hören Sie, das sind Sie doch gewesen. Echt wahr, Sie wollen uns selbst jetzt für dumm verkaufen? Glaubt man's."

 

 

 

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