Eine Kleinigkeit mit "Gulag" gewünscht
Da meint einer, ich bringe ihn zum Lachen. Drunter zeigt er ein Stalin-Bild vor. Mit einem deutendem Zeigefinger dieses Mannes namens Stalin. Weiter darunter: In ein Gulag solle man doch gehen.
Sicherlich ich, an den der bei mir Kommentierende in dem Sinne denkt.
Ein "Gulag"-Wunsch. Gulag, jene sowjet-russische KZ-Entsprechung. Mancherlei Gulag ein Arbeitslager, eins, in dem man sich als Unglücklicher zu Tode schuften konnte.
"Konzentrationslager", "Gulag" - die Fläche, wo sich der Faschismus und der Kommunismus schraffieren.
Auch Stalin war nicht wenig fähig, daß in seinem Land was mit dem Thema "Rassismus" passierte. Stalin war ein Umsiedler von Bevölkerung. Und für Systemkritiker, kritische Geister waren Orte wie die "Gulags" ohnehin gebongt.
"Gulags" und das, ein russisches Problem. Während das hier in der deutschen Europaregion das der Nazis ist. Exklusiv das Deutsche, das mit den Nazis. Als die, deren deutsche Sprache jeder auch heute noch verstehen kann, wenn er beispielsweise Filme von damals sieht. Sicher auch so Propagandafilme, die welche Personen sinnentleert wegen Bildperspektiven und Kamerafahrtechniken als was Künstlerisches betrachten. Die Machwerke jener zwielichtigen Regisseurin Riefenstahl, die bei den Nazi-Fratzen blieb, statt irgendwohin abzuwandern. Die Filme jener Frauensperson demnach mit einem Personenkreis auf den Szenenbildern, die zu sehen jeder eigentlich die Krise kriegen müßte.
Würd auch mal sagen: ich brauch keinen dieser Herren von damals. Auch keine der Entsprechungen dergleichen Typen im Heute, deren Gesichter noch nicht so unters Volk gekommen sind. Momentan zumindest.
Obwohl alle dort ein neues Spielzeug haben, eins, mit dem sie mitten zwischen das Wahlvolk kommen konnten. Nach zig Versuchen einer Parteineugründung seit den fünfziger Jahren.
Denke dabei, weil hier das Teil mit Sowjet-Russen begonnen hat, auch von denen hätte ich mich nicht gerne regieren lassen. Dort, ihre Herkunft, wo der Kommunismus und der Faschismus sich ziemlich eng aneinanderschmiegen. Bussi, bussi bei allem. Bei der Volksunterdrückung. Dem ganzen soldatischen, uniformen Getue. Das da einem geradezu rasch überhandnehmen kann. Sobald man das nur kurz betrachtet.
Auch im Kommunismus weit und breit nichts als tauber Nationalismus, Gleichschaltung, Unterdrückung. Bei jeder Menge Militarismus. Das gesamte faschistische Unwesen ebenfalls auf die Abbildung mit der Überschrift "Kommunismus" draufprojeziert.
Den Aufenthalt in einem "Gulag", wenn man in Rußland verhaftet wurde, ohne direkt ein plump-ordinäres Verbrechen begangen zu haben, sondern eher lediglich seine Meinung freier kundgetan zu haben, diese Gulag-Tage, wünscht man sie jemand andern. Schon klar, diese Zeit im Gulag, die hat auch nicht jeder überlebt. Bei dem, daß man sich während der entbehrungsreichen Zeit in einem Gulag erst mal totschuften konnte, wie bei "Arbeit macht frei" und so.
Die "Gulags", die von denen mit der poliitischen Rechtsdrehung gerne genommen werden, die Konzentrationslager mit ihnen gleichzusetzen. Davon zu sprechen, daß doch auch die Sowjet-Russen in ihren "Gulags" kaum was anderes anstellten, als so die Nazis in ihren KZ.
Ohne daß sie einem das mitteilen, daß doch für jeden deutschen Europäer die Konzentrationslager das Problem sind. Die des nationalsozialistischen Reichsbügers.
Mit Sammellager wie Dachau fing das mit Konzentrationslagern nach dem Untergang der Weimarer Republik an. Für den politischen Gegner. Erst mal die Sozialdemokraten, die linksgerichteten kommunistischen Widersacher, die von daheim abgeholt wurden, gefangengesetzt. Ehe dann das in diesen KZ begann, daß deutsche Bevölkerungsminderheiten, viel mit Vorurteilen bedacht, nach ihnen hin verbracht wurden. Juden, Sinti und Roma und so. Dann die, die man "unwertes Leben" nannte, die man als Kostenfaktor sah. Oder diejenigen mit der gleichgeschlechtlichen Liebe. Auch Kriegsgefangene brachte man in den KZ viele um. Ermordete, aus denen man selbst noch ein Geschäft machte. Güter, Waren, die aus den KZ ins Reich geliefert wurden. SS-organisiert. Seifen aus menschlichem Talg, Haarbürsten, echtes Frauenhaar ... Irgendwo mußte ja wieder was herkommen, für die darbende reichsdeutsche Bevölkerung, daß sich die Kramer-Läden mit Kaufware füllten.
Wenn das nicht was des Problems ist, das ein deutschregionaler Europäer mit dem Gestern hat. Während das, was so Russischstämmige in ihren "Gulags" anstellten, das der Russen war und ist.
Damit müßte sich dann ein Russe beschäftigen, mit den Geschehnissen in den "Gulags", in denen es alles mögliche gab. Was es da bei einem als Russe so schöne Dinge am Geschichtshorizont gibt, während das der KZ das desjenigen mit europäisch-deutscher Abstammung ist, weil das seine Vorväter und -mütter waren.
Wobei es dem einen politischen Rechtrausdreher doch lediglich um die Ablenkung von sich selber geht. Deshalb, daß er nach woandershin rumdeutet. Sein oder ihr einziges Motiv: nicht länger genauer angesehen zu werden. Deshalb, daß er gerne was von sich mit dem anderer aufgerechnet hätte, daß was leichter, einfacher würde. Um das aus altvorderer dumpfnationaler Tristesse erträglicher für einen am europäisch-deutschen Gegenwartsmeinungshimmel scheinen zu lassen.
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