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Blog von TeddeMehr

Neue, alternative Benennungen für sich, nicht so das Alte

30. März 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

In Polen, Ungarn, mancherorts arbeiten so gewisse Politiker an Gesellschaftsformen, die mit demokratischer Ordnung und Demokratiewerten weniger was zu schaffen haben.

Gleichzeitig jedoch hört man weiter kaum was, daß etwa die in der Europaregion Polen Europa verlassen wollen. Wie etwa die Briten, die das mit dem "Brexit" für einen einzelnen heimischen Milliardär voranschaffen. Daß der nicht böse guckt, gibt's den "Brexit" und immer weiter den "Brexit". Für was auch immer der sonst noch vorankommt. Die "Royals" zu beschäftigen? Ihnen "Arbeit" auf einem schaukligen Schiff auf Dauerreise zu geben?

Jedenfalls, laut werden so östlich manche Staatenführer, die für sich den Despotismus im Sinn trügen, nebenher dahingehend das Staatswesen umbauen, erst mal nicht damit, die EU und damit Gesamteuropa größer verlassen zu wollen.

Nur - warum denn nicht? Polen mit seinen momentanen Vorherrschern wieder exklusiv. Für sich alleine. Als eine Exklusivnation. Wie die Ungarn. Genauso die Ungarn mit dem einen der IHREN. Der gleichfalls eher bald einem vorgestrigen rechtsgerichteten Despoten in Gegenwartstagen nahekommt.

Der so weit die Medien und alles lange so gleichgeschaltet hat, daß ihm jede Wiederwahl sicher scheint. Richtig die türkische Art.

Warum gehen die nicht ganz deutlich weg aus Europa? Für ihre ausschließliche "Nationalstaatlichkeit".

Möglicherweise, weil sie jemand andern fürchten, wären sie denn verlassener ...Jemand ist das, der bereits mal in den Gebieten präsent war. Nach dem zweiten Weltkrieg die Regionalflächen kontrollierte, die heute Polen, Ungarn sind. Früher dabei mit einigen mehr den Ostblock bildeten. Mit Staatenführern, eher sowjet-russischen Statthaltern, Leuten nach dem Gusto der Sowjet-Union.

Deshalb halten sich die zurück, die die Mächtigen derzeit ungefähr in Polen, Ungarn sind. Zügeln sich. Weil sie die Sorge haben, daß, sobald ihnen Gesamteuropa fehlt, der Russe in ihr Territorium zurückgekehrt wäre, auch das mit ihrer eigenen besonderen Ein-Parteien-Regentschaft vorüber wäre. Für andere Beherrscher, von den russischen Rückkehrern eingesetzt.

Dann würden Kräfte, die in Polen, Ungarn, den alten Ostblockstaaten und so weiter regieren, wie ehedem von Rußland an der Macht gehalten. Strohmänner. Moskau-gestützt.

Das scheint ein Grund, daß mancher Konflikt mit der EU derzeit nicht so überschwenglich eskaliert. Die Furcht, daß die Russen ... Das der Grund, daß da mancher der östlichen Regionen Europas lieber weiter bei all den anderen Europäern herumsitzt. Bei ihnen mitmacht. Teil des Klubs. Obwohl die eigene Politik eigentlich längst eine andere ist, jenseits europäischer Demokratiewerte geraten. Eine, eigentlich wieder für den exklusiven Einzelstaat. Nur noch vordergründig Demokratie benannt. Zum Schein.

Bloß, so vereinzelt, für sich, ohne größere europäische Anbindung ...

Nebenher: Mit dem Wort "Faschismus" möchte man sich selbst gegenüber der eigenen Bevölkerungen nicht mehr als notwendig in Zusammenhang bringen lassen. "Faschisten", das sind immer die anderen. Die Faschisten, die man als Nationalsozialisten vor vielen, vielen Jahrzehnten mal im Land hatte. Die haben Spuren in den Volksseelen hinterlassen. Obwohl dem Faschismus quasi angenähert, dessen Denk- und Verhaltensweisen, möchte man selber nicht größer mit so was wie dem Faschismus in Verbindung gebracht werden. Zu stark ist das Bevölkerungsbewußtsein, dieses Wissen, was der Faschismus durch die Reichsdeutschen mal war.

Der Faschist, der will in Gegenwartszeiten heutzutage alles mögliche sein, aber kein "Faschist". Wo man auch hinsieht, überall streiten sie den Faschismus geradezu empört ab. Weisen es als demokratisch Gewählte von sich, als hätte nicht gestern bereits alles ebenfalls oft mit einer demokratischen Wahl begonnen.

Die Tausendsten Umschreibungen nimmt der Gegenwartsfaschist sich lieber. Nur, sich einen "Faschisten" nennen zu lassen, das hat kein Faschist gerne. Höchstens hinter vorgehaltener Hand, daß man das mit dem Faschisten zugibt. Daß man doch befreundeter auf den altvorderen Faschismus eines "Duce" zu sprechen kommt. Oder nochgerade den des reichsdeutschen "Führers". Der zuletzt seine gesamte voluminöse Packung an Vorurteilen in Staatspolitik umwandelte. Vom Bürosessel aus ließ er jede festgefressene Vorurteilsverhaftung wahr werden. Aus dem Büro heraus dirigierte der Nazi-Staatsbeamte den Massenmord in den Konzentrationslagern. Organisierte das und das, bis hin zur Verbrennung der Leichen der Ermordeten.

Viel zu zuviel was jedem Kind das mit dem Wort "Faschismus" bis heute sofort sagt. Daß sie jede Menge neue Worte für sich brauchen, ihr altvorderes Wesen als was Neues zu umschreiben. So, als hätte es so welche wie sie mit ihren Gegenwartsthemen noch nie gegeben. Etwa als der "Duce" in Italien die Regierung genommen hatte. Oder der eine, der im nationalsozialistischen Willkürstaat bei der Gleichschaltung aller staatlichen Institutionen ...

Schwer tut man sich in Gegenwartszeiten auch damit, das Staatssystem der russischen Republik zu beschreiben. Mit "Kommunismus" hat es nichts mehr am Hut. Dort, in Rußland, hat es nun, Jahr '18 nach dem Millenium, wieder eine große schein-demokratische Wahl gegeben. Eine, deren Sieger ohne vernünftige Opposition lange im vorhinein feststand. Die Prozentzahlen, die lagen zwar nicht bei neunzig oder nahe den einhundert Prozent. Wie zu Sowjet-Zeiten. Nur, siebenundsiebig Prozent oder so, das ist auch eine hübsche, stattliche Zahl. Wer weiß, ob jemand normal, wäre das mal ein aufgeklärteres Volk in Rußland, noch irgendwo "siebenundsiebzig" Prozent hätte. Oder ob er nicht froh wäre, bei dreißig Prozent zu liegen und einen Koalitionspartner zu brauchen, um an die Regierung zu gelangen. Zu einer Regierungsbildung fähig zu sein.

 

 

 

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