"Diese Mauer wird gebaut"
"Tear down this wall" - war mal so ein Satz: "Laßt uns die Mauer niederreißen" ...
Anscheinend haben sich so die Zeiten ziemlich geändert. Statt Mauern einzureißen - möcht man möglichst hohe Mauern errichten. Erst mal in den Nordamerika-Staaten.
Geradezu wie eine Sache von unten nach oben gekehrt, was plötzlich verkehrtherum.
Bei so den Nordamerikanern noch dazu ...
Diese Gegenwartstage: ein nordamerikanischer Jahr '17-Präsident, ausgerechnet dort so einer, der weltweit mancherlei politischen Rechtsrausdreher-Leuten mit hellstem Fackelschein was den Weg ausleuchtet. Indem er ihnen vorausgeht, ihnen einen gewissen geistigen Unterbau bietet. Bis hin zu den Fragen des Klimawandels, "nationale" Grenzziehung, dieses Pipapo samt Polizeistaat-Anliegen.
Wie zu erfahren war, droht der eine Mann seiner nordamerikanischen Bevölkerung regelrecht was an, einheimischen Wirtschaftsleuten, der Beamtenschar. Ist man nicht willfährig, setzt man ihm und seinen Absichten weiter Widerstände entgegen, daß sich manches im Land vielleicht nicht so entwickelt. Beispielsweise, möchte man das weiterhin nicht gestatten, erlauben, nicht vermehrt Geld dafür ausgeben, für was wie eine hohe Mauer. Eine Grenzmauer. Kein Kostenersparnisdenken soll mehr an den Tag gelegt werden, für ein möglichst hohes Mauerwerk oder so zu an Grenzen. Daß man diese nicht anständig errichten kann.
Eine ziemlich kostenintensive Mauer zu einem Nachbarland. Überhaupt zu Nachbarn. Am besten vielleicht noch zur gesamten Welt, vor der man sich abschotten müßte. Schotten dicht.
Gibt's jetzt nicht bald die Mauer, daß die nicht wie gefordert hochgezogen, wie von ihm im Wahlkampf versprochen, hingebaut wird, etwa zur Grenze zu Mexiko, dann will er, der US-Präsident seit dem Jahr '17, gibt man die entsprechenden Geldmittel nicht wie gewünscht frei, bei manchem Notwendigkeiten im Nordamerikaner-Staat ein bißchen auf die Bremse steigen. Selbst die wirtschaftliche Entwicklung für die USA könnt er mal ingesamt ein klein wenig einbremsen.
Man stelle sich das nur vor: ein US-Präsident. So einer, als Mauererbauer. Wann hat es das in der Vergangenheit gegeben? Der Vorteil gesehen: hinter einer möglichst hohen Mauer zu sein. Wann waren so Tage des Protektionismus, des Abschottungswesen zuletzt groß?
Die fünfziger Jahre? Die fünfziger Jahre, auch Jahre einer strikteren Rassen-Trennung. Die eine Hautfarbe dort, die zweite da, wie die dritte.
Eine übel hohe Mauer wünscht der eine.
Eine, wie sie mal die DDR plötzlich früh die sechziger Jahre hatte? Die sogenannte "Berliner Mauer"?
Möglichst in die Höhe gezogen war diese Mauer. Schwer bewacht. Nah auf nah standen die Grenztürme, aus denen aus Maschinengewehrnestern in der Gegend rum herabgeschossen werden konnte. Viel Wachleute, andauernd Ferngläser vor den Augen, mit vorgehängter Maschinenpistole umgehend. Bei haufenweise verlegtem Stacheldraht darüberhinaus, installierten Selbstschußanlagen, Tretminen, die auch mal wo verbuddelt wurden, daß man selber wissen mußte, wo die waren, damit man nicht mal bei einer Patrouille zufällig drauftrat.
Die DDR-Oberen wollten nicht länger, daß wer einfach so von draußen einfach so in die DDR hineinkäme. Aber vor allem wollten die Partei-Bonzen nicht, daß immer noch mehr Leute die DDR verließen. Aus ihr ausreisten. Weil die DDR-Lebensverhältnisse so und so waren. Die "Berliner Mauer", eher ziemlich für den einzigen Zweck errichtet, daß die DDR-Bürger da nicht mehr so vielköpfig weg- und rauskonnten. Fort aus der DDR. Unerlaubt schon gar nicht.
Die DDR-Mauer ist seit Jahrzehnten nun passé. Gefallen. Ewig her, daß diese Mauer war. Und nun meint tatsächlich so ein Jahr '17-US-Präsident, so eine Art DDR-artiges Grenzziehungsding, das wäre was für ihn und seine drögen, belämmerten Landsleute. Für die US-Amerikaner, deren Erster er ist.
So was wie die Chinesische Mauer, die vor den Mongolen und anderem Reitervolk schützen sollte. Ohne daß diese echten Schutz bot, nachdem da Chinesen Tore der Mauer selber aufsperrten. Daß von draußen mir nichts, dir nichts reingeritten werden konnte.
In der Vergangenheit, wenn man das mal nachliest, wollten die Nordamerikapräsidenten viel, aber nie so was wie eine Mauer bauen. Meistens sprachen sie, daß die eine DDR-Mauer fallen sollte. Und jetzt haben sie einen auf dem Präsidentenstuhl im "oval office", der ... Eine obskure Type, dem die Berliner Mauer anscheinend gefallen hat.
Heutzutage ist mit so was wie dem Jahr '17-US-Präsidenten viel schon was manches anders geworden. Nicht nur so für die US-Staaten. Mit dem auch weltweit. Die politischen Rechtsrausdreher, die gehen überall mit sich groß. Fühlen sich geleitet von dem Lichtschein des EINEN aus Nordamerika.
Die Maurer, die sich der Mann wünscht. Daß die endlich anrücken, eine möglichst dicke, hohe Mauer zu errichten, ohne irgendeinen Gedanken dran verschwenden zu müssen, was da alles kostet. Schließlich soll die hohe Grenzmauer zig Tausende von amerikanischen Meilen weit reichen.
Geschieht das nicht, alles für seine "America first"-Politik, dann .... Dann sollen die Nordamerikaner mal scharf aufpassen. Wie man bei ihnen Politik machen kann ...Obwohl, was kann für so die Nordamerikawelt lange schlimmer sein, als die Politikabsicht dieses einen Mannes, der den Präsidentenstuhl nehmen konnte? Mit einem Regionalgeist. Der bloß deswegen größer ist als der anderer, weil er der ist, der in den USA regiert.
Kein Mauereinreißer, ein großer Mauererbauer! Für die vor der Mauer, dorthin wird von vielen oberflächlich geblickt. Aber, wenn die Mauer erst so richtig ist, nicht desgleichen auch eine Mauer für die, für die hinter der Mauer? Die, die praktisch von der irre hohen Mauer umschlossen sind. Entdecken sie sich erst mal dahinter, betrachten dann aus dieser Perspektive die Mauer ...
Schließlich versperrt eine Mauer klarerweise ein wenig so was den Weg hinein. Aber, so eine Mauer, wenn man von plötzlich bei ihr dahinter raus gelangen möchte.
Da könnte sie beizeiten für den drinnen genauso hoch sein wie für den außerhalb. Fast so wie die DDR-Mauer Anno dazumal. Wie es der Gedanke ja auch war, der hinter der Errichtung der DDR-Mauer steckte: Raus sollten die Wenigsten mehr können. DAS vor allem.
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