So Ende der Achtziger, in den Neunzigern, bei halber Lichtgeschwindigkeit
Das mit den Löchern in der Sonne ...
Gut, das mit dem einen Asteroiden in Verbindung zu bringen, nicht?
Frage: Nur weil man auf Erden nur immer von was redet, diskutiert, muß es woanders doch deswegen nicht ein Ding der Unmöglichkeit sein. Oder? Was bei halber Lichtgeschwindigkeit.
Bei halber Lichtgeschwindigkeit wäre ein Flugkörper in so ungefähr zwölf, fünfzehn Lichtjahren Entfernung so Ende der achtziger, Anfang der neunziger Jahre im letzten Jahrhundert aufgebrochen. Zu einer Expedition.
Bei halber Lichtgeschwindigkeit, ob man da schon so wirklich umfänglich die Probleme mit der Zeit-Verzerrung hat, wie Einstein sie in der Relativ-Theorie theoretisch darstellte? Oder wäre da nicht eher jemand, der aus der Region im Zwölf-/Fünfzehn-Lichtjahre-Umkreis herkommt, nicht ziemlich im Normalzeitfenster unterwegs?
Drei mögliche Orte, die im zwölf bis fünfzehn Lichtjahreradius denkbar wären, wo so ein Flugding herstammen könnte. Wenn was aussieht wie was Präpariertes, eine Fischform. Mit seltsamen Aufbauten oben auf der Oberfläche, die man wohl mal plastisch in einer Drei-D-Darstellung fixieren sollte. Wie vielleicht auch die umfinsterten Höhlungen mit Restlicht aufhellen. Ganz davon abgesehen, daß man kein Nachtsichtgerät braucht, da am unheimlichen Asteroiden "Oumuamua" so Symbole zu blicken. Das haut jedem, hat er das erst mal ins Bewußtsein gekriegt, sogar immer mit bloßem Auge hin. Am Bild, das man einem als "künstlerische Darstellung" abtun würde. Ohne Genaures mitzuteilen, was dran eigentlich gekünstelt oder gemacht worden wäre, außer daß vielleicht für eine bessere Bildqualität gesorgt wurde. Daß dem Betrachter eine Art Schrift in Sicht geraten kann, durchaus nicht außerhalb des menschlichen Bewußtseins, Zeichen, Hieroglyphen, solches man wahrzunehmen. Bis zu einem seltsam vertrauten Effekt, daß man mal urplötzlich was rumlesen möchte. Ohne es direkt zu können. Bei der Fremdheit der Schriftsymbolik, der Unbekanntheit der Sprache, von der man nicht das geringste was weiß.
Schrift kann ja vieles sein, auch Zahlen und so was, eine Seriennummer. Oder was Hoheitszeichen mit Zahleneinheit dahinter.
Ein wirklich komischer Beruf, der des Sternenguckers. Einer, bei dem man ständig so Brocken sich anschaut, die sich mal heller, dunkler beguckt, schärfer, unschärfer. Alles dabei irgendwie immer dasselbe. Gähn. Seufz. Langeweile. Wenigstens kriegt man Geld dafür.
Und doch herrscht da, weil man in die Untiefen des Weltalls hineinblickt, auch ein gewisser Horror vor. Bei dem, was es alles in den Untiefen des Weltalls geben könnte. Das Unheimlichste des Unheimlichen. Das ungeheuerlich Unwahrscheinlichste jeder Wahrscheinlichkeitsrechnung. Was man sich sowieso immer in mehr oder weniger grusligen Geschichten vorstellt. Von denen was im Dutzend billiger lesen oder sich vorm Monitor, Fernsehgerät bei immer besserer tricktechnischer Qualität angucken kann.
Grusel. Schauer. Gänsehaut - urplötzlich, daß man mit dem hinteren Schließmuskel Sorgen hat. Nachdem man zuvor noch matt, dröge rumgegähnt hat. Was war denn letztens bei "Dr. Who" los? Grausam, wie da was ausgeschaut hat, igitt, igitt. Möcht man sich am liebsten nicht in Echt vorstellen.
Und da ist jetzt dieser Asteroid, dieser "zusammengebackene" Brocken. Im Innern soll er nichts als Eis haben.
Nahe der Sonne war er, daß er frisch ein weiteresmal zusammengebacken wurde.
Dort war das Asteroiden-Ding, beste Sonnennähe, und jetzt sieht man laufende Bilder: dunkle "Löcher" in der Sonne ... Der Kommentator, die lesbaren Schriftzeichen sind am Vermitteln, daß dieses Sonnenphänomen auch für den Erdbewohner was zu bedeuten hätte, Folgen für was Irdisches könnte da was haben. Bei dem, was man sich ansieht, von dem einem nicht das bißchen was gesagt wird, was für eine "künstlerische Darstellung" das eigentlich ist. Wo man doch alles Geschehen auf der Sonne scheinbar so überdeutlich sieht.
Darüberhinaus ein Problem: Allem steht man so hilflos gegenüber. Den Löchern in der Sonne, sind sie echt, genauso wie man allem am Asteroiden "Oumuamua" im Grunde so überhaupt nicht hinterher kann. Gleichgültig, was mit ihm ist. Bei ihm los wäre. Nochgerade bei der Frage, was es da an Antriebsart geben könnte. Ist von ihr denn was mitzukriegen?
Dunst gibt es am Asteroiden. Seitlich ist scheint's irgendwas am Austreten. Als würde sich hier was von untendrunter Bahn brechen, müßte Überdruck abgelassen werden. Daß man was dunstig rumwabern sieht. Weißlich, nebelhaft.
Bei dem komischen Verhalten, das der Asteroid an den Tag legt. Das Flugding hat, darüber unterhalten sich Wissenschaftler, jede Menge spontane Achsendrehung. Ein Torkeln, Taumeln, "Bocken" im Weltraum, als spiele was Kraft ihm mit. Bei jede Menge luftleerer Raum, Schwerelosigkeit eine schlimme Verwirbelung? Bei "Ufos" im Film schon oft in einem Vorspann und des weiteren zu sehen, das Drehmoment, das für einen aussagen soll, daß im Innern des Ufos für Gravitation gesorgt wird.
Eins, zwei oder drei. Käme was aus dem Weltraum daher, was Außerirdisches, viel Auswahlmöglichkeit hat man nicht, nicht sagen zu können, wo es herstammen könnte. Bei lediglich drei Objekten mit Art Normalsonnen im Lichtjahreumkreis von zwölf bis fünfzehn. Zwölf bis fünfzehn Lichtjahre. Das wären dann bei halber Lichtgeschwindigkeit so höchstens dreißig, vierzig Jahre Reise. Dreißig, vierzig Jahre, irre lang, für einen Menschen. Dreißig, vierzig Jahre der Hinreise. Dreißig, vierzig Jahre zurück. Über so was freut sich kein lebender Mensch. Der Mensch bräucht's durchaus ein wenig schneller. Selbst wenn er mal halbe Lichtgeschwindigkeit hätte.
Darüber unterhält sich Wissenschaftlerwelt, wie man mit einem Fluggerät schneller und schneller werden könnten. Die Rede ist von einer Art Gravitationsschleuder. Nähert sich ein Raumschiff etwa dem Mars, könnte es sich von dessen Gravitation wegschleudern lassen. Das nächstemal beim Saturn. Mit jedemmal "Abprallen", weil man bereits mit beschleunigter Geschwindigkeit hinkommt, könnte das Raumschiff damit wieder nochmals schneller werden. Beim nächstenmal noch ein weiteresmal geschwinder im Tempo. Und so weiter. Und bei halber Lichtgeschwindigkeit, ist man dahin erst hoch-gejazzt .... Könnt man in fünfundzwanzig, dreißig Jahren mal beispielsweise bei "Tau Ceti" sein. Nur, fünfundzwanzig, dreißig Jahre, die tun einem auch weh. Das ist eine lange Zeit. Für ein Menschenwesen.
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