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Blog von TeddeMehr

"Pluto" ist draußen

9. Juni 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Sie sind auf der Suche nach einem neuen Planeten.

Dem neunten.

Deshalb: Zielfahndung. Das Gerät muß mindestens eine Planetenentsprechung haben.

Schwer dabei zu sagen, wer oder was das Rennen macht.

Wenn man sich weltweit auf was einigen muß. Schließlich dreht's sich um nichts anderes, als daß Lehrbücher, Lexikas umgeschrieben werden müssen.

Seit dem neunzehnten Jahrhundert ist in ihnen "Pluto" aufgeführt. Überall weltweit. Bei den Chinesen, den Russen, den Amerikanern, in Europa.

"Pluto" hatte in weitestgehend jedem Buch Erwähnung. Also muß der neue Großplanet auch in jedem Wissenschaftslexikon der Zukunft aufgeführt sein.

"Pluto", bleibt noch, als eine Fußnote der Geschichte.

Wenn man sieht, wie es momentan auf der Erdenwelt so zugeht, könnt auch hier am Ende die Frage sein, ob nicht jeder irgendwo seinen eigenen Planeten haben möchte. Den, den er exklusiv für sich gesichtet hat. Erlauben die Nordamerikaner die gesichtetete Planetenkugel eines Russen? Oder die Chinesen die Sichtung eines Europäers? Oder umgekehrt?

Vielleicht auch das, das die Planetensuche langwieriger macht: die heutige Zeit. Es MUSS bestimmt der größte Planet da sein. Anders geht gar nicht.

Schlußendlich sind das Zeiten im Heute, während denen der eine dem anderen möglichst wenig gönnen möchte. Dieses eine Motto: daß die Nordamerikaner am liebsten die Entdeckung eines Nordamerikaners gelten lassen würden. Die Russen. Die Chinesen. Die Europäer. Sonst nicht viel. Deshalb muß der äußere Meteoriten-/Asteroiden-Gürtel bis ins kleineste Detail gesichtet und kartografiert sein. Daß der eine neue Planet nichts zu wünschen übrig läßt. Von wegen seiner einen, ultimativen Größe. Oder nicht?

Muß man verstehen, diese Komplikationen. Die vielleicht nicht so die Wissenschaftsleute in sich tragen. Eher so welche, die beizeiten Richtung der Wissenschaftler gucken. Wäre da bei ihnen was für sie von Interesse. Und so ein neuer Planet, der "Pluto" ersetzt, der ist das auf jeden Fall.

Immerhin: das bringt Ruhm, ein Planetenentdecker zu sein. Auch dem Landstrich, in dem der Entdecker wohnhaft, beheimatet ist. Damit kann man mit als Name in einem Lexikon genannt werden. Als Russe? Als Nordamerikaner? Als Chinese? Als Europäer? Bei der Tatsache: Eigentlich kann es nur einen geben. Oder man möchte "Pluto" zurückholen, alles beim alten belassen.

Schließlich könnte man es hier als wer aus einem Wissenschafltlerkeis, kaum borniert oder so, so Worte wie "national", Hautfarbenfragen nur nebenher vom Hörensagen kennend, es urplötzlich mit der einheimischen "nationalen" Politikerwelt zu tun bekommen. Die, die man bis dahin allerhöchstens vom Fernsehgerät her kannte; gefehlt hatten SIE einem ja des weiteren überhaupt nicht. In der eigenen, bestens vernetzten Welt.

Als derjenige, der ein Planetenentdecker ist, männlich, weiblich, fährt man allerdings urplötzlich zu diversen oberkomischen politischen Empfängen, hat "politisch" bei was Leuten irgendwas Seltsames, Abstruses abzusondern. Obwohl nicht ganz so direkt mit manchem vertraut, nicht so wie die meisten der Anwesenheit habenden Politiker. Wie gesagt: Man hat eher internationalen Umgang, spricht mehrere Sprachen. Man bespricht sich öfters direkt miteinander, Wissenschaftlerdinge. All das, was da Politikerwelt einem nahebringen will, das kennt man nicht in der Weise. So ist das alles denn in Wahrheit nicht unbedingt bei einem. Da hat man am Ende schwer zu kämpfen mit was, guckt das ein oder andere Mal seltsam aus der Wäsche. .

Sieht man ja auch im Augenblick: einer aus der europäisch "deutschen" Regionalität ist derzeit Kommandant der internationalen Raumstation. Bei ihm sind eine Amerikanerin und ein Russe. Über Monate hat man bereits miteinander gearbeitet, sich dem Drill hingegeben, auf Notfälle vorbereitet. Bestens ist man miteinander vertraut. Hat eventuell sogar eine kleine Freundschaft entwickelt und so.

Ziemlich anders, das, wie es derzeit in Politikerkreisen so zugeht. Wer oder was dort auf den Machtsesseln hockt und herrscht. International im luftleeren Weltenraum bleibt was weiterhin außen vor, da funktionieren Dinge eher wie eh und je.

Nur, paßt einem Politiker das nicht, wer diesen einen neuen Planeten entdeckt hat, der jetzt dann in den Lehrbüchern überall genannt werden soll, dann muß man das mit dem neuen Planeten vielleicht erst mal weiter sehen: ob man die Suche nicht besser fortsetzt. Das mit dem Kartografieren noch genauer nimmt: Welche Objekte von welcher Größe hat man am Schirm, daß man sie noch auf einer Asteroiden-, Meteoritenkarte erwähnen möchte? Wie klein darf was noch sein, daß es noch einer Nennung, Namensgebung wert ist?

Anbei das: "Den letzten 'Dr. Who' gesehen? War der nicht spaßig, wie mißlungen die Kreaturen da daherkamen?"

"Ach - was? Du guckst keinen 'Dr. Who' mehr? Gar nichts mehr Sci-fi? Ist dir vergangen? Echt? Und spaßig hast du die Monster auch nicht gefunden? Das mit den vielen komischen Schriftzeichen?"

"Was haben die? Dich an einen Asteroiden erinnert? Du machst dir doch wegen dem jetzt nicht immer noch in die Hosen, oder? Der Asteroid ist doch lange fort? Außerdem war das - hahaha! - der alte 'Dr. Who', eine Kamelle. Die Nullerjahre nach dem Millenium. Kann man am Trick merken, und die Schauspieler haben seitdem gewechselt."

"Nö, hab keine Angst da davor so was wie den Asteroiden da noch mal wiederzusehen. Wär das nicht spannend, hätt da ein Asteroid andere Zeichnung oben? Wüßt schon gerne, wie da so was wie Zeichnung auf eine Asteroidenfläche kommen konnte? Eine Probe fürs Labor wär nicht schlecht. Wüßten wir Sachen besser, müßten nicht dauernd raten."

 

 

 

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