Was sogar aus vorurteilsverhafteten Jahrhunderten, das in wenigen Jahren gipfelte
Schwer, Jahre abzutun. Wenn Jahre am Ende etwas waren, in denen was gipfelte.
Und das waren die Jahre zwischen dreiunddreißig und fünfundvierzig wirklich: ein Gipfel.
Schon alleine das, zu was man da Herrschaften, diese Bestimmten verharmlosend, vor dem Jahre dreiunddreißig hinmoderierte. Unfaßlich. Das durch "Hindenburg & CoKG".
Daß es selbst bei der Polizei nicht mehr deutlich war, wer da die vergangenen Jahre in der "Weimarer Republik", Zieruniformen tragend, glaubte, dem Bürger wie ein Polizist was ansagen zu dürfen. Viele Polizisten trafen in der "Weimarer Republik" die Schläge von denen, denen der SA. Selbst in Lebensgefahr befanden sich Polizisten in der Gegenwart von SA-Horden, wenn sie ihr Leben nicht verloren, wenn sie DENEN entgegenzutreten hatten.
Und am Schluß das: Alles haben die "Nationalsozialisten" dann auch wirklich bewiesen, was man vorher die Tage an Schlechtem von IHNEN redete. Was immer es gab, die "Nationalsozialisten" mit ihrem bornierten "Führer" fuhren es an die Wand. Ein "deutsches Reich". Die "Nation". Die "Heimat". Allem brachten sie krachend den Untergang. Der "National"-Staat, der wurde zerstückelt, aufgeteilt. Größeres Verrätertum als den "Nationalsozialismus" haben die Deutschen in Europa nie kennengelernt. Mit dem "Nationalsozialismus" erlebten sie einen Totalschaden. Der eine oder andere damals, der noch glücklich aus der vollends kaputten Karre herausgeschnitten werden konnte; um in dem Bild zu bleiben.
Und mit wem hatte das was zu schaffen? Mit dem, für das Wort "Horror" fast ein zu schwacher Begriff ist? Mit dem "Führer" und den SEINEN hatte das zu tun. Mit IHM und seinem gesamten Trupp. Unter dem man in einem allertristesten Willkürstaat lebte, nachdem die sich mit dem "Ermächtigungsgesetz" ermächtigen konnten. Verfassungsgemäß werden. Blutigste Willkür, die reihum geübt wurde, allerorten. Zuerst beim politischen Gegner. Und weiter: alles kleinteilig Bornierte des miserabelsten Vorurteils brachte man schlußendlich mit sich zum Ausdruck. Man redete von "unwertem Leben", lebte seine Ressentements gegen Bevölkerungsminderheiten aus, hatte was gegen eine sexuelle Ausrichtung, die nicht in ein Mann/Frau-Bild paßte. Im Schatten des einen großen Krieges, den man anriß, verursachte, daß man die irrste Vorurteilsverhaftung mörderisch auslebte, dafür die Konzentrationslager errichten ließ. Voller Häme von hinter dem Beamtenbürotisch her. Um in diesen Lagern in einem industriellen Maßstab den irrsten, sinnlosesten Massenmord zu begehen. Kühl, abstrakt, von oben herab.
Das, zu dem das "Volk der Dichter und Denker" am Ende herabkommen konnte. Zu solchen wie den faschistischen Nationalsozialisten. Deren Joch, deren Kandare. Die "Nationalsozialisten", eine Bergbesteigung, ein Gipfelsturm des Allerletzten. Das da, das man sich dort noch knapp vorstellen kann an Möglichkeiten.
All das von rechtslastigen Schreiberlingen und dergleichen während den Erste-Weltkrieg-Jahren Abgesonderte, alles dergleichen Verfertigte von dort in den zwanziger Jahren, selbst das der deutschen Geschichte im acht-, neunzehnten Jahrhundert, also die Jahrhunderte zuvor, das hatte in dem einen, dem "Führer", seine Entsprechung. Er machte das Wirtshausgeschwätz, das, wen man in der Bevölkerung immer für alles als Sündenbock gewahrte, wer was gewesen sein sollte, daß es einem zeitweise schlechter ging, wahr. Bis zum letzten Tag des zweiten Weltkriegs, daß das betrieben wurde. Selbst auf der Flucht ins Kernland zurück brachten die SS-Schergen noch Menschen um.
Zwischen Anno dreiunddreißig und fünfundvierzig, das war ein einsamer Höhepunkt. Als es mit sich am Beamtenbürostuhl herumhockte. Mit dieser Denke. Mit der man für "Zyklon B" sorgte. Industrielle Hochbegabte und -betuchte, die mit Konzernhintergrund, die in dem Sinne dazutraten, Aufträge annahmen. Mit dem Wissen, was in Hochöfen, die man anlieferte, verbrannt werden würde, was durch die gut konstruierten Verrohrungen geleitet würde, befänden sie sich erst in Gebrauch.
Und diesen Kulminationspunkt einer jahrhundertelangen Entwicklung, etwa die Betrachtung von Juden anbetreffend, den Zigeunern, der gleichgeschlechtlichen Liebe, ihn möchte man irgendwie kleinreden, abtun. All das, was die Jahre zwischen dreiunddreißig und fünfundvierzig bis zum Schluß sinnlos waren.
Tja, da beziehen sich welche im Heute einfach auf was Gestriges. Die Tage vor Adenauer, Erhard. Vor Adenauer, Erhard. Und das Gestrige, das, was da war, das ist ihnen einfach viel zu deutlich. Viel zu vielen irgendwie bewußt. Daß sie sich, als die mit derartigem Bezug, auch noch am liebsten auf den Kopf stellen würden, um nicht vor der eigenen Geschichte entdeckt und bloßgestellt zu werden.
Darum dreht's sich doch, oder? Deshalb all die geistigen "Überschläge", "Purzelbäume". Bei denen, die, die man mit seinen Wählerstimmen sich aufs neue anwählen soll, sollte. Wie was die damals, die "Weimarer Republik"-Tage, vor dem Wahlentscheidabend im Jahre dreiunddreißig. Nach dem Abend, nach dem der mit dem "Tramp"-Nachäfferbärtchen, mit dieser Breitbart-Mode aus Amerika, trotzdem noch hingeführt werden mußte, an der Hand hingeleitet zu seinem tollen Throngestühl des "Ermächtigten", Verfassungsgemäßen. Nichtsdestotrotz bis dahin weiter ein wenig ängstlich, besorgt, von wegen der Polizei. Oder der Armee. Soldaten, auf die "Weimarer Republik" denn vereidigt. Späterhin legte DER viel Wert auf solcherart Eide, die keiner je brechen dürfen sollte. Ließ die strammstehenden Uniformierten selbst noch bis zum Tod mit allem Pipapo auf sich einschwören.
Das sind die, auf die man im Heute rückblickend hinsehen kann. Sie ziemlich scharfäugig überblicken. Wie das für den deutschen Bürger, dem "Reichsbürger", alles später kam, das unter SEINER Anführerschaft.
Da sollten deshalb möglichst wenig Leute auf das von früher Bezug nehmen. Damit sie, die gerne das Gestern zurückbringen würden, einem wählbar bleiben. Nicht der Schrecken des Gestern, um den man im Grunde ausreichend was weiß, bei einem überhand nähme.
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