"Zimmer achtzehn" mit einem leuchtenden Schein
Da wünschen sich heutzutage welche "alternativ" eine "deutsche" rechte Leitkultur. Beklagen sich über eine "linkes" kulturelles "Estäblischment", das ihnen die Luft zum Atmen raube.
Die von der Rechtslastigkeit wollen Luft zum Atmen, man stelle sich vor. Man erinnere sich, die, die dem Jahr '33-tauben Reichsbürger jahrelang, zwischen '33 und '45, kaum irgendeine Luft zum Atmen gönnen wollten, wollen im Heute erfrischt durchatmen können. Eben wie ehemals bereits. Damals, als einer die Reichs-Deutschen mit seinem Irrlicht "anleitete", sie wohin "führte".
Solcherart "Führerschaft", man stelle sich vor.
In Kunst und Kultur möchten sich welche Bestimmte rechter Hand besser abgebildet sehen. Nicht verschrien. Herabgewürdigt. Oder so. Sondern, eben anders.In der Weise, daß da was für SIE vorkommen würde.
Gab's da nicht früher so im breiten Volk bestens bekannte Schauspieler, Bildhauer, Dirigenten? Die mit ihnen?
Man könnte sich doch wieder an sie erinnern. Noch mehr altvordere Filmchen zeigen, mit ihnen das Fernsehtagesprogramm auffüllen. Anders nichtsdestoweniger. So mit dem anderweitigen Blick. Der lastet. Nicht den des Nazi-Schergen. Trotzdem: Sie waren das, ehedem.
Zur damaligen Zeit, als sie noch in den Propaganda-Filmen für DIE antraten, ihre Vorteile daraus zogen. Das Ehemalige, als es in einer deutschsprechenden "Heimat" allerorten nicht nur "unwertes Leben" gab, "entartete Kunst" mit ihren Künstlern ...
Für "unwertes Leben" hatte man zwischen '33 und '39 so die Euthanasie-Programme. Bis sie kurz nach dem Jahr '39-Kriegsbeginn in dem aufgingen, was die Konzentrationslager schließlich mit dem industriellen Massenmordbetrieb waren. Mit diesen Lagern, die man in besetzte Gebiete auslagerte, benötigte man die "Euthanasie"-Programme nicht länger. Und die Künstler, deren Werke man als "entartete Kunst" betrachtete, die hatten früherdings, die Herrschaftsjahre von ihnen, umfängliches Berufsverbot. Nur im geheimen, privat konnten sie an Werken arbeiten, wenn sie das "Reich" nicht verlassen hatten. Das nicht schafften. Das, was selbst der eher bayrische Schriftsteller Graf bringen mußte. Mit seiner grobschlächtigen bayrischen Art und dieser Mundart nach Nordamerika abzureisen. Man stelle sich vor, Graf schlug sich in den Staaten durch.
In Gegenwartstagen gibt es wieder das nächste Jahr so ein Klassik-Festival wahrzunehmen. Immer nur ein einziger Künstler, dessen Musikwerke dort aufgeführt werden. Durch die Jahre gegangen. Gekommen. Alles geradzu überstanden. Die Tausendsten Häutungen damit geschafft. Bei dem, was früherdings so dort war, die Festivalräume aufsuchte. Wer diesem Musik-Festival in herausragender Position befindlich huldigte. Das, was es tatsächlich überlebte.
Darauf könnten DIE mit dem Wunsch einer deutschnationalen "Leitkultur" doch auch wieder zurückgreifen. Auf dieses Werk. Dessen Erschaffer auch mit manchem Vorurteil zu kämpfen hatte. Das sich in seinen Musikstücken dann und wann abbildete. Eine Art Geist seiner Lebensjahre. Mehr oder weniger deutlich rüberkommend. In der Momentanwelt weniger was davon erwähnt, weswegen EINER mit einem andauernden nordamerikanischen Charlie Chaplin-Nachäffer-Bärtchen bestückt, den und DAS nahm, dafür dorthin abreiste. Sich dieser einen erwählten Großfamilie und den musikalischen Stücken des einen zu widmen, wie er das im Verlaufe seiner Regentschaft fast Jahr für Jahr trieb, dort vorüberzukommen.
"Deutsche Leitkultur", die, die SIE in der Gegenwart in Begehr hätten.
Die könnten DIE meinen. Wie was Werk von einem Dichter ("Also sprach Zarathustra"). Dessen Schwester auch diese Mentalität des Nationalen nicht abseitig fand. Daß es von ihr heißt, daß sie sogar extra Texte ihres toten Bruders umschrieb, im Sinne der Nationalgeistleute. Oder daß sie was zu den Bruder-Zeilen dazudichtete. Daß diese denn in ein national-triefendes Bildchen besser passen konnten.
Als wäre der Bruder einer gewesen, der so welche, die zu ihm kamen, als es ihm noch besser ging, nicht des Hauses verwiesen hätte. Hemmungsbefreit, sich aus seinem Stuhl erhebend. Schimpf und Schande, Spott im lauten Tonfall.
Da hatte sie sich direkt einen anderen Bruder gewünscht, als den, den sie hatte. Bückelnd, händeringend war sie jenen hinterhergelaufen, ihnen, den wortreichen Gewaltverherrlichern, Kriegshetzern, Rassisten, die beleidigt forteilten. Sich anstrengend hatte sie sich wortreich bei denen wegen ihres Bruderherzes zu entschuldigen, Abbitte zu leisten. Von wegen desjenigen, der keine Ahnung gehabt hätte, wen er da nobel vor sich hatte. Was für gewichtige, bedeutende Personen. Bei denen er sich besser wohl verhalten hätte. Eine Schande, das. Der war leider ihr Brüderchen. Sprechen würde sie noch mit ihm ein klein wenig was.
O ja, Nietzsches Schwester. Die Erbin seines Werkes. Nachdem ihn die unaussprechliche Lustseuche dahinraffte. Das Letzte an Zersetzung an ihm bewirkt hatte.
Da hätten wir sie wieder ein wenig beisammen, die "deutsche Leitkultur". Die Nachfrage nach ihr. Nicht mal besonders Goethe, Schiller, Kant, Lessing. Kaum die sogenannte "Aufklärung". Sondern Namen, denen der mit dem "Breitbärtchen" schon den Vorzug gab. Belesen, wie der mal war. In so rechtsdrehender Kunde.
Schreibervolk, deren Namen heute direkt keiner mehr größer kennt. Die jedoch in ihren Zirkeln gewissermaßen nicht von schlechten Eltern waren. Auch bereits zu Lebzeiten des Kaisers und während dem Bestehens des nämlichen kaiserlichen Reiches ...
Diese Schriften - wer die verfaßte. Wer weiß das schon in Gegenwartstagen direkt. Nicht vielen sagen da Namen was.
Die sind regelrecht was, es wiederzuentdecken. Nicht wahr?
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