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Blog von TeddeMehr

Das komische Neue mit der "künstlerischen Darstellung"

9. August 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Die Vorstellung von fernen, fremden Welten. Welten jenseits der Erde. Des Erdplaneten, den man kennt. Zu kennen glaubt.

Manch anderes als den blauen Planeten, daß sich Begabte, die das mit dem Malen konnten, das Zeichnen, für Wissenschaftszeitschriften, "Science fiction"-Heftchen, -Bücher, seit jeher ausdachten. Ob wissenschaftlich fundiert oder nicht, das war öfters egal, Hauptsache, etwas machte was her.

Selbst im Mittelalter gab es so Welten-, Planetenabbildungen. Damals aber religiös motiviert, als Darstellung irgendeiner Unterwelt, Orte, an denen Ungläubige, "Sünder" landen sollten. Die Absicht, das Fürchterliche dem einen oder anderen bildlich vor Augen zu führen, die Kleinigkeiten, die ihm eventuell geschehen könnten, verhielt er sich nicht wie gewünscht nach der und der Schrift, zweifelte so Regeln an, die man ihm auftischte.

Immer schon das Verlangen groß, sich Fremdheit, Anderswelten zu ersinnen. In der Gegenwart eher Äonen entfernte Landschaften ungeheuerlich ferner Planetenkörper. Am Ende sogar mit ein paar dazugehörenden Lebewesen, Kreaturen, die in Mittelaltertagen als "Dämonen", "Teufel" beschimpft worden wären. Zahllose monsterartige Wesen, rein der menschlichen Phantasie entsprungen.

Heute allerdings. Die Dinge werden immer verwaschener. Das, was noch eine "künstlerische Darstellung" ist, was nicht, von mal zu mal unübersichtlicher.

Man nehme bloß so das mit den Planetenabbildungen. Jetzt: wieder mal rumgelesen. Das und das Planeten-Bildchen angesehen. Erst mal alles normal, handelsüblich. Bis da was einer Irritation auftrat. Unvermittelt was zu Bewußtsein kam. Hier dreht sich Unbestimmtes hervorausragend nur um "Tau Ceti". Viel, viel "Tau Ceti".

"Tau Ceti", eine Art Normalo-Stern in einem eil, zwölf, dreizehn Lichtjahreradius. Elf, zwölf, dreizehn Lichtjahre, in diesem Umkreis, jenes Sternensystem, "Tau Ceti" benannt. Bei noch zwei, drei zusätzlichen Sterngebilden in dem Umfeld dazu, die beide ebenfalls keine Sonnen-"Kadaver" sind. Sondern in "unmittelbarerer" Sonnensystemnähe der Erde gewissermaßen "alltägliche" Funktionalität vorzuweisen haben. Nichts bei den Einzelsternen an sich kaputt, wie sonst lange im knapperen Weltraumrund. Schließlich sprechen die wissenschaftlichen Sternengucker viel was davon, daß nicht viel an Sternenlandschaft da in der Sonnennähe zu entdecken ist, das der Erdensonne gleichkommt. Erst in elf, zwölf, dreizehn Lichtjahreferne beginnt so was, daß man was von dort befürchten müßte. Als die Menschenkreatur. Na das, daß es dort eventuell doch mal Leben auf Gesteinbrocken geben könnte. Welches, das auch noch in der Lage wäre, in die Erdrichtung zu gucken. So ähnlich wie der Mensch andauernd wohin glotzt.

Jahre hatte man diese Sicherheit, Ruhe. Einen Frieden. Daß die Entfernungen zwischen den Sternen doch viel zu gewaltig wären. Das Licht etwa reist zwölf Jahre lang Richtung "Tau Ceti". Und man selber hat schließlich nichts anderes auf Lager, als diese schnöden Hinterlader-Raketen, die brutal in den Himmel hochgeschossen werden. Raketen, die irrsinnigen Aufwand nötig haben. Mit ihnen in einer erträglichen Zeit irgendwohin zu gelangen, unmöglich.

Also, beim Gedanken, der Sicht auf sich selber, daß man sich sicher war: da knallt auch woanders nichts. Raumflugtechnisch. Bei diesen gewaltigen Abgründen zwischen den systemischen Welten.

Nur, vier Exoplaneten in einem lebensfreundlichen Umfeld bei "Tau Ceti". Zwei davon werden sehnsüchtig als regelrechte "Supererden" beschrieben. Während Wissenschaftsberufler im Heute die Geschwindigkeit von im All rasenden Körpern ganz genau wissen wollen. Exakte Geschwindigkeitsmessung herrscht allerorten vor.

Seltsam, ausgerechnet bei "Tau Cetii", derart Klarsicht. Bei "Tau Ceti" hat man das und das so deutlich. Bei "Tau Ceti". Diesem passenden Stern. Einem wie die Erdsonne. Nichts von den kaputten Sternengebilden wie "Alpha Centauri" einer ist, der Stern von "Tau Ceti".

Da erzählten Zeilen, wie man Planeten entdeckt und all das Übliche. Und da war dieser grünscheckige Planet. Und bei dem, da war dann beim Anschauen glattweg urplötzlich eine Irritation. Ein Gefühl, als ob da was ... Na ...?

Die gucken doch längst lange so mit immer tolleren Instumenten angespitzter in die Untiefen des Weltalls hinaus. Über die komplexesten Rechneranlagen, daß die freiweg verfügen können. Einzelheiten aus einer Unschärfe zur Klarheit zu rechnen. Einmal glotzen sie zuvorderst von wegen dem Urknall und so. Den "Anfang", den sie sich noch genauer zu sehen wünschen, daß da was bei ihm noch schärfer, unzweideutiger würde. Für die Gewißheit des "Urknalls" und so.

Die menschlichen Teleskopaugen, demnach, die ... Urplötzlich war mir, das dort könnte ja geradezu auch eine wahre Abbildung sein. Das einer autovervollständigten Dauerbetrachtung. Ein mit einem Großrechnervolumen aufbereitetes fast schon fotoreales Abbild eines jener "Tau Ceti"-Planeten. Wie er in Echtzeit bei "Tau Ceti" auf seiner Sonnenumlaufbahn sein könnte.

Weiter entfernt von jeder Phantasie einer "künstlerischen Darstellung", als es einem glauben gemacht wird. Hat man das mit dem steten Fortschritt bei den Wissenschaftlern nicht so in der Betrachtung des eigenen Denkens. Sondern trägt dummerweise alles von früherher im Sinn. Als da die Künstler unter den Wissenschaftlern, die Zeichner, Maler noch zu Werke gingen. So, wie Dinge eben mal waren. Ehedem. Muß man doch betrachten, daß sie das ziemlich in Begehr haben, so eine entdeckte Planetenwelt in allen Einzelheiten aufzubereiten. Bis sie Weltenansicht haben, die auf die geile Nacktheit der Planetenkugel.

Man stelle sich dann nur vor: wie Aufregung vorherrschen muß. Angesichts der Deutlichkeit der Erde Die Erde, die hell strahlend in die Weltraumtiefe hineinleuchtet. Einmal von der Erdsonne direkt angestrahlt. Und dann das mit der Elektrizität. Bestens die Lichter angegangen auf dem blauen Planeten. So vieles dort aufgehellt.

Eine aus der Distanz unerklärliche Leuchtkugel, "Terra". Bei einer relativen Planetennormalität. Zwölf Jahre braucht der heutige Lichtschein, nach "Tau Ceti" zu gelangen. Dort trifft das des gegenwärtigen Lichtsaugenblicks im Jahre 2030 ein. Allerdings, nicht zu vergessen, auf Erden ist es schon so irre lange solcherart leuchtend geworden. Die fünfziger, sechziger, siebziger, achtziger, neunziger Jahre, die sind länger her. Nebenbei das Licht von vor zwölf Jahren. Im Jetzt bei "Tau Ceti" eingetroffen. Wie was der Lichtstrom von vor zwölf Jahren von "Tau Ceti" her auf Erden eintrifft ... Und es sind dort vier Welten. Wenn eine nur grün ist, was ist mit den anderen?

Das mit "künstlerischen Darstellung", das ist momentan was, das ein komischer Begriff zu werden anfängt. Auch wenn das mit der "künstlerischen Darstellung" trotzdem weiter stimmt, wenn eine Rechneranlage Einzelheiten automatisch zusammensetzt: "Autovervollständigung" das Wort. Das Mittel der Wahl: "Autovervollständigung".

 

 

 

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