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Blog von TeddeMehr

Das mit dem Giftpilz im Körbchen

26. August 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Letztens war mal die Zeit was nebenher mitzukriegen. Was von einer Verwunderung. Was Verwunderung darüber, daß so viele Leute so naiv Wildschweinfleisch essen. Anscheinend nicht von schlechten Eltern, was für Mengen Wildschwein im Jetzt verzehrt werden. Wer aller da was vom Wildschwein ißt.

Von wegen der Tatsache, daß frei lebende Wildschweine doch streunende Wildtiere sind. In Rudeln lebend, daß sie auf flinken Beinen weite Strecken von Ort zu Ort laufen. Und man doch noch das mit dem Radioaktivitätsunfall von vor ein paar Jahren im Hinterkopf haben müßte. Davon wurde geredet. Und von dem, daß sich im Fleisch der Wildschweine gerne alle möglichen radioaktive Stoffe anreichern. Zwar nicht mehr das Ursprüngliche an Radioaktivität. Ein paar Zerfallsprozesse haben bereits stattgefunden. Aber der Rest, der zurückbleibt, der ist für den Menschen tnicht von schlechten Eltern. Auf allzuviel vertrauensvollen Dauerkonsum, die Wildschweinesserei betreffend, wäre deshalb zu verzichten.

Dasselbe, m Grunde, daß es auch für die Pilze gilt, die aus Waldboden herausschießen. Pilze ziehen ihre Nährstoffe schließlich aus der bewaldeten Bodenfläche. Jene, die in den Achtzigern ... Daß man deswegen durchaus weiterhin das und das wissen sollte. Sicher von dem, wie sehr die Landschaft, bei der man in die Pilze geht, in den achtziger Jahren in Mitleidenschaft gezogen wurde. Ob da die Pilze wirklich so bedenkenlos aufzusammeln sind, wie man es sich denkt? Trotz all der langen Jahre, seitdem ... Wobei in der Gegend des "Cäsium"-Hundes, bei dem Zeug, das im Prozeß entsteht, dreißig Jährchen wenig sind. Vorübergegangen ist das mit der radioaktiven Strahlung dann endgültig in ein paar hundert Jahren.

Wie man sieht, es ist Jahr '18 im August. Und man kann schon wieder darüber nachdenken, aufzubrechen, um in die Pilze zu gehen. Wie es bereits damals, September des Jahres '17, mit allem Pipapo war.

Daß man nun, hat man die Lust, losmachen könnte, wie voriges Jahr stundenlang und ewig im Wald und für die Pilzevielfalt auf der Reise zu sein. Manchmal auch mit einem Glück, daß einem die Körbe fast überquellen. Beinahe rennt man wie der tollste Pilzkenner rum, hat man beim Sammeln nicht viel Federlesen gemacht. Angesichts der vielfältigsten Pilzen mit den nettesten Farben. Die man alle im eigenen Körbchen hat.

Allerdings, dann, die Rede: ein einziger Giftpilz schon, den man zu den anderen, guten Pilzen im Bast dazugelegt hatte, daß der ausreicht, einem die gesamte Pilzernte zu verderben. Hingesprochen wird es einem möglicherweise von jemand mit Freundlichkeit nochmals. Das, was man nicht glauben und fassen möchte: daß man nun besser all die eigenhändig gesammelten herrlichen Pilze besser wegwirft. Wegen dieses einen, vereinzelten Pilzes, der einem eindeutig als "giftig" benannt ward.

Trotzdem man es so toll hat, daß man für die ganze Familie ein Mahl bereiten könnte. Selbst mehrtägig könnte man noch davon zehren. Von dem, was man kostengünstig eigenhändig gesucht und dicht an dicht gestapelt im Korb zwischen den Bäumen und dem Gestrüpp herausholte.

Und heute, da wissen anscheinend immer noch Leute nicht, was für Pilze sie voriges Jahr eigentlich aufsammelten. Was das für welche genauer waren. Letztes Jahr hat man alles mit ihnen überdies recht gut überstanden. Deshalb hat man eben im Jahr '18 auch keine weiteren, besondere Sorge, wegen denen.

Vor allem deswegen wird man sich das auch zubereiten, was man fand. Ob da einer irgendwas warnt oder nicht. Letztes Jahr wurde man am Schluß auch ständig mal wo von wem gewarnt - und es war sehr wenig. Wird dieses Jahr auch nicht viel sein, dahingehend. Also - wählt man alles wieder. Nimmt es mit im Korb. Besorgt damit das nächste Wahlergebnis.

Voriges Jahr war einem zwar dann und wann mal leicht übel. Nach dem Mahl. Aber weiter war da mal nichts Besonderes mit einem am Abgehen.

Daß ein Giftpilz im Korb das gesamte Aufgefundene vergiftet. So echt erfahren hat man das ... Wahrhaftig, die umfängliche Vollvergiftung, die jedem das Überleben in ein Glücksmoment wandelte, die ist unsäglich lange her. Über siebzig Jahren. Man selber war das im übrigen gar nicht. Es betraf so Altvordere, Vorväter. In der Hinsicht wie DIE hatte man von so was noch niemals selber was. Krude Ahnung hat man zwar von einer ehedem zwölf gute Jahre anhaltenden Übelkeit, dem Übelwesen. Es kommt darüberhinaus drauf an, ob man von dem überhaupt viel was wissen möchte, wie's früher mal welchen erging. Ob man da abwinkt oder nicht. Ziemlich wer von altersher, der jene bestimmten Erfahrungen am eigenen Leib machen mußte. Dergleichen gewaltig ferne von einem selber. Man ißt jetzt mal was von den Pilzen. Trotz des Spruchs mit dem Giftpilz, der alleine reicht ...

Wird schon nichts übler ankommen. Mit ihnen. Letztes Jahr war man nicht mal kurz im Krankenhaus Wiewohl, irritiert hatte ein bißchen was des eigenen Befindens durchaus. Man hatte Bauchweh, heißen Kopf, hockte öfter länger am Klo herum. Wie Wasser plätscherte was hinten raus ...

 

 

 

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