Ein Genre-Festival, das es durch die Jahre schaffte
Laut ist es da drum: Es ist "Wacken". Reporter stehen für die Berichterstattung bei Fuß, latschen wichtig am Gelände rum, halten drauf.
Die "metal heads" in Wacken. Dichtgedrängt soll es dort zugehen, die Leute, die sich dort in Wacken zudröhnen. Bei viel Lärm, der auf die Ohren geht, jede Menge Trinkware und so Zeug.
Nun, hier zu tippen, ich bin nicht dort. Nicht in Wacken. Ich habe nicht nach Wacken gefunden. Dröhne mich nicht gedankenlos zu, als gäbe es kein Morgen mehr. Möglicherweise sind die guten Morgen auch schon gezählt, überblickt man eine anderweitige Dröhnung, die drückend die Jahr '18-Realität beherrscht.
Denk nur eine Sekunde nebenher, viele derer, denen dort in Wacken Volk zujubelt. Wer weiß, was so genau mit denen ist. Da schauen viele, die den Bühnenrand runtergucken, direkt anders aus wie die, die die "Metal"-Gemeinde bilden. Brav, anständig geworden, tatsächlich so alt, wie sie sind. Einige wirken überdies beiläufig, als könnten sie geradezu auch noch auf ganz anderen Festivals auftreten. JENE könnten sich geradewegs auch in ihnen entdecken. Ganz andere Orte,die wenig mit dem allgemeinen weltweiten dort in Wacken zu schaffen haben.
Fast schon gefährlich, lebensgefährlich, da vor manchem kaltblütigen "Metalfreak" alten Schrot und Korns hinzutreten. So mit sich. Auch noch als Gitarrenhalter von der Bühnenweite runter. Richtiggehend in der heutigen, gräßlich fürchterlichen Unzeit. Während der es frisch die nächste demoskopische Erhebung gegeben hat, die sicherlich aus dem Radio klingelte. Wenn einzelne klare Zeilen ausreichen. Daß mancher nüchterner die Dröhnung kriegen könnte. Wenn er nicht faßt, was hier in den europäisch-deutschen Landstrichen so unbegreiflich größer am Abgehen ist. Die Fragestellung: Weshalb denn nur? Warum dorthin in die unsägliche Richtung derer kriechen, die sich Tage wünschen, Tage vor Adenauer, Erhard?
Hat man da irgendwelche Klatscher im Kopf, DIE zu wählen?
Mann, Mann, Wacken, ein anständiges "Heavy metal", "Hard rock"-Festival, das es durch die Jahre schaffte. Eins mit bestem Ruf. Zumindest, was DAS anbetrifft. Währenddessen es in der Gegenwart so Festivals gibt. Rechtsrausdreher-Festivals mit hochsteigenden Armen und "Sieg heil"-Rufen.
Dort wird auch bereits regelrecht zu Tausenden hingepilgert. Unfaßlicherweise. Als wäre da nicht was verkehrt am Film. Man selber noch dazu Teil davon.
Wie dieser Zug in Fahrt geraten konnte...?
Wer will denn da nur hin, nach rechts raus? Nur, weil's so lange her scheint, daß sich jegliches der Nationalsozialisten bewies. Für so was sich als Musiker zu präparieren - schon ein Witz. Mir würd's nicht einfallen.
Und solche, auch auf diesen Festivals, die sind jetzt sicher großmächtig nach Wacken gefahren. Erzählen einem anderen Wacken-Besucher was von den Gruppen, die sie kennen. Erst mal die, die er, sie, es selber kennt. Dann... Nö, die, die ist nicht bekannt. Ist die gut? Mancherlei von denen wird einem da dahergeredet, man echt vollgeschwärmt. Muß man aber die Gruppe frei und wild kennen? He, was ist denn plötzlich so schlechte Stimmung hier? Die Meinung darf man doch haben, die, solche Armanheber, selbst wenn sie Gitarren schwingen... Lärmen... Seid ihr etwa? Seid ihr etwa? Hat man euch aus dem Vorvorgestern rausgelassen? Aus welchem Käfig seid Ihr? Eh, "Flüchtlinge"? Wegen den paar Flüchtlingen reist ihr auf diesem Schiff? Die bringen euch um die Ecke? Die machen euch fertig? Zwingt euch wer, bei denen mitzubeten? Gläubig zu werden?
Mann, Mann!
Wacken im Heute. Viele da auf den Bühnen. Mit so Frisuren... Befähigt, sich wo einwandfreier als einwandfrei wo unter Volk zu mischen. Nicht nur beim Macker-Plattenboß. Mit so tätowierten Glatzen, Glatzen, die jederzeit verschwinden können, womit auch die Tätowierung veschwindet. Bei einer normalen Kurzhaarfrisur., die einen befähigt , den und den Scheitel zu ziehen. Nebenher der "Normalo" zu sein, falls einem doch noch kurz was schadet.
Mensch.
Gerade herrscht eine gewaltige Bedröhnung, geistige Verwirrung die europäisch-deutschen Landstriche. Da gewinnen Unsägliche bei Wahlvolk an Zustimmung. Welche...
Das Schlechteste der alten Parteien ist besser als das Beste von denen je ist. Diese Härte sollte man kennen. Drüber Bescheid wissen.
Aber Bestimmte, sie schaffen scheint's den Trug. Scheinen viel zu vielen was. Die Täuschung, sie wären für irgendwas gut. Weswegen man ihnen nochgerade entschlossen eine Wahlstimme gebe sollte. Vielleicht für die letzte freie Wahl auf Jahre hinaus. Wie damals Anno '33, als die "Weimarer Republik" Vergangenheit wurde. Ein Schreckensregime sich beim Reichsbürger installierte.
Viel verschiedenes Volk ist demnach in der Jahr '18-Gegenwart in Wacken. Holt sich Trinkware. Bei einem Wandel an Stimmung allerorten. Bei der grausigen, ekelhaften Unglaublichkeit, Ungeheuerlichkeit, über die Demoskopen in glasklaren Zahlen unterrichteten: Da glaubt eine Bevölkerung mehr und mehr fremden, komischen Gesichtern. Befremdenden Mienen, die... Die das doch durchaus noch öfters jedem vorzeigen. Das, daß sie hämevoll in der Demokratie in den Parlamenten kaum ihre wahre Politik betreiben. Sondern auf den Politikerbänken zumeist nur lungern, tricksen, täuschen. Mit dem Blinzelauge daherkommen. So bei der nächsten Schein-Eingabe, die man gelangweilt mit einem mitmacht. Bei Themen... Die solchen im Grunde kein inneres Anliegen sind.
Zum Beispiel auch eine Tatsache: Beim Klimawandel führt unzweideutig der eine Jahr '17-US-Präsident bei IHNEN das Wort. Haben sie diese Orientierungshilfe. Der Rest, der hat viel was bei "Breitbart" Angelesenes. Bei der allgemeinen Sinnsuche angesichts ihrer Gesinnung ist man bei "Breitbart" bestens aufgehoben. Nicht wahr?
Die und ihre Mienen, die unterrichten, wie leicht man doch einzunebeln ist. Wie für dumm zu verkaufen. Wie unglaublich sie sich sogar selber finden, bei dem, mit dem sie rüberkommen können. Um glattweg Erfolg damit zu haben.
Noch hat man das dann und wann im Blick. Einen Augenaufschlag. Daß der Schauspieler noch öfters Fehler begeht.
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