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Blog von TeddeMehr

Verschärft, das mit den Sichtweiten

24. August 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Gerade mal die Suchmaschine gefragt: Neusichtung 'Oumuamua'.

Kamen keine Resultate rüber. Scheint man sich "Doktor Who" und dergleichen bald wieder sorgenbefreiter, naiver anschauen zu können. Nicht mehr so betroffen und irritiert, als ob ...

Außerdem war dort am Suchmaschinen-Gelände die gesamten Zeilen über davon die Rede: "Oumuamua" - mit Sicherheit kein Raumschiff. Und so das: "Die zehn Dinge, die man von "Oumuamua" weiß - oder auch nicht".

Also ... Regt sich einer ab, oder?

Was auch noch auf der Bühne war: im Wissenschaftsabteil mußte mal wieder populär etwas auftauchen. Textzeilen für jedermann. Eine Sicht ins terrestrische Sonnensystem hinein. Eine kleine alltägliche Aufzählung der Planetenreihe. Nebenbeierwähnung: wie viele Monde Jupiter, Saturn so haben.

Bei den genauren Zahlenangaben gab's allerdings so Mängel, solche, wie sie zum Beispiel bei mir vorzufinden sind. Als wäre das mit der Genauigkeit und den umfänglichen Zahlen noch nicht beim Textverfasser angekommen. Als wär das ein Text, den man eigentlich auch vor ein paar Jahren den Leuten so hinstecken hätte können. Bei mancherlei des Vagen.

Obwohl sie überall den Dunkelhimmel, der überhaupt nicht dunkel sein soll ... Weil, bei der universellen Dunkelheit, bei ihr kommt es eigentlich ebenso auf die Wahrnehmung an, die man selber hat. Wie das mit dem Licht sich so von den Sehorganen überträgt. Etwa bei der Farbgebung. Das Farbenspektrum, das man als Mensch oder als was der tierischen Umwelt überall öfters mal anders sieht. Wobei manches Tiervolk Dinge durchaus gewaltig unterschiedlich zur Menschkreatur wahrnimmt. Verschieden zu so einem der zig Milliarden Menschen, der sich für das eine hält, das einzig mögliche Format. Bei einer klein wenig einer anderen Farbstruktur und so. Daß es durchaus Unterschiede gibt, größere, kleinere.

Wie immer, was ich meine: Im leeren Raum draußen - da ist nicht nur so eine Raumstation bei der Erdballumrundung. Es fliegen auch so einzelne Satelliten, Sonden mit Teleskopeinrichtungen. Von denen aus lange scharf in das All hinausgestarrt wird. Wobei gerade der Blick in der Hinsicht das Angespitzte ist, die von mal zu mal bessere Weitsicht.

Auf der Erde hat man ebenfalls Teleskop um Teleskop. In Wüsten und auf hohen Bergen. Etwa in Südamerika. Deren scharfes Auge man noch mal zusammenschalten, bündeln kann, um noch schärfer rauszustarren. Reinzugucken in die entfernteste Weltenferne der lichtübersäten reisenden Galaxien. Böse, böse, überall wo Licht ist in der Ferne. Ganz weit weg. Darf man schon die nächste unnütze Galaxie vermuten. Der Lichtstrahl der einer Galaxie. Einer nervigen, dreckigen Galaxie. Galaxien und noch mal: Galaxien. Kein Ende nimmt's damit, wenn's wo im Finstern leuchtet. Selbst dort, wo der Urknall gewesen sein soll, sind sie längst: doofe Galaxien, stören einen im "Urknall"-Bild.

Es geht hier doch nicht um leidige "Ga-la-xi-en" oder? Es dreht sich im wesentlichen um den exklusiven "Urknall". Um das Ende der Welt. Oder den Anfang. Wie immer. Diese "Singularität". "Singularität", wie "Ein Gott". Eine Vereinzelung ist die Exklusivität des Exklusivsten. Mit "rumms" hochgegangen, explodiert.

Jedenfalls, so scharf wie DIE in den Weltenraum rausgaffen. Immer besser und besser wird das mit der Auflösung beim Tiefenschauen.

Wer weiß da demnach genau drüber Bescheid, wie der Realblick momentan ist, wenn man ihn Richtung "Tau Ceti" gerichtet hat. Das Licht von "Tau Ceti", das die Erde erreicht, ist so zwölf Jahre alt. Was man beim Stern "Tau Ceti" gewahrte: zwei "Supererden" und noch mal zwei Planeten. In der Weise starrt man nun länger nach "Tau Ceti".

Mann, Mann! Und der eine Sonnensystem-Artikel, der kennt noch nicht mal jede Mondzahl von Saturn und Jupiter genau. Obwohl es sich im Heute nicht mehr so sicher vermuten läßt, ob das Bild einer Planetenwelt, das man sich auf einer Wissenschaftsseite betrachtet, deren Textzeilen dir romantische,  planeteneroberisch lüsterne Kleinigkeiten mitteilen, nun eine "künstlerische Darstellung" ist oder nicht. Etwas Altbewährtes, durch die Phantasie Animiertes. Überhaupt nicht mehr eindeutig zu sagen, was man einem da präsentiert. Oder ob das nicht bereits eine geklärte Bildaufnahme ist. Die eines Wirklichkeits-Planeten samt seiner Atmosphäre mit Oberflächeneinblick.

Monate-, jahrelang betrieben: die Umrechnung der Datenfülle der Ansicht einer fremden Planetenwelt. Ergebnis: ganz verschärft, daß man nun Ansicht auf Lager hat. Eine Art Planeten-"FKK". Daß das real eine Planetenkugel mit lebensfreundlicher Atmosphäre wäre, käme man derzeit bloß mal endlich in dieser Umgebung an. So wäre sie, die heiße Wirklichkeit. Könnte man nur nach einer Elf-Lichtjahre-Reise dort in der Umlaufbahn eintreffen. Hätte diese Planetenwelt denn in seiner Betrachtung, begehrlich aus der Nähe.

 

 

 

 

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