Was sich wiederholt
Auf der Dauerwiederholungsschiene, die Klage über die Teile der berichtenden Presse, die er, der Jahr '17-US-Präsident, in der Schrift, Bild und Ton nicht mag.
Immer wieder neu, daß da einer ewig dasselbe wiederholt. Mit Erfolg. Ziemlich viele seines Wahlklientels sehen das lange genauso wie er. Übernehmen diesen verschärfte Tonart gegenüber Presseleuten, von denen er spricht, als wären sie fast "Volksverräter", "Nationalverbrecher". Nur weil sie ein wenig kritischer von Umtrieben und Schlichen im Weißen Haus berichten. Auch noch anderweitig Sichtweisen erkennen lassen. Und zwar so, daß man das eine oder andere durchblicken könnte, würde man es lesen.
Die ständigen Klagen von so einem Jahr '17-US-Präsidenten von wegen den Medien, er, einer, der im Grunde das ist, als was er diese Nachrichtenübermittler bezeichnet. Wobei er bei medialen Berichtserstattung auch gerne mit dem Druck spielt, der erste sein zu müssen, der eine Neuigkeit rüberbringt. Indem er zum Beispiel etwas ansetzt, was er dann kurzfristig ändert, daß es ganz was anderes war, als das es in den Medien verbreitet wird. Richtige Lügen, falsche UnterderHand-Neuigkeiten müssen sich da Journalisten gefallen lassen. Bei der Gefahr, wenn man was als Nachrichtenmensch nicht wiedergegeben hat, was sich Schluß als wahr herausstellte ...
Über das, was man dort bei ihm nicht selber verfaßt hat oder gerne von sich in die weite Welt hinausgetragen gesehen hätte, erregt sich der Mann. Vor allem von wegen dem, der fehlenden ständigen Lobpreisung von ihm, als so ein Staaten-Präsident. Nicht irgendein Präsdent. Sondern, als besonderer. Stimmt ja auch, er ist das, ein ganz besonderer US-Präsident, dieser, der derzeit auf seinem Posten sitzt. Nicht einfach für die US-Amerikaner, die sich alles üblich denken, das zu erkennen, wie verschieden der zu sehr vielen seiner Vorgänger ist. Zumeist sind das die Leute, die nicht zu viel meinen, vermuten, so ein politisches System, das man so und so lange hat, das ist gefestigt. Um so was muß man sich auch als US-Amerikaner keine größeren Sorgen machen. Bloß: derzeit erodiert einiges, nordamerikanisch. Von oben herab. Der Prozeß, er scheint ein schleichender.
Es ist demnach dieser bekannte Kummer des einen nordamerikanischen Präsidenten, auf der Wiederholungsschiene. Wie so was die Bekümmerung von mancherlei Machtkreisen ist. Die das nicht lesen, zu sehen kriegen, was sie am liebsten über was bei sich gelesen und gesehen hätten. Das, daß am besten niemand hinter die Schliche von einem kommt. Aufgehellt haben will man das Allerwenigste von sich.
Da hallt es wieder, jenes von den Nationalsozialisten in die Welt gesetzte Wort: "Lügenpresse". "Fake news" - scheint eine nordamerikanische Übersetzung dieses Ausdrucks zu sein. "Lügenpresse" bedachte diejenigen, die sich journalistisch noch redlich damit abmühten, Ende der zwanziger Jahre, anfangs der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts, gegen die Wirklichkeitsverzerrungen, den Lug und Trug der Leute um den mit dem Bärtchen, den einen gräßlichen "Tramp"-Fälscher, anzuschreiben. Diejenigen der Normalo-Presse der "Weimarer Republik", die noch anschrieben, gegen DIE, für Erhellung sorgen wollten, was DIE anbetraf. Die beizeiten irgendwann plötzlich eigene Zeitungen hatten, in denen nach der Art ihrer Gesinnung getextet wurde. Und sonst in keiner mehr. Ohnehin gab es immer alle mögliche DENEN taugende Schriftwerke. Sogar Bücher kannten DIE dort. Bis derartiges demnach irgendwann nichts mehr Abseitiges war, nach dem keiner gucken wollte, wie noch in den zwanziger Jahren, zur Hoch-Zeit der "Weimarer Republik". Bis, zu Beginn der dreißiger Jahre, DAS vermehrt mitten in die "Weimare" Bevölkerung hineingelangte. Daß sich allzuviel IHRES Sinnes anhäufte, im Denken viel zu vieler Leute festsetzte.
Tatsache: die mit dem nationalsozialistischen Hintergrund, die schrieben sich irgendwann ihre Tages- und Monatszeitschriften einfach selber. Höchstselbst. So befördert, monetär unterfüttert wurden sie durch bestimmte Kreise. Aus der Wirtschaftswelt. Was wie die altbekannten Tageszeitungen mit Gegenwartsmeldungen und dem und dem ließen SIE es aussehen. Versorgten von dort aus den "Weimarer Republik"-Bürger mit ihrer Denke. Quasi, ohne noch auf die "anderen" angewiesen zu sein. Die ihre Inhalte weniger nach dem Geisteswesen der "Nationalsozialisten" richteten, sondern die alten blieben. Obwohl auch dort bei ihnen alles relativ war, wurde. Als der Geist sich änderte, ähnelte sich manches nichtsdestoweniger immer mehr an, beim Tonfall der Schriften. Nicht viele, auf die man sich unbedingt verlassen konnte, soweit, mußte man in der "Weimarer Republik" zur Kenntnis nehmen. Je mehr die "Nationalsozialisten" mit sich großgingen, um so mehr kriegte man das auch bei den anderen mit, daß ... Daß es also dort ebenfalls begann, die Geister und Gemüter zu verwirren. Bis am Schluß, als es der Letzte merkte, wo die Fahrt hinging, Bestimmte echt noch auf fahrende Züge aufspringen wollten. Nichts als die Wahrheit: Viele anderer Parteien taten von der Wahlredekanzel so wie DER, der das Breitbärtchen des "Tramps" für sich eingenommen hatte. Diese eine Nordamerikamode. Von ihren Bühnen herunter gerierten sie sich, fast wie DER. Als hätten sie in dieser Verzweiflung zu sein. Standpunkt um Standpunkt, den sie räumten. Bis ... Bis einige von IHNEN Anno '33 denn wirklich als Steigbügelhalter endeten. Zu sonst nichts weiter mehr gut, im Grunde. Nach der Jahr '33-Wahl, brauchten ER und die SEINEN diejenigen noch für ein Geschichtsmomentchen. Das Patschehändchen von IHM, dem mit dem Bärtchen griffen sie, halfen ihm, endgültig zu seinem Throngestühl hinzugelangen. Das "Ermächtigungsgesetz", die Abschaffung der "Weimarer Republik", da dafür hatte DER noch ein schlappes Sekündchen ein paar mehr nötig. Das, daß sie im Abgeordneten-Haus richtig abstimmten. Und weil sie IHM im Gestus und in der Rede lange so nahegekommen waren, bei dem mit der Übernahme von Meinungen und Ansichten, obwohl sie sich nicht zu einem Parteiwechsel entschieden, war nichts eine Problematik. Brauchte man nicht lange rumzureden. Beinahe selbsttätig traten sie vor, ereiferten sich vor IHM. Und ER mußte quasi bloß kurz zu ihnen hinnicken, ihnen SEIN laffes Händchen hinhalten. Daß auch noch das Allerletzte gebongt wäre. Für die folgenden zwölf irre langen Jahre. Daß es so lange währte, das erfreut sie, die Wieder-, Nachgänger, insbesondere..
Da sieht man, was die Begehr ist. Man bräuchte nur so flüchtigste Blicke in die Vergangenheit zu werfen. Damit man was des Tristen breit grinsend sieht. Wie es sich freute. Tausende Geschichtsbücher füllt das eine deutsche Reichsbürger-Elend. Das der Riesennot, gegen die nicht mehr anzukommen war..
Und auch bei dem einen Jahr '17-US-Präsidenten muß man das, scharf aufpassen, auf sich und auf seine Demokratie. Nicht daß sie einem flöten geht. Wenn alles anfängt, zu sehr von diesem Präsidenten gelobt zu werden, dann ... Dann ... Presseleute gibt es ja längst, die ER lobpreist, schätzt, zu sich vorläßt. Haus- und Hofschreiber. Auch über "Breibart" - "Breitbart" (!) -hat der sich lange des öfteren lobend ausgelassen. So mancherlei Presse kennt man lange in den Vereinigten Staaten von Amerika. Wenn es dann aber nur noch DIE größer gibt, während der Rest ...
Jedenfalls ist das schon ein amerikanischer Präsident, der davon geredet hat, daß das, was er an seiner Tätigkeit am meisten schätzt, das Dekrete-Verfassen ist. Für die Dekrete ist der US-Präsident geworden. Das "Dekret", die Herrschaft per Dekret, ist das Mittel der Wahl in totalitären Staaten.
-----