Bis die Tage kamen, daß sie voller Häme die Marionetten tanzen ließen
Um was es sich dreht hier? Es gab Leute, die Elvis Presley produzierten, die "Beatles", "Cream" oder Jimi Hendrix. Nicht etwa, weil denen die Klänge, die um die Welt gegangen sind, so gefallen hätten. Sondern wegen dem Geld, für das diese Klänge auf ihren Bankkonten sorgten. Darin waren sie in erster Linie verliebt. Ihr Hauptinteresse.
Erzählt einem ja auch was das eine "AC/DC"-Lied nebenher ungefähr was davon. Dieses eine, eine steile Bon Scott-Liedzeilenware mit einer ausgefeilteren Rhythmik: "Let there be rock".
So mitten in den siebziger Jahren kam da mal eine Gelegenheit, die zum Abrüsten. Daß das Rad wieder langsam zurückzudrehen war. Auf dem es einige trotzdem noch bis tief in die Siebziger hinein hoch hinaustrug. Bis auch die Klänge dieser Leute irgendwie zu verblassen anfingen. Das mit dem richtigen Gefühl brach ab. Hernach war auf eine irgendwie komische Weise nicht mehr zuviel von dem von zuvor vorhanden. Als wäre so Leuten mittendrinnen irgendwo was abhandengekommen. Urplötzlich. Überraschend. Beim Liederschreiben, Texte-Verfassen und so, die Kante, der klaffende Spalt. Eine Abbruchstelle. Es ging nicht mehr besonders was weiter.
Der "Punk", mit dem kehrte das dann erstmals so belanglos nebenher am Bild ein, daß was anders werden sollte, sich wieder ändern. Und bei den "Punks", was britische Erfindung, bei denen traten denn auch so welche vor, "Skinheads" geheißen. Auch von dort präsentierte sich einem glattweg was an Lebensgefühl und Musik, die eine "Skinhead"-Umgebung. Damit wurden quasi die Gitarren der Jahre zuvor noch mal zusätzlich so richtig besudelt. Das mit den jahrelangen Gitarrehelden. Jahrelang hatte da welche was unerträglich auszuhalten, mit DENEN.
Eh, bei den "Skinheads" war am Ende auch Gitarrenlärm. Wobei, bei ein bißchen "Oi" und dem, "Ska" ... Man war, "Punk", "Skinhead", eine Kurzhaartype, als hätte es keine sechziger Jahre, viel noch was rein die Siebziger irgendwo gegeben. Bei sich hatte man bei einer Normalo-Frisur mindestens des öfteren die Schläfen seitlich herrasiert.. Daß nichts weiter ein Problem nirgends war. Auch die Igel-Kurzhaar-Frisur oder der Iro, das, mit dem Haarspray hergerichtet, da sprach nichts dagegen, war das Wochenende vorüber, hatte man sich Farbe oder was rausgewaschen, sich abgeschminkt, konnte man beim Thema Augenringe mit seinem Aussehen pünktlich zur Arbeit in die Schicht kommen. Ohne bei den Älteren im Betrieb größer aufzufallen, weil man gerade nicht wußte, wohin mit den eigenen Dauerzotteln.
Und man muß das weiterhin betrachten, das mit den Plattenfirmen und den Musikproduzenten. Zwar hatten die reichlich Geld mit der Jugendkultur gemacht, dem und dem der sechziger Jahre. Selbst noch bis tief in die siebziger Jahre hinein. Aber, da war was dran peinlich. Eine Not. Denn: Man selber war DAS nicht. Man war DAS andre. So als der Produzient, der in der Chefetage der Musikgeschäftsfirmen. Man hatte nichts gegen das Frühere; das entsprach IHNEN sogar eher. Von dorther hätte man an sich nie verändern wollen. Hätte gut alles beim alten belassen können.
Nebenher, bis ins Innerste hinein war man erschüttert. SIE, sie hatten nichts gegen den Vietnamkrieg. Hatten nichts gegen die Strenge. Und die Freiheit des Denkens, die sollte allerhöchstens bei ihnen selber sein. Bei keinem sonst. Vieles, das man so die "68er" benennt. Das wollten die doch nicht das bißchen. Nicht im mindesten. Sie, die eigentlich die eine Macht hatten, da was Musik durchkommen zu lassen. Oder eben nicht. Den nächstbesten Musiker in seiner Gosse zu lassen, das war doch das ihre. Ihn auch wieder dorthin zurückzuschicken, wo er herkam. Gut in Muttis Schoß, um bei sich zu lachen, all das. All die losgegangene, sich abballernde Freigeistigkeit der Sechziger, oberschrecklich für sie. Der Wahnsinn. Die mit den langen Haaren. Das mit dem Verhalten, das die "Beatles" an den Tag legten. Wie wichtig da einer wie John Lennon sich gehaben konnte. Das knallte in den Chefetagenbüros. In denen sich Politiker einfanden, die händeringend mit einem redeten, bei einem nachfragten. Ob man denn irre geworden wäre, von allen guten Geistern verlassen, so in der Art wurde man angesprochen.
Hätten die einen nicht diese bis zum Rand gefüllten Geldschränke davon gehabt, ein euphorisches Dagobert Duck-Gefühl, wer weiß, was in den Sechzigern passiert wäre. Nur der immense Publikumserfolg machte da vielen Musikern der damaligen Zeit was möglich. Weil ihnen dadurch selbst minimale Prozentbeteiligungen, zu merken in der Geldausschüttung, noch weiterhalfen. Oder, könnte in heutigen Tagen was von dort unbedingt notwendigerweise was größer was werden? Die in den Plattenfirmen, die könnten so einen glattweg ablehnen. Das, was etwa der junge Eric Clapton früher mal war und so. Nicht der eine etwas ältere, gesetztere Herr von Heute.
Das aus den Büros der Bosse, daß da kühl und gehässig gedacht und weiter auf was gesonnen wurde, das erlebte erstmals mit dem "Yuppie" seine Entsprechung. Der "Yuppie" war ihr erstes richtiges Späßchen. Als ein rein nordamerikanisches Wesen. Damit spotteten einige aus ihren Büros heraus der Welt. Der des "Rock'n'Roll" noch dazu. Und noch größer wurde der Spott mit den verschiedenen "Boygroup"-Inszenierungen. Als selbst noch das Gekreische der Mädels zu einer Mache, einem Ergebnis der gezielten Manipulation wurde. Daß die es einem direkt bewiesen: Seht her, die Mädels, die bei den "Beatles" kreischten, den "Rolling Stones", die kreischen auch noch für den letzten Dreck. So wirklich die tanzenden, singenden Vollmarionetten, männ-, weiblich, die man sich zusammensuchte, zu sich ins Plattenstudio bestellte, schnell mal dem Liedgut die Gesangsspuren zu verleihen. Das Konstrukt abzurunden. Auf die für sie vorbereiteten Tonspuren durften sie draufsingen, wenn's nicht überhaupt reichte, sich in den Videos tanzend im Takt verrenken zu können. Und zusätzlich ging es mit einer für sie extra zusammengereimten Vita los, das was man von sich geben durfte. Alles lief jeweils eine Zeitlang, bis sich der Spaß abgedudelt hatte. Die Kuh gemolken war.
Und wieder: he, das nächste Mädchenkreischen. Für die nächsten nutzlosen Jungs. Die sich tatsächlich fühlten. Als wären SIE wer. Daß man sich fast aus dem Hochhausturm runtergeschmissen hätte vor Lachen. Mitten im Spott. Beißender Häme. Toll hatte man es, das Gelächter.
Man stelle sich das wirklich vor: Auch der eine, der Jahr '17-US-Präsident, bei dem schon die Großspurigen aus dem "Breitbart"-Garten waren, die jetzt mit ihrem breiten Grinsen und mit Geldwertem aufgepolstert nach Europa weiterziehen. Der ist tatsächlich auch einer dieser Film- und Musik-Produzentenwelt. Einer, der sie kennt und länger betrachtet hat, die Musiker, Künstler. Zu ihm sind oft genug so welche gekommen. Wenigstens die Glücklicheren, für ihn Begabteren unter ihnen, die schon durchaus ein klein wenig was für Geldzeug, Klunker, Klunker sorgen konnten, mit denen konnte er mit Sicherheit das und das Wort wechseln. Bis heute beschäftigt man sich bei dem einen in seinem Hochhausturm mit so was. Macht was Musikvideos, gestaltet Kleinigkeiten für Film, Funk und Fernsehen. Da mischt man mächtig mit. Dort. In jenem einen Turm.
Und siehe, was der EINE denn für einer ist. So als selbsternannter "Rechtskonservativer". Derzeit voll der mit dem einen Licht. Der Personenkreisen so politisch rechtsraus was leuchtet. Ihnen Thematik vorgibt. Was sie etwa so in Klimafragen und so das "Na-zi-o-nale" zu meinen haben. Seit man ihn besser sieht, sieht auch was bei so mancherlei Gestalt mit dem Schmuckwort "Alternative" am Banner ein bißchen anders aus. Haben dort der oder die eine relativ verbesserte Orientierung in Dingen.
Haha, auch der, auch der ist nebenher alt genug, noch den Schrecken der sechziger, siebziger Jahre in den Knochen gespürt zu haben. Die sechziger Jahre und manches Jahr der Siebziger, als man sich selber fast nicht mehr kannte. Wiedererkannte. Was man auf den Weg brachte. Aber, heutzutage ist man auf einem anderen Weg. Auf der Findungssuche, in die späten Zwanziger Jahre, die dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts zurückgelangen zu können. Viele Nordamerikaner sympathisierten in jenen Tagen mit dem Faschismus. Selbst mit dem "Nationalsozialismus". Mit diesen Zeiten arbeitet man sich in der Gegenwart ab. Um was an Geist und Zubehör von dort zurückzubringen.
"Mann, geht mir weg mit EUREM 'swing', EUREM 'Jazz', Eurem 'Rock'n'Roll'."- so könnt mal wohl eine Stimme vernehmen, würd man was hören wollen. Der hochgereckte Mittelfinger von da, der wäre womöglich auch deutlicher erkennbar.
Persönlich ist man mit dem Fingerzeig gemeint.
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