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Blog von TeddeMehr

Einer wäre sogar gut für ein Fanal

3. September 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Tausendfach geschieht so was. Auf den nächtlichen Straßen, daß es losgeht. Wenn man zusammentrifft, die eigene Dröhnung größer ist. Wie dort nun auch geschehen.

Nur, daß sich manches weiterhin nicht genauer sagen läßt.

Trotzdem aber, anscheinend, weil es manchen so in den Kram paßt. Und nachdem da größer was geschah. Daß einer sogar sein Leben einbüßte. Und, wie es fast wirkt, der "Falsche", der Pech hatte und abkratzte.

Deswegen, daß gegenwärtig drum gewaltig was veranstaltet wird. Nach dem einer nächtlichen Messerstecherei. Bei der es alles mögliche gab. Auch einen verhafteten Täter, der Begleitung hatte, und ein Opfer, das gleichfalls Begleitung hatte. Mitten in einem Nachttaumel geschah da ein größeres Malheur. Mit dem Tod von einem, einem einzigen. Derart viel der Nachtschatten, die was umdunkeln, daß es schwierig bleibt, so die Geschehnisse, wie sie wirklich abgingen, direkt für sich klarer in die Betrachtung zu kriegen. Soll man vielleicht auch gar nicht, da was deutlicher zu überblicken.

Am glasklarsten ist allerdings das, wer diese Nachtvorkommnisse für sich benutzt. Daß das jetzt nochgerade nichts größer des Alltäglichen ist. Aus dem Grund, da so Kräfte sich das Unübersichtliche der einen Nacht vornehmen. Als müßte das beinahe jedermann, in der Folge so ein Gefühl "deutscher" Nationalität in sich zu entdecken. Um das mit dem einen einzigen Toten als eine Art Fanal für jeden "deutschen Volkes" zu sehen. Motto: Jedermann sollte jegliches vergessen, nur noch jetzt sich als was "Deutsches" in der Betrachtung haben. Hauptsächlich DAS begucken, ein "Deutscher", der da in seinem Blut lag.

Aus diesem Hintergrund heraus, daß man all die Fremden, die Flüchtlinge, die ins Land kamen, über einen Kamm scheren sollte. Sie ALLE. Damit sein eigenes Denken auf den Müll werfen - von wegen so einem Ableben von so einem "Deutschen". Ein "Ausländer", "Flüchtling", "Fremdländer", "Asylsuchender", einer von jenen, die in bestimmten Häusern zusammenwohnen, der hat nachts so einen einwandfrei weißen Deutschen, nahezu einen Ureinwohner des Osten Deutschlands, mit dem Messer erstochen. Warum eigentlich, und ob jeden sonst das auch geschehen wäre, das hat dabei keinen zu jucken. Braucht sich keiner größer Gedanken drum machen, wenn er ein "Deutscher" ist, das dort ein "Deutscher" ist, der wegstarb.

Demnach, denk sich einer nur, als könnte man im Laufe von Nachtstunden, paßt man nicht auf, nicht auch mal einem Deutschen bei einer unverhofften Auseinandersetzung zum Opfer fallen. Nichtsdestotrotz hätten SIE gerne den Faktor vorn. den des exklusvien "Deutschtums" von einem. Die "deutsche" Herkunft und Abstammung. Daß alles sich endlich wieder auf sie besinne. Doch DEUTSCHE zu sein, daß alle Deutsche doch Deutsche sind. Als "Deutscher" sollte man, weil das ein "Deutscher" war, mit diesem "Deutschen" endlich was anzufangen wissen. Also, wegen DEM, was dem passierte, sich auf das des "Deutschen" zu besinnen. Damit zur Vernunft kommen. Weil man doch Deutscher ist. Und einer von weiter her aus irgendeinem ferneren Ausland, der hat nun einen Deutschen ... Als Deutscher sollte man nun die Ausländer erkennen, und deshalb auch in besondere Erregung verfallen. Angesichts von DENEN. Selbst noch Trauer für einen Deutschen empfinden, als Deutscher. Nachdem nochgerade ein Deutscher durch einen Hieb, geführt von einer ausländischen Hand, sterben mußte.

Und eben gerade DAS. Als wäre echt nicht zu jeder Zeit alles möglich. Etwa auch das, daß deutschstämmige Europäer andere deutschstämmige Europäer anpacken. Nicht bloß so Europäer aus Nachbarländern. Oder eben DIE, die Kriegsflüchtlinge sind. Auch unleugbar eine Tatsache, daß dergleichen Tag für Tag geschieht. Das, als könnte man wen für Freiwild nehmen, nur weil er ein klein wenig anders aussieht, als man selber. Die Einfärbung der Haut und so. Man selber so mit dieser Weißhäutigkeit, die höchstens bei einem zu viel an Sonne mehr Farbe abkriegen kann.

Und dann sieht man mal das, wie sie ankommen, das versuchen, Leute hier mitzureißen. Als so die mit dem Bild von vielen, vielen Tausenden. Die sich hier für einen Schweige- und Trauermarsch zusammenfanden. Als wären sie allesamt örtlich. Am Ort da aufgewachsen. Deshalb all die Trauersichter für einen einzigen Unbestimmten. Der in dieser einen Stadt durch einen Messerstich ... Geführt von einem "Iraker", das Messer. Einem fremdländischen Typen, der einem die Frau wegnehmen will, dies und das noch dazu. Der anscheinend, wie es mancherorts woanders auch die Möglichkeit sein kann, ein wenig einer von einer unfreundlicheren Natur zu sein scheint. Aber mit den anderen aus jener fremden Weltengegend unter "Deutschen" eintraf. Einer, der sich schlaubergermäßig das herausnahm, sich einfach mehrere Identitäten zuzulegen. Mitten in der Nacht, hat er sich auf der Straße rumgetrieben. Mit Kumpels. Dabei ein Messer mit sich geführt, falls mal jemand was Besonderes von ihm wollte. Ein Messer, zu dem er denn auch griff. Als eine Szene sich hochputschte.

Daß nun DIE. DIE, die sich zusammenfinden, für einen "Deutschen" exklusiv den Trauernden zu geben. Viele Tausende sollen sie gewesen sein. Bei einem Schweige-, Gedenkmarsch. Erregt, empört will man sich vorzeigen. Von wegen des Todes des einen, eines reinrassig Deutschstämmigen. Daheim in dieser "Nation". Dieses eine Blut, das des "Deutschen", das vergossen wurde.

Vielleicht waren das denn eigentlich gar nicht so viele, die dort den von Trauer überwältigten Schweigemarschierer aufführten. Sondern bloß DiE, die all die vergangenen Jahre auch immer für so was umgingen, großspurig mit sich rumspukten. Sich das mit dem "Volk" anmaßten. Auf diversen Demonstrationen, daß sie sich immer aufführten. Riefen, sie wären irgendwas des Volkes. Aus einem Gemüt heraus, daß sich die Frage sein: Möchte man einer dieses "Volkes" sein? Bei DENEN irgendwie bei irgendwas mitmachen? Die was wollen, den Wunsch nach einer Veränderung haben. Selbst auf die gesamte europäischdeutsche Regionalität ausgeweitet.

Nur, für was sollte das des Gegenwärtigen eigentlich Platz machen?

Sicherlich für eine andere Gesellschaft, daß SIE derart ausdauernd umgehen, nicht wahr? Eine anderweitige Gesellschafts- und Regierungsform, nicht? Eine trautere für sie, die IHNEN vielleicht wie was aus den "DDR"-Tagen wäre. So diese Tristesse eines Polizei- und Unterdrückerstaates, bloß da noch unter dem Logo eines "Kommunismus". Währenddessen das Neue hierdran das ist, daß es sich um eine einwandfreie, reinrassige Rechtsrausdrehung handelt. Wohin man am liebsten alles hindrehen möchte: zu einem Faschistenstaat. Kurz den Spurwechsel von links nach rechts vollzogen, geschwind flüchtig auf die Faschistenstraße rübergewechselt. Wo sie ist, die Übelwelt eines "Duce". Darüberhinaus noch das, das größere aller denkbaren Übel: das des "Führers", des Ersten der Nationalsozialisten.

 

 

 

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