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Blog von TeddeMehr

Erst was wie ein Traktor, dann ein Hochgeschwindigkeitsflitzer

4. September 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Seit März des Jahres '18 nach dem Millenium ist momentan ein halbes Jahr verstrichen. Weiterhin nichts Neues los in der Bude. Trotz, trotz so Befürchtungen, die man haben hätte können, im März schon, daß ...

Man erinnere sich: eine Sichtung. Trotz einer relativen Winzigkeit hatte man es scharf und vergrößert auf dem Monitoren, auf der Digitalafotoaufnahme.

Kann man wegen dem nun wirklich bereits durchatmen? Alles als wieder handelsüblich, normal betrachten.

Was dort war, das, es war gemächlich unterwegs. Als sähe man irgendwo was einen Traktor auf einer ländlichen Straße fahren, rumtuckeln. An was der Möglichkeit der Geschwindigkeitsüberschreitung in der Hochtempozone auf der Autobahn denkt da bei so einem landwirtschaftlichen Gerät keiner.

Monatelang hat man das auch in der Weise gehabt, sich da was anschauen können, bei einer eher beschaulichen, Art touristischen Fahrt. Man schaute nach einem Art Raumgefährt von vierhundert Meter Länge, achtzig Metern Breite. Ein schmales, langgestrecktes Gesteinsteil im Vakuum, dem luftleeren Weltrenraum.

Alles mögliche an weiteren, ferneren Bahnen, die sich ergaben, als man dem felsigen Ding bei einer glasierten Oberflächenstruktur hinterherrechnete. Von da und dort, daß von außerhalb des terrestrischen Sonnensystems hergekommen sein sollte. Eine Flugkurve soll es sonst noch gehabt haben, daß sich aus den Rechnungen ergab, daß der längliche Weltraumbrocken aus einer unmittelbareren Sonnenumgebung in die Erdnähe rangeflogen kam.

Um dann einer jener Asteroiden/Meteoriten zu sein, die nicht weiter von der Erdanziehung in Beschlag genommen werden. Somit nichts damit war, daß sich daraus die Gefahr ergab, daß was in die Erdatmosphäre eindringen würde. Bei der Idee in der Hinterhand, daß ein schwerer Steineinschlag zum Untergang der Dinosaurier führte. Vor circa fünfzig Millionen Jahren.

Das die Sichtweise, die den Asteroiden/Meteoriten in erster Linie unvermittelt interessanter werden ließ.

Was mit vierhundert Meter Länge wäre dabei schon was gewesen. Daß man darüber nachzudenken anfangen konnte, wie der Asteroid/Meteorit eigentlich zusammengesetzt sein könnte. Welche Massivgesteinsarten und so hat der auf Lager? Oder doch alles hauptsächlich nur Eis. Unter einer harten, teilweise wie Granit wirkenden Oberfläche nichts als Thermoeis drunter. Wie bei den zahllosen Sternschnuppen ebenso, die bei Erdatmosphäreneintritt in Sekunden verglüht sind. Schaden: kaum mal einer nennenswerter.

Bloß, das mysteriöse Gefährt, das bog ohnehin beizeiten ab. Wie was des Üblichen prallte es von der Erdgravitation weg. Statt einen Winkel zu bekommen. Aus dem heraus das und das Massive des Teils auch auf der Erdoberfläche Einschlag hätte haben können.

So weit, so gut, der Asteroid/Meteorit entfernte sich, sah dabei lediglich ein wenig komisch aus, was die gehärtete Kristalloberfläche anbetraf. Einige auf der Erde ließen sich selbst zu den phantastischsten Äußerungen hinreißen, was der Asteroid /Meteorit sein könnte, was nicht. Irgendwann wurden das Anwürfe, denen real widersprochen werden mußte. Das Kühle, Abstrakte, das sich gegen das der Phantasiebegabten durchsetzte.Trotzdem alles immer ausschweifender mit wegwerfender Handbeweung gesehen wurde, entschied man sich mal,. zum Zwecke der noch genauren Erkundung und weiterführenderen Vermessung weitere Prüfsignale nach dem Asteroiden/Metoriten abzuschicken. Ohne irgendwelche Resultate, daß vorherige Erregungen zurückkommen hätten können. Wobei das Fahrverhalten des Asteroiden/Meteoriten zwar ein wenig bockig schien, aber ansonsten nichts Neues an ihm. Nichts einer größeren Erwähnung wert. Wenigstens wurde darüberhinaus niemandem nichts mitgeteilt. Ein "Raumschiff", das sich dem blauen Planeten angenähert hatte, war da schon gar nicht zu gewahren. Die allgemeine Öffentlichkeit weiß bis heute nichts weiter als das: daß man da dran an dem Asteroiden/Meteoriten herumvermaß. Ihn auf vielerlei Frequenzen, möglicherweise auffangbare Impulse, behorchte. Mit der Feststellung: das ist tot. Kein Leben existent. Ein "Raumschiff", so was wär schon mal überhaupt nicht drinnen.

Davon sprach man gelangweilt nach Art gewöhnlichster Handelsware. Bis plötzlich ...

Das, was man weiterhin als eine Art "Traktor" dahintuckernd lässig in der Linsenbeobachtung hatte, verwandelte sich fast aus dem Stand in was mit zunehmend höherer Geschwindigkeit. Als würde aus dem ersten in den fünften Gang hochgeschaltet. Ein Maß war das, daß der eine Asteroid/Meteorit denn wie ein wahrhaftiges Himmelsgeschoß abging. Als wäre dort aus einem niedrigtourigen Landwirtschaftstraktor urplötzlich was mit dem Tempo eines Hochgeschwindigkeitrennwagens geworden. Quasi, ein landwirtschaftliches Gerät, das einem Betrachter auf der Landstraße plötzlich rennwagenmäßig davonsauste.

Innerhalb kürzester Frist soll der Asteroid/Meteorit das Sonnensystem der Erde verlassen haben. Minuten müssen das trotzdem gewesen sein. Überlegt man sich das, daß das Licht der Sonne, bis es auf der Erde eintrifft, acht Minuten braucht. Acht Minuten braucht der Lichtstrahl von der Sonne zur Erde, so sind hier die Entfernungen. Daß man sich das so übersetzen darf, daß Lichtstrahlen der Sonne eventuell zwei Stunden brauchen, jenseits des Sonnensystemsrandes zu gelangen.

Daß demnach der eine Asteroid/Meteorit, trotz aller Geschwindigkeitzunahme an ihm, weiterhin ein geraumes Weilchen benötigte, dem Sonnenystem und den optischen Gerätschaften ins Unübersichtliche zu entkommen. Über dem Daumen gepeilt: fünf Stunden.

Das am Tacho des Asteroiden/Meteoriten, das man maß, es war schließlich keine Lichtgeschwindigkeit. Jedoch eine Reisegeschwindigkeit, für den Menschen und seine technisch derzeitig vorstellbaren Möglichkeiten geschwind genug.

Nur ein Bruchteil an Lichtgeschwindigkeit. Allerdings ausreichend rasend. Daß einem wegen der Anzeige auf der Tachonadel schlecht werden kann. Und zusätzlich eine Vermutung Raum greifen könnte, daß man wo in einer annehmbaren, erlebbaren Zeit ankommen könnte. Selbst aus einer Menschensicht heraus. So in elf, zwölf, dreizehn Lichtjahren Entfernung wäre man in vierzig, fünfundvierzig, fünfzig Jahren..

Die Frage nebenher: Ist der Asteroid/Meteorit denn nach dahin unterwegs? Kann man sich dessen beruhigt sein, daß was sich beechenbar zeigt und seine einmal eingeschlagene Reisebahn beibehält? Ebenso wie was der nächsten Fragestellung, ob das, das in einem eichlich erdnahen Orbit gewahrt wurde, ein Einzelstück war oder nicht.

Daß man so wieder seine Ruhe haben kann, vor ein paar Ängsten, Befürchtungen, am Sternenguckerhorizont. Daß der eine Spuk, Horror, den so ein Asteroid/Meteorit in sich barg, wirklich vergangen wäre. Nachdem das nun wieder ein paar Monate sind, seit dem März des Jahres '18. Kann man deshalb in der Gegenwart aufs neue sorglos in die Untiefen des Weltalls reingucken, bei immer mehr und mehr verbesserter Optik?

Oder ist der Blick der Sternengucker, der gerne schon bis nach "Tau Ceti" reicht - zwei "Supererden", zwei Anbeiplaneten - nicht ein bißchen fuchtsamer, ängstlicher, schreckhafter geworden?

Seit da was grüßte ...Mit umfinsterten Höhlungen, obskuren Oberflächenzeichnungen. Alles erst mal wie aus einem Traktor heraus. Dann war der Traktor in der Lage, sich überraschend in einen Hochgeschwindigkeitsflitzer zu verwandeln.

 

 

 

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