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Blog von TeddeMehr

Mit einem Drittel wär man glatt gut reisetüchtig

20. September 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Natürlich ist noch alles mögliche in der Schwebe, was diesen Asteroiden/Meteoriten anbetrifft, den man "Oumuamua" taufte. Alles an und bei ihm kann ganz anders sein. Das Wenigste an den "Oumuamua"-Meldungen, das auf einem festen Fundament steht. Daß es die ehrliche Wissenschaft, die nicht auf "Science fiction" fußt, nicht kühl auf der Stelle niederhauen könnte.

Alles die reinste Vermutung. Ebenso kann man das als gut relativ ansehen, wenn man das meint, daß man nun, seit den Monaten mit "Oumuamua", die Geschwindigkeit von dem und dem im Weltenraum draußen ganz genau vermißt. Ist man der Meinung, so was gerade insbesondere zu bemerken, könnt man auch das mit einer wegwerfenden Handbewegung abtun. Die Betrachtung, daß man sich mit keiner viel älteren Berechnung mehr zufriedengibt. Daß nur noch die exakte, bis zu vielen Stellen hinter dem Komma was gilt.

Vielleicht sind ja auch einfach nur die Vermessungs- und Berechnungsmöglichkeiten besser als früher das mit dem Rechenschieber, weil die Rechneranlagen am Platz bei einem mächtig was aushelfen. Der Turbo-Rechner.

Auf der anderen Seite: Was hat man eigentlich davon, ganz genau um so das Tempo von dem und dem Bescheid zu wissen? Wissenschaftliche Exaktheit draufzuhaben, bei der Messung, wie geschwind was im All rumschwirrt? Hinterherkommen kann man deswegen immer noch sehr wenigem. Befindet sich ein Ding nicht wie so ein Planet auf einer berechenbaren Umlaufbahn, braucht man gar nicht daran zu denken, daß man wo wie eine Art Autobahnpolizei irgendwie die Verfolgung eines geblitzten Temposünders aufnehmen könnte. Die terrestrische "space police" ist nicht mal eine Sekunde in der Lage, das Kleinste des im Äther rasend Rumschwirrenden zu verfolgen.

Selbst als der Asteroid/Meteorit "Oumuamua" noch so nahe der Erdbahn nur am "touristischen" Rumtuckern war, kein Gedanke, dem in dieser Niedrigfluggeschwindigkeitszone hinterherzukommen. Der Asteroid "Oumuamua", als man ihn sich um die eigene Achse drehend bestaunte, wie er durch die Gegend "bockte", als würde er ständig von kleineren Weltraumschwirrkörpern getroffen, daß alles bei und an ihm von so was wie den dauernden Einschlägen von so was Kleinteiligerem käme. Quasi der eine Witz, der auf Erden eine Tempo-30-Zone wäre, wenn man selber in acht, neun Sekunden von 0 auf 100 ist, je nachdem, wie sehr man aufs Gaspedal steigt.

Wobei, hier wäre die "Tempo-30-Zone" bereits unerreichbar. Nicht mal dazu, daß man in der Lage war und ist, sich der anzunähern. Weil man im Weltraumäther draußen eher mit dem einen Radgestell aus dem neunzehnten Jahrhundert rumkurvt, damals, als man am Fahrrad noch nicht einmal die Pedale dran hatte.

So könnte man das umschreiben.

Daß es richtiggehend schrecklich wird, wenn man nicht weiß, was man wirklich davon halten soll, daß man davon liest, wie schnell da ein Asteroid/Meteorit im März des Jahres '18 nach dem Millenium unvermittelt geworden sein soll. Mit welchem Tempoaufkommen das Teil das gesamte irdische Sonnensystem also verließ. Schwer zu sagen, was einem da immer so in Textzeilen erzählt wird. Die man zu lesen kriegte: ein "Drittel der Lichtgeschwindigkeit". Dorthin, daß was hochgeschaltet haben sollte.

Allem könnte man im Laufe dieser Sekunden hier sämtliches an Wahrheitsgehalt absprechen, ein "Drittel der Lichtgeschwindigkeit" angehend. Es ist eventuell nur so, daß das scheinbar beruhigt, daß ein Drittel der Lichtgeschwindigkeit nicht DIE Lichtgeschwindigkeit ist. Sondern nur ein Drittel von ihr.

Also - nicht zu schrecklich. Bei dem gesamten oben beiläufig erwähnten menschlichen Problem. Höchstselbst hat man ein Kinderdreirad am Startplatz stehen. Darüberhinaus nicht viel, hätte man ein Rennen zu fahren.

Stimmt es denn nicht? Würde was eine Fluchtgeschwindigkeit von einem Drittel des Lichts draufkriegen können - wo wäre man da? Wo bliebe man ab, würde bei so was irgendwie eine Art Rennen gestartet?

Im Grunde nützt weder das eine noch das andere einer Erkenntnis irgendwas. Wenn man nun exakteste Exaktheit draufhat, von wegen der Geschwindigkeit von so im Weltall Rumfliegenden Dingern. In jedem Fall ist man hilflos. Selbst noch, als der Asteroid/Meteorit nur tuckerte, hatte man, als man die Überlegung hatte, nichts zur Hand, das es zu einer Flugverfolgung geschafft hätte. Und dann soll da am Tacho ein Drittel der Lichtgeschwindigkeit droben gewesen sein?

Das mit einem Drittel der Lichtgeschwindigkeit, nicht zu glauben. Selbst ein Sechstel wäre für einen Menschen auf der Erde unvorstellbar. Kein Horizont. Bei demjenigen, der wie eh und je diese betankten Kraftstoffraketen in den Himmel hochballert. Seit einer halben Ewigkeit, daß sich nichts dran am Bild geändert hat.

Man kann in den Weltraum rausgucken. Tut das auch mit immer schärferem und gleichzeitig anscheinend gelangweilterem Blick, weil da zum Beispiel was die Asteroiden/Metoriten immer ähnlich aussehen. Zu sonst ist man nicht viel in der Lage, als zu gucken. Um loszugähnen und Langeweile an den Tag zu legen. Wobei immer wieder so Berufstage kommen, daß man aus dem Tran hochfährt, erschrocken die Augen aufreißt. Und vielleicht war das Auftauchen des Asteroiden/Meteoriten "Oumuamua" so ein Fanal.

Jahrelang, daß man demnächst unterwegs sein will, mit irgendwas Beengtem Richtung Mars zu gelangen. Zu jenem unwirtlichen, rostigen Planeten mit dem Namen "Mars". Bei dem keine besondere Freude aufkommt, bei aller möglichen Prüfung an geistiger Gesundheit. Eher was für Leute für eine Strafkolonie, die Reise zum Mars. Für solche wäre der Planet Mars und die Hinfahrt nach dorthin gut. Statt Menschen auf den elektrischen Stuhl zu setzen, ihnen Gift zu verabreichen, könnte man sie verpackt in die Flugrichtung Mars abschicken. Die Marsreise in einer dieser altvorderen Raketen, wirklich eher eine Bestrafung für jeden Astronauten. Nichts für gewöhnliches Volk, von dem sich keiner was zuschulden kommen hat lassen.

Man spricht hier ständig nur immer von dem und dem Antrieb. Für den Raumflug. Läßt was von "Sonnensegeln" anklingen. Dem Abprallen von der Planetengravitation, um ein Fluggerät von mal zu mal mit jedem Prallen zu beschleunigen. Oder erwähnt beiläufig einen "Photonenantrieb". Bloß, die reinsten Gedankenspiele. Realtität scheint das Allerwenigste. Beim Starreblick hinein in die Untiefen des Weltenraums, in dem alles so weit voneinander entfernt ist. Ungeheure Entfernungen.

Und da soll was wie der Asteroid/Meteorit "Oumuamua", unter der Voraussetzung der Möglichkeiten des Erdenbewohners, urplötzlich ein Drittel der Lichtgeschwindigkeit auf der Geschwindigkeitsanzeige draufgehabt haben? Unfaßlich, unbegreiflich, wenn man alles bei sich so bestaunt. Mit all den Fahrgeschäften, die man bisher für den Weltraum zu bauen in der Lage ist, soll da was ein Drittel der Lichtgeschwindigkeit entwickelt haben. Bloß ein Drittel der Lichtgeschwindigkeit.

Wäre die Geschwindigkeitsmessung mit einem Drittel des Lichts eine richtige, könnt's man denn nicht mit der Angst zu tun kriegen? Müßt man sich nicht kurz mal vorstellen. mit einem Drittel des Lichts. Mit einem Drittel des Lichts wären Sterne in elf, zwölf, dreizehn Lichtjahren Entfernung nur so vierzig Jahre von einem entfernt. Selbst als Mensch mit dieser und jener Lebensspanne könnte man unter dieser Voraussetzung nach wohin aufbrechen. Gegenwärtig haben wir das Jahr '18 nach dem Millenium, vor vierzig Jahren schrieb man das Jahr 1988. Auch 1988 hatte der blaue Planet längst eine gewaltige Strahlkraft. Leuchtete wahnsinnig in der abgedunkelten Landschaft rum. Viel an Restlicht wäre da schon die 1988er Jahre nicht vonnöten gewesen, so was wie die Erdkugel doch mal irgendwo an einem Teleskop schärfer zu kriegen. Schwer was für die Phantasie, was sonst noch bei den restlichen Impulsen reinzukriegen ist, hat man eine Planetenwelt erst verschärft im Visier der eigenen Meßgeräte, welche Erfolge sich bei der Jagd durch die Frequenzen einstellen.

 

 

 

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