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Blog von TeddeMehr

"Ostwärts, im Lande Mordor, wo die Schatten dräuen"

9. September 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Tolkien, nicht? Vielleicht hatte Tolkien durchaus das in der Hinterhand, in der Geschichte, die er seinen Kindern erzählte, etwas der dunklen Zeit mitzuverarbeiten, in der er lebte. Das Übelwesen des Faschismus, das im Innern Europas losging. In Italien, der komische "Duce", bei den Deutschen, das "Dritte Reich" mit dem noch viel seltsameren "Führer" am Thronsessel.

Und heutzutage hat da was fast was Spaßiges, wär es nicht so ernst: Welche, bei denen man nachts selber die Polizei rufen könnte, wenn man sie umschattet  zu mehreren miteinander rumstehen oder daherkommen sieht, ihr Gegröle, ihr Geschwätz erlauscht, gehen da östlich glattweg mit Rufen nach mehr Sicherheit um. DIE wollen mehr Sicherheit. Noch mehr Sicherheit im Staate.

Dort im Osten, na, "Mordor, wo ostwärts die Schatten dräuen", jede Menge an undefinierbaren Gestalten, denen verlangt es nach mehr "Sicherheit".  Obwohl sie selber ... Selber so Volk sind, das ... Sieht man einen von denen, wie die Tage auf Fotos und bewegten Bildern aus der Gegend mitzukriegen. Wie sie sich da tatsächlich präsentieren, fast nicht zu fassen. Möchte denn so einer erst an dich rankommen, schwer zu sagen, auf was du da vorbereitet sein solltest, wie dich am besten wehren. Geht da was Gesichtskontrolle und derlei Pipapo ab, von IHNEN veranstaltet. Sobald sie sich, weil nirgends Polizei ist, irgendwelche Staatsgewalt anmaßen.

Sich höchstelbst haben die derweil nicht zum Thema, beim Thema "Sicherheit". So glatzköpfig auf geradem Wege erkennbar, mit viel Gekreisch und noch mehr hochgeschaukelter Aufregung. Kommt sicherlich nur immer drauf an, wie betrunken einer des Nachts ist. Daß man da nicht besser die Einsicht hat, nicht naiv auf einen Platz einzubiegen, wo da welche wie DIE sich großmächtig rumflözen. Wahrscheinlich doch besser, rasch für einen Umweg in eine Seitengasse wegzuhuschen, hat man Glück gehabt, hört man rechtzeitig was aus der Richtung. Irgendwas ihres Wortgeklüngels, ihrer Rumschreierei und ihrer Gesänge. Sieht man auch nur kurz wen mit so einer äußeren Vermutung, geht man dann nicht besser auf und davon? Oder braucht man es, daß einer oder mehrere oberkomisch an einen ranmarschieren? Gut anzureden haben sie einen im Grunde mit dem Allerwenigsten, bei faulen Witzen. Hat man denn diese Eintracht mit ihnen nötig, sich von so welchen, wie SIE es sind, was ansagen zu lassen?

Aber, die Gegenwartstage Anfang Septempber des Jahres '18, da gewahrt man so was wieder. In Mengen. Daß so was, wie DIE es sind, anscheinend besser hinhaut. Wie man das beinahe ohne Unterlaß per Nachrichten bringenden Flugtauben aus der und der Oststadt erfährt. Was dort hochtreibt, sich erblüht aufführt. Selbst noch, als wäre jeder ein Stadtbewohner, Ureinwohner, Einheimischer. Knapp wohne man da, käme nicht erst von weiter her, um ständig die Posse der großen Menschenmenge aufzuführen.

Mit einem des "Deutschen"-besorgten Auftreten führt man sich auf, schreit lauthals in die Umgegend rein, eiine Nationalflagge schwingend. Fast, als wäre das die IHRE. Hätten sie nicht eher andere Fahnen im Sinn. Schwarzrotgold schwingen sie. Als wäre das IHRE nicht die eine vorgestrige "Reichskriegsflagge". Oder so eine, auf der ein ägyptisches Sonnenzeichen verkehrtrum, quasi gespiegelt, abgebildet ist. Wie ja auch der eine Gruß, den sie von dorther, 3. Reich, öfters vorzeigen, dieses besondere Armhochrecken, ja auch der olympische ist. Lediglich, daß der die Armseite gewechselt hat, steigt dort der Arm von einem hoch. Als brächte ihm oder ihr das was Angeschärftes als Besonderheit. Ansonsten: doch wirklich nichts als eine Verballhornung des olympischen Grußes, daß DAS war. Das, mit dem die einziehenden Sportler früherdings ins Publikum hineingrüßten. Noch vor dem gesamten Dritte-Reich-Treiben. Und danach, als der Dritte-Reich-Spuk verging, war der eine Gruß für jeden Sporttreibenden verpönt, weil da was bitter zu verwechseln war.

Eben, die Bestimmten, da war nichts als einfache infame Nachäffung von vielem bei IHM und den SEINEN groß. Zahlreich imitierten sie was von anderen: das "Salute" der Römer, den Sportlergruß. Oder einfach ein altes ägyptisches Sonnensymbol, in einem Buch gesehen. Alles hatte einfachste Mittel, nämlich bloß das der Spiegelung oder den anderen Arm, das man für DAS des Eigenen angenommen hat. Da freute sich was schlichtes Volk denn trotzdem noch.

So etwas ist das im Aufzug, das heute, so östlich beim allgemeinen Bürger, aus dem Schatten tritt. Bei Tolkien waren die im Osten die "Orks". Als das mit dem einen Ring war, den der Dunkle Herrscher suchte, um Allmacht zu gewinnen. Immer häufiger gewahrte man in den üblich bekannten Landen in der Tolkien-Geschichte, daß "Orks" einfielen. Brandschatzten, mordeten. Ein Zeichen für die Geschehnisse im Osten, denn solcherart "Orks"-Abkömmlinge, lange nicht mehr, daß man sie in so hoher Zahl bei den normalen Menschen umgehen gesehen hatte. Wie DIE einen gerade ja auch sich diese Gegenwartstage in der Jahr '18-Realwelt eine Art Wiederkehr wünschen. In der Geschichte Tolkiens, daß der Dunkle Herrscher im Verborgenen nach Mordor zurückschlich, nach seiner alten Stärke rumsuchte. Um eine größere "Orks"-Vermehrung besorgte er sich. Schließlich wollte er Armeen. Schlagkräftige Armeen. Viel an Brut für die bevorstehenden Metzeleien. Heerscharen, ihnen beizeiten den Gleichschriitt und das Marschieren zu befehlen. So in die weiterhin verhältnismäßig auf nichts vorbereiteten Regionen der Menschen und der Elfen einzufallen, wie es Tolkien geschrieben steht. Und so was des Schlimmen, das an "Auen-Land" ranrückte, das spiegelte ja so die Geschehnisse der dreißiger Jahre des letzten Jahrhunderts wieder.

Schon lustig, wie das im Text kommt. Auch gegenwärtig sieht hier keiner viel was einer Gefahr. Trotz dem, was sich ostwärts in irre langen Jahren jetzt schon ausgebrütet hat. Seine Weile hatte. Was jeder auch wahrnehmen könnte, würde er nur genauer hinsehen würde wollen, im Osten..

Und, aus der Entfernung, da fordern solche welche mehr "Sicherheit" im Staate. Geradezu DIE. Von einem Staat fordern sie mehr Sicherheit. Nochgerade, weil einer starb. Ein einziger. Mit dem man ankommt, als wäre der der, der ein Maß voll machte. Dessen Tod das volle Behältnis zum Überlaufen brachte. Nachdem ihn nächtens in der einen Oststadt ein Messer erwischte, von einem geführt, aus fremden Landen herstammend. Ein Flüchtling, einer, der es nach Europa schaffte. Ein Asylbewerber. Wegen dem EINEN Toten: jetzt IHR beständiges Aufmarschieren, ihr Dauergetue und -geschrei.. Welch ein Gipfel - muß man sich vorstellen - ausgerechnet das ist IHR Begehr: mehr Sicherheit. Scheint's, daß man des Nachts wieder ganz normal rumlatschen könnte. Etwa für einen gewöhnlichen Heimweg, nachdem man mal ausging. Oder für sonst was des Nachts losmachte. Ohne daß man die Befürchtung haben müßte, jemandem mit finsterer Absicht zu treffen. Der einfach so ... Angefüllt mit Aggression ...

Denkt man dem Bild hinterher ... Gäbe es zwar keine Möglichkeiten mehr, daß etwa Auslandsstämmige des Nachts auf der Straße anzutreffen wären - würde das damit wirklich mehr an Sicherheit bringen? Nun, wenn SIE doch auch noch da sind. SIE, DIE mit sich. Die sich am liebsten wie Hilfssheriffs aufführen. Patroulllengänger mit Ansager-Wünschen. Als müßte man sich von einem von IHNEN größer befragen lassen oder so. Die Frage nebenher, gefällt einem von denen denn mal das Gesicht von dir? Oder nicht? Obzwar du Einheimischer bist. Und wenn nicht - was dann? Was passiert dann mit dir, hast du dich in eine Kontrolle verirrt?

Mehr "Sicherheit" demnach. Mehr Sicherheit - wo SIE doch auch noch da sind. Die, die nach der Art der SA in der "Weimarer Republik", Worte an dich richten.

Sich selber meinen DIE mit Sicherheit nicht damit, daß keine Sicherheit herrsche. Wiewohl sie sich liebend gerne freiweg geben, am liebsten jedermann ein Verhalten entgegenbringen würden. Daß man am Ende noch wo niedergeworfen werden könnte. Tritte, Schläge abbekommen. Oder sogar ein Messer aufgesetzt. Und ein Ausländer, einer von anderswo her und so, der ist auf Meilen nicht in diesem Bild. Nirgendwo ein Asylant, vor dem man sich doch in acht nehmen sollte. Weil der doch ...

Also, so in Ostregionen, wo so Schatten im Heute richtig finster dräuen, da gehaben sich in der Gegenwart von irgendwo dahergekommene, wüste Gestalten, als wäre tatsächlich wo wem was zuviel geworden, irgendwie was an einem Fäßlein am Überlaufen ... Weil einem einzigen ein Unglück geschah.

Wobei sie, die EINEN, besonderen Wert darauf legen, daß da eine Perspektive exklusiv bleibt. Und zwar der, daß kein zu klarer Blick auf sie selber fällt.

Dann und wann überfallen diese erwähnten Grobkornfiguren nebenher schon mal nach ganz alter Weise der Ansage auch noch Leute. Mit uralt-profanen Anwürfen, daß sie außerdem das Wort "jüdisch" in den Mund nehmen: "Judensau", das. Selbst ganz alteingesessene Bürger dieser Stadt, die sie mit dergestalt Slogans überfallen. Mit einem sicheren Gefühl, sie wären längst auf der gesicherten Seite. Als hätten SIE sie bereits: diese EINE Sicherheit. Daß jedem was, aber insbesondere IHNEN nichts fehlt.

 

 

 

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