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Blog von TeddeMehr

Zwei "Supererden"

13. September 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Was hat der aus der deutschen Europaregion herstammende Kommandant der internationalen Raumstation mitgeteilt, sich ziemlich wichtig anhörend: all die wissenschaftliche Arbeit, die man an Bord treibt, die diene hauptsächlich dem Aufbruch des Menschen zu den Sternen.

Das hat schon ein bißchen einen Klang, daß man irgendwo "zu den Sternen aufbrechen" möchte. Seit Jahrzehnten ist schließlich kein Mensch irgendwo größer gewesen als kurz außerhalb der Erdatmoshäre auf einer Umlaufbahn. Nicht mal in Richtung Mond konnte man es mehr schaffen, weil es zu mühselig und teuer war. Und jetzt spricht der eine von der "Raumfahrerei". Von richtiger Raumfahrerei, als ginge es sogar noch weiter weg. Vielleicht hinaus aus dem terrestrischen Sonnensystem. Nicht etwa die Rede von einer schnöden Unternehmung, vielleicht auch nur mit ein paar Leutchen am Mars auf der Oberfläche zu landen. Der Begriff ist weiter: "Raumfahrt". Raumfahrt, daß man sich fast vor Lachen wegkugeln will.

Oder, wie geht das zu? Bergen die Worte des einen Europäischdeutschen ein Geheimnis? Hat man doch plötzlich was zur Hand? Auf Lager? Obwohl seit Jahrzehnten nicht mal mehr ein Mondflug gestartet ward ... Und, die anderen Missionen, beispielsweise eine Reise zum Mars, die stehen ebenfalls in den Sternen. Freut man sich wohl doch nicht so drüber. Angesichts der lebensfeindlichsten Umstände am Marsboden drunten. Der Mars, ein wahrer staubtrockener Rostplanet. Vom "Rost" hat er auch seine Röte. Lebenunfreundlichere Umstände, wie sie am Mars herrschen, herrschen nicht mal auf dem einen oder anderen Saturn- oder Jupitermond. Daß man sich fragt, warum man nicht zu einem von denen aufbrechen will. Statt dauernd Kleinigkeiten von einer doofen Marsfahrt daherzuschwatzen, für die man das allerwenigste tut. Zumindest alles immer sehr zukünftig, an dem Platz.

Da kann man nicht mal irgendwie nach dem Mond oder auf den Mars hüpfen, in einer annehmbaren Zeit und bei einigermaßen erträglichen Verhältnissen für eine Besatzung. Und doch redet da einer großsprecherisch was von "Raumfahrt" daher.

Die Frage, die sich hier wiederholt: Aus welchem Grund spricht der trotz aller vorherrschenden Tristesse solche Worte? Weiß der mehr? Hat man denn irgendwas geheimer parat? Etwas, daß doch plötzlich was abgehen könnte, für die Weiten des Alls. Daß es anderweitige Raumfahrtmöglichkeiten gäbe, als so jene vom Boden sich wegknallenden Raketen. In Jahrhunderten wäre man in Generationenraumschiffen mit solchem Gerät irgendwann in der Umgebung einer Elf-, Zwölf-, Dreizehnlichtjahrewelt eingetroffen. Verschiedenste Generationen. Von den ursprünglichen Besatzungsmitgliedern: keiner mehr am Leben. Mehrfach ganz neue Leute, bis man dort eingetroffen wäre, am Bestimmungsort. In so beengter Kiste, daß man sich über kurz oder lang eher die Köpfe einschlägt, wird da mal zufällig einer zuviel. Schachtelgebilde, die man außerdem im Heute erst im Weltraum draußen zusammenbauen müßte. Sieht's danach aber aus, bei dem Kostenfaktor und dem Aufwand, der für das zu betreiben wäre? Also, doch klar: Jede Menge Material, das dafür in die Schwerelosigkeit jenseits der Erdatmosphäre rausgeschossen werden müßte. Um dort im leeren Raum kundig gebastelt zu werden.

Und dann das nächste Problem: der Mensch braucht eigentlich die Gravitation fürs Leben. Ständig schwerelos sich aufzuhalten, das brächte ihn irgendwann um. Bei dem allgemeinen Muskelschwund und allem. Daß man die Umstände einer Weltraumreise, unter den derzeit vorherrschenden Gegebenheiten nicht mal ansatzweise verstandsmäßig ertragen könnte, davon nicht mal die Rede.

Und trotzdem hätten sie eine Raumfahrerei im Sinn, schwatzt der eine was da davon. Nach all den verstrichenen Jahren. Nicht mal mit einem Mondbesuch war man mehr dabei. Und zum Mars, dorhhin aufzubrechen, darauf bereitet man sich auch bereits seit einer halben Ewigkeit vor.

Artikel in Wissenschaftzeitschriften möchten allerdings befeuern. So in elf, zwölf, Lichtjahren Ferne, bei "Tau Ceti", da gäb's schon was: zwei "Supererden". Für den menschlichen Pioniergeist. Das beim Sten "Tau Ceti" scheint ein wahres Planetensystem zu sein. Verschiedene Planeten hat man zusätzlich dort in den Blick gekriegt. Die "Supererden" und Planetenkugeln, die nur darauf warten würden, von einem Menschen aus unmittelbarer Nähe beguckt zu werden. Könnte man auf irgendeine annehmbare Weise bloß dort hinkommen.

Zwei "Supererden" ... Zwei "Supererden" sind zwei Planeten in dem einen besonderen Bereich, in dem es die Möglichkeit gibt, daß dort Leben entstehen könnte.. Bei dem, was immer man von diesen "Supererden" im Blick hatte. Wie immer man das wahre Atmosphärenaussehen aus der Restlichwelt herausrechnen kann. Daß es kein Ding der Unmöglichkeit sein könnte, daß man längst was Genaures über diese "Supererden" weiß. Daß man demnach ... Könnte man nur.

Aus zwölf Lichtjahren Entfernung, da knallt das Licht in zwölf Jahren Richtung Erde. Praktisch sind das Neuigkeiten von dort, muß man sich vor Augen halten, nur zwölf Jahre des Lichtpartikelfluges Unterschied. Das ist angenäherte Gegenwart. Nahezu Parallelität. Zwölf Jahre nach gestern, da hat was Echtzeit, von der man von dem in einer Zwölf-Lichtjahre-Distanz etwas mitkriegt.

Man lebt jetzt, und was Licht, das spiegelt so die Begebenheiten von vor zwölf Jahren auf diesen Planetenoberflächen. Denen dieser "Supererden". Bei der Sonne, die man "Tau Ceti" benannt hat. Die der Realität der Erdsonne nahe- beziehungsweise gleichkommt. Alles andere, als was des implodierten Restes in der näheren Weltraumumgegend.

Und dort sind zwei "Supererden" ... Nebenher sind zwölf Lichtjahre so nah, daß man selber sich um den blauen Planeten ängstigen könnte. Sich die Hosen vollmachen. Fern aller Sternenguckerruhe, daß ein Patschhändchen bei der Rechnertasta rumzittert. Vielleicht deswegen, daß man das jetzt so haarscharf wissen muß, allerhöchste Exaktheit, die bis weit hinters Komma reicht, wie geschwind Sachen, Asteroiden, Meteoriten und so dergleichen, draußen im Weltenäther rumschwirren. Von der irdischen Tempopolizei wird gegenwärtig im All viel rumgeblitzt. Das mitzukriegen, das tatsächlich am Tacho droben ist. Nicht daß da was plötzlich viel zu schnell ist oder wird, und man selber ... Man selber ... Mit all diesen Hinterladerraketchen.

 

 

 

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