Nicht wählbare Leute
Wie es wohl aussieht?
Das Schlechteste der üblichen Parteien ist noch um Meilen, Meilen besser als irgendwas des "Besten" bestimmter anderer Parteien.
So sollt man sich das umschreiben. Bei der gewaltigen Verschlechterung von allem, das DIE sind, diese beiden Parteien, die in den Jahr '17-Bundestag eingezogen sind. Diese zwei, die hübsch oft eine Art Parallelflug hinlegen, dasselbe Bild hergeben, nur die Hintergründe anders bemalt, dieselben Inhalte anders umschrieben. Bei am Ende jeweils öfter dem gleichen Endresultat, könnte man was von ihrer Glasneige in die Wirklichkeit umgesetzt sehen.
Wirklich seltsam, was dieser Tage alles so durchkommt. Tatsächlich Zuspruch findet, europäisch deutschregional. Bei einer Wählerschaft.
Daß man sich fragen kann: Meint man das im Ernst? Ernstlich auch noch - DIE? DIE, mit so was? Selbst wenn hier nun das Abgedeckte sich aufdeckt, enthüllt, auch dann weiterhin - DIE mit DEM? DIE irgendwie geeignet für das krakeligste Wahlzettelkreuzchen?
Jetzt beschreibt man da beispielsweise einen ganz Alten. Auch einer dieser Neuankömmlinge in einem hohen Haus seit einem Jahr '17-Wahlentscheidabend. Ziemlich ältlich, die Type. Weit jenseits der siebziger Jahre seines Lebens. In einer obskuren Partei großgehend. Eine, die sich tatsächlich mit einem solchen Wörtchen wie "Alternative" schmückt. "Alternativ", etwa wie fern jeder Art von Alternative. Alternativ wie alles unterdrunter der Bodenfläche auf der Müllhalde eine Alternative. Oder das einer Jauchegrube.
Ostwärts, die Abstammung von dem, wurd man unterrichtet. Ziemlich östlich, diese Regionen. Daß er geradewegs Tagen entstammt, bei seinem Alter, als das despotische System der "DDR" noch bestens ihre autokratische Funktionalität bewies. Ein blutiger Despotenstaat war das viele lange Jahre, die "DDR". Die eine Mauer der "DDR", die hoch war, mit Stacheldraht geschmückt, Wachtürme allerorten, auf denen bewaffnetes Personal Wache schob. Geschossen wurde von dort herab überdies. Bei zusätzlich eingerichteten Selbstschußanlagen. Daß es kein Entkommen sein sollte, aus dem dumpfbackigen Blockwart-Staatsgebilde.
Zu der Zeit war der eine ein Teenager, ein Twen, als das als was "Kommunistisches" wurde, was früherdings Nazi-Strukur hatte. Erlebte die zwanziger, dreißiger Jahre seines Lebens in diesem Staatengebilde.
Und heute ist er für so was ähnliches wie das der "DDR", nur noch eine Rasterdrehung übler, eine große Nummer in einer Partei, die das eine Schmuckwort "Alternative" für sich genommen hat. Eine Partei, von der man im Grunde nur schwer was nett umschreiben kann, so unsäglich die "DDR" ist ihr reales Wesen. Eins, das sich nochgerade auf Jahre bezieht. So vor Adenauer, Erhard. Tage einer Ära, die ebenfalls nicht mit Worten zu bedenken sind, daß man fröhlicher davon würde.
Was war dieser Mann denn zu "DDR"-Zeiten? Irgendwas Gesichtsloses, Blasses, scheint's. Damals, als es in der "DDR" viele so umschattet gab. Überreichlich viele. So einmal die "Normalo"-Nazis, die mit einer Kurzhaarfrisur. Der Staat "DDR", der mit so was des Alten zu kämpfen hatte. In den späten Siebzigern nährten sich dann so Kräfte aus dem Britischen. Nach britischer Art den "Skinhead", daß sie die späten Siebziger gaben. JENEN Charakter. Mit dem ein Kerl Leute, die anders zu sein schienen, "klatschte", ein nordamerikanisches Sportgerät, den "Baseball"-Schläger, öfters mit sich führend, ohne was dieses Sports in Echt zu betreiben. Bloß so Leute, daß man damit angriff. Ob anderer Hautfarbe, als jemand aus einem "befreundeten Bruderstaat" der "DDR. Oder nach anderweitigen äußerlichen Merkmalen.
Da war der eine denn Ende dreißig, als das mit dem "Skinhead"-Wesen mit Britannien-Herkunft mit sich Auftrieb hatte. Eine brutale "DDR"-Seuche, die "Skinheads". Das mit den "Hautköpfen". Wie so die "Punks" ebenso einer hämevolleren britischen Mode-Ansage entstammten, als alles all die Jahre vorher. Mit dem "Punk" und dem des "Skinheads" kehrte das Kurzhaarige, Bornierte der fünfziger Jahre wieder. Etwas, mit dem um Kilometer hinter dem der "Hippies" zurückgetreten wurde. Selbst der mit überreichlich Haarspray hochgetackerte "Irokese" eines "Punks" war nach dem Wochenende rasch in eine Allerweltsfrisur zu verwandeln, hatte man frisurtechnisch Anständigkeit irgendwo für sich nötig. Für die "Igel-Frisur" brauchte es ohnehin nichts weiter als eine Dusche, dann war man unbesorgt zurück im Alltag. Hatte man keine Droge an der Backe, zahlte man für nichts.
Und dann kam in den achtziger Jahren das Ende der "DDR", die für den "DDR"-Bürger hochgezogene Mauer, die wurde eingerissen. Und da war in der Folge nicht viel mit dem, dem einen Besagten. Derjenige, der war zu der Zeit anscheinend sonstwo. Um heutzutage, mit weit über siebzig an Lebensjahren, nicht sonstwo abgeblieben zu sein. Sondern selbst damit noch in Schlagzeilen Erwähnung zu finden, als einer mit einer politischen Rechtsrausdrehung, mit Ansprachen rüberzukommen, hergenommene Texte aus ganz altvorderer Ära. Nur so leicht verfälscht. Reden, Schriften der Charlie Chaplin-"Tramp"-Fälscherfigur, die DER für die Gegenwartstage mit den Gegenwartsthemen umgestaltet für sich nutzt. So etwas, daß er hämevoll abläßt. All das von dem einen, der sich "Führer" hieß, mit all den alten Inhalten, nur eben für die gegenwärtige Zeit umgemankelt.
Und, wie es ausschaut, scheint DENEN mit dem Wörtchen "Alternative" als Schmuckwort wirklich auch das Letzte des Allerletzten was aushelfen zu können. Wie man ja eigentlich auch schon im Jahr '33 dem in die Wahlveranstaltungen kommenden Publikum alles ziemlich unzweideutig unter die Nase rieb. Was denn später kommen würde, wenn man erst die Machtpositionen eingenommen hätte Im Jahr '32 und '33 hätte man das lange vernehmen können, was späterhin wurde. Im Jahr '32 bis hin zum jenem Wahlabend, daß es noch ausgereicht hätte, sich einfach dort das Wahlkreuz bei DENEN zu sparen, daß die Welt dem "Reichsbürger" kein Unglück würde. Wie es wurde.
Tja, Anno '33 kann man sich noch was einer naiven Ahnungslosigkeit zugute halten. Aber im Heute? Heutzutage, wo jegliches glasklar ist, was später die Tage nach dem Wahlentscheidabend im Jahre '33 kam. Selbst die einen, die streiten das überhaupt nicht so ab. Daß all das von früher der Tatsache entspricht. Die zwölf obertristen Jahre einer Herrschaft, einen Weltkrieg inbegriffen.
Damals, im Jahr dreiunddreißig, war das alles, was späterhin ankommen würde, nicht so überdeutlich. Bloß, in der Gegenwart des Jahres '18 nach dem Millenium, hat man jenes gesamte Bild klar. Daß man nichts bei sich abstreiten könnte, was hier der Fehler wäre, wählt man so was gehäuft. Auf einem Boden, auf dem man für sich nur eins festhalten könnte, und zwar das: daß die dort im Grunde unwählbar wären. So unwählbar, wie man sie im Jahr '33 des letzten Jahrhunderts wirklich besser gesehen hätte. Nicht eines einzigen Wahlkreuzes waren DIE was wert, im Jahr '33.
Und nun spottet einer "alternativ" auch noch damit, alte Reden von einem für sich zurechtzutexten, daß sie einer Gegenwartsära entsprächen.
Wem es also nicht spätestens hier und jetzt gewiß ist, was da los ist. Was hier schlimmer ist: noch ein paar Flüchtlinge mehr. Oder DIE. DIE mit ihrer Gestrigkeit. Vorvorgestrigkeit, die gerne mit sich im Hier und Jetzt einträfe.
Eigentlich eine Frage, die jedem unzweideutig zu beantworten wäre: Von den Tagen, denen zwischen '33 und '45, braucht tatsächlich kein Jetztzeitmensch kein bißchen irgendwas. Nicht nach siebzig Jahren. Nicht nach einhundert Jahren.
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