Auch ohne gewählt zu sein könnt man wohin kommen
Die mit den gelben Warnwesten in der europäischfranzösischen Region, die scheinen ziemlich erfolgreich. Wenigstens ist jemandem im Präsidentenpalast der Republik eine soziale Komponente zu Bewußtsein gekommen. Erst mal, Ende des Jahres '18 nach dem Millenium. Auf vieles, das so die "Gelbwesten" ansagen, wird anscheinend eingegangen. Als hätte es sich gelohnt, daß man größer Gewalttätigkeit an den Tag legte. Damit, daß sich auch was bewegt hat in den regionalen "Departements". Daß Herrschende das ihrer Politikausrichtung ein paar Raster zurückdrehen. Daß da manch Kostenfaktor in der Bevölkerung wieder weniger lastend würde, und man die soziale Komponente schärfer sähe.
Nur, die "Bewegung" derer mit den gelben Westen. Weitermachen wollen dort welche. Ihren Protest als "Unzufriedene" fortsetzen und fortsetzen.
Für wen, das ist nicht direkt klar. Womit die Szene mal enden sollte, ebensowenig. Oder doch? Herrscht doch irgendwo eine Klarheit wo?
In der Entscheidungswahl zwischen zwei Politikrichtungen und zwei Kandidaten hat da einer in der französichen Europaregion obsiegt. Noch nicht mal so lange her, der Wahltag. Ein ziemlich eindeutiges Ergebnis hatte sich ergeben, daß man sagen könnte: Die Franzosen haben in der Weise gewählt. Nicht anders. Eine Entscheidung, die wurde getroffen.
Nur ... Glücklich war die Verliererseite selbstverständlich nicht darüber. Und wenn dann die nächste "Bewegung" ankommt. Entstanden aus Unzufriedenheit. Derweil man sich als Unzufriedener oft genug gewalttätig abbildete. Womit es derweil weiter und weiter gehen soll. Daß da Leute scheint's überhaupt nicht mehr damit aufhören können, den Moment zu suchen ... Auch mit Gewalt. Mit andauernder Gewalttat unzufriedene Bevölkerung mitreißen zu wollen. Der Dauerempörte, der aufstacheln und aufstacheln möchte. Selbst den Präsidentenpalast wollte man schließlich bereits stürmen, würde am liebsten jedesmal in ihn hineinstürmen, sucht man die Hauptstadt heim. Daß daran zu denken wäre: So eine "Bewegung", wie sie die "Gelbwesten" am Ende des Jahres '18 nach dem Millenium gerne wäre, die hätte das in Begehr, auch noch einen richtiggehenden Putsch herbeiführen. Daß da wer der "Gelbwesten" am Ende sogar noch die Macht im Staate nehmen könnte. Um sich als das an der Regierung auszurufen.
Damit hätte man dann bereits kurz mal in einer Sekunde die demokratische Ordnung außer Kraft gesetzt. Denn: Gewählt wäre man nicht. Durch eine Wahl legitimiert. Müßte sich von daher erst mal vor der Welt legitimieren. Verfassungsgemäß machen. Wahr werden vor Recht und Gesetz. So ein Antlitz vorzeigen. Mit der Andeutung, daß alles nun seine Ordnung hätte.
Diese Kleinigkeit, für die man beispielsweise in der an Europa angrenzenden Regionalfläche Türkei gesorgt hat. Für das eine Moment der Legitimität. Der Verfassungsmäßigkeit. Für das war da einer sogar noch ein Wahlkämpfer, obwohl er es in Wahrheit überhaupt nicht mehr gebraucht hätte, einen Wahlkampf zu führen. Trotzdem ließ er, unter dem Einsatz aller ihm zur Verfügung stehenden medialen Mitteln, ohne der Opposition eine wahrhafte Chance zu geben, nochmals bei sich rumwählen. Brachte es auch zum relativen Wahlgewinner. Daß man festhalten muß: Dieses eine Gesicht, das einer gewissen Legalität, das hat da einer gewahrt. Eine Mehrheit im Volk hat ihm das Gewünschte gegeben.
Müßte man nun sehen, wie das in der Europaregion "Frankreich" wäre, könnten die "Gelbwesten" das: erfolgreich putschen. Frage nebenher: Wäre es jemand anders als irgendso eine Person, die derzeit bei den "Gelbwesten" eine Rolle spielt, wen würde man dann aus dem Hut zaubern? Um ihn, sie an den Thronsessel des Herrschenden heranzugeleiten. Die Bitte auszusprechen, man solle doch am Thron Platz nehmen. Ohne den Umweg einer Wahl.
Bei der letzten Wahlveranstaltung war man zwar nicht so siegreich. Bloß, wenn man angefragt würde, wer könnte da am Ende "Nein" sagen.
Überdies: Im nachhinein könnt man immer noch so oft wählen lassen, wie man will, nicht? Wäre so ein Zeitpunkt günstig, könnte man beizeiten mit Sicherheit jederzeit auch einen Wahlgang initiieren. Selbst als Putschist. Hat man erst die staatliche Kontrolle genommen. Weiß, sich medial ins rechte Licht zu setzen. Das Wahlergebnis müßte nichts zu wünschen übrig lassen.
-----