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Blog von TeddeMehr

Erdnußpaste, Peppeln - und dann?

7. Dezember 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Was für ein Bild!

Im Hintergrund: ein vergessenes Ölfaß. Bei allem möglichen Müll sonst noch auf etwas sich begrünender, ansonsten schlammiger Bodenfläche.

Eine gewisse Andeutung von besserer, sorgenbefreiter Umweltverschmutzung.

Im Vordergrund, das Foto-Wesentliche: der ausgemergelte Eisbär. Nur noch ein rumtorkelndes Häuflein Elend. Haut und Knochen. Mehr tot als lebendig.

Noch, daß sich der eine Eisbär taumelig voranschleppt. Auf seiner Futtersuche. Dabei langsam fast nicht mehr in der Lage, Vorder- und Hinterläufe ein Stückweit anzuheben.

Die Frage: Hilft es überhaupt noch was, würde man dem Eisbären was Batzen Fleisch zum Fressen hinschmeißen? Ihm was eine Schüssel mit Trinkbarem hinstellen?

Könnte er irgendwas einer Essensware oder Flüssigkeit überhaupt noch bei sich behalten? Oder müßt er es nicht auf der Stelle rauswürgen?

Ist er, der Eisbär, nicht fast schon in einem jenseitigen Zustand? Daß er allerhöchstens noch ein Fall für die Erdnußpaste wäre.

Daß man ihm Erdnußpaste ins Maul striche. In der Hoffnung, daß da irgendwas bei dem Eisbären noch mal weiterhilft. Bei Löffelweise was Wasserdarreichung.

Eher wahrscheinlich, daß der Eisbär die nächsten Stunden trotz allem, was man da noch unternehmen könnte, verstirbt.

Mit Sicherheit ein kleines Glück, das wäre, könnte man irgendwelche Lebensgeister in den Eisbären zurückbringen. Wofür man mit Sicherheit Tage zu veranschlagen hätte.

Bis der Eisbär wieder das wäre, das Wilde, Ein gewaltiger Bär, vor dessen Angriffen man sich langsam lieber in acht nehmen sollte.

Schließlich, der Eisbär, ein Raubtier. Jahrtausende an Ewigkeiten ein Selbstversorger. In den unwirtlichen Kälteregionen eigentlich längst angesiedelt. Hunderte und Hunderte von Kilometern streift er gewöhnlich in der Eislandschaft rum. Auf seiner ständigen Suche nach was Freßbarem.

Und jetzt, obwohl der Eisbar ein wenig ein Überlebenskünstler ist, ist nicht mehr viel, das bei ihm weitergeht. Demnächst hilt ihm nichts und niemand weiter.

Was wäre das, so ein Ort, wo er hingehen sollte? Eine Zooanlage?

Als Dauergast in einem Zoo. Schlußendlich: Peppelt man ihn als Eisbären wochenlang auf, entläßt ihn dann wieder in die Freiheit. Dann hat er dieselben Probleme binnen kürzester Frist wieder, daß er nicht viel Freßbares mehr findet. Es sei denn, er greift Menschen an. Von denen es welche im Überfluß überall gibt. Nirgends sieht man diese zweibeinig laufenden Gestalten nicht.

Aber das, einen Angriff auf einen Menschen, den überlebt er vielleicht allerhöchstens ein paar Tage. Bis ihn die hochgerüsteten Jäger haben ...

Demnach ...

Demnach ... Ein Zooleben?

Oder man sieht das so: Derjenige, der das Foto schoß, der hat alles bei dem Eisbären auf sich beruhen lassen.

Später, daß der Eisbär noch dazu gut war, anderem, ebenfalls auf der Suche nach Freßware, als Futter zu dienen.

Alles nichts als die Flüchtigkeit des Moments. Der Eisbär, ist er nirgends im Zoo, eine aussterbende Art. In der Freiheit seines kalten Lebensraumes hat er nicht mehr viel. Nicht mal mehr kalt genug ist es für ihn dort.

Dort, wo der eine Eisbär mehr tot als lebendig rumtaumelte, das war sicher früher alles dickste Eisfläche. Und bei weitem nichts eines Schlammbodens, der sich irgendwie zu begrünen beginnt.

Bloß, wenn sich die Umwelt wandelt ...

Dabei hatte der Eisbär schon was gewählt, sich in eine unwirtliche, karge Region zurückgezogen. In die Kälte der Eiswüste.

Von der er nun bald nicht mehr viel sieht. Viel zu warm ist es dem Eisbären lange geworden. Er möchte zurück ins Kalte. Hinauf auf die weite Fläche Eis.

 

 

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