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Blog von TeddeMehr

Gebliebene Gesandtschaft am Mauerrest

24. Dezember 2018 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #Kurzware II

Eine möglichst hohe Mauer zu einer Nachbarregion. China hatte das mal. Die "DDR" ist für dergleichen das mit dem größten Gegenwarts-"Ruhm".

Wer hätte das bis vor kurzem gedacht: Ein nordamerikanischer Präsident als "DDR"-Mauer-Begeisterter. Kein Mauern-Einreißer, sondern jemand aus Nordamerika, der es den "DDR"-Oberen der frühen sechziger Jahre nachmachen möchte.

Denjenigen Bestimmten, die für das Hochziehen eines hohen Mauerwerks längs einer längeren Grenze sorgten. Meilenweit, daß sich die eine Mauer der "DDR" zog.

Was es an der ollen "DDR"-Grenze beim Mauerwerk nicht alles gab. Wachtürme mit MG-Nestern. Maschinenpistole-tragendes Wachpersonal zuhauf. Tonnenweise Stacheldraht. Tretminen. Selbstschußanlagen. Alle paar schiefen Meter: Partrouillengänger mit tierischen Begleitern. Keine reinen Gassigeher.

Wahnsinn. Der "DDR"-Bürger, der sollte eingesperrt sein. Vor Ort bleiben. Nicht wohin fliehen. Ausreisen schon gar nicht. Höchstens ostwärts durfte er ein wenig.

Wie da gegen die eine Mauer, beobachtet vom "DDR"-Grenzschützer, angeschrien wurde. Ein Nordamerika-Präsident meinte sogar extra: "Ich bin ein Berliner".

Hahaha! Ein "Berliner" ist vieles.

Und jetzt ...

Jetzt sieht man da so jenen oberseltsamen Jahr '17-US-Präsidenten. Eine wirkich wahnsinnig abstruse Gestalt. Die tatsächlich mit einem Mauerbau rumwirbelt. Möglichst hoch werden soll das US-amerikanische Teil. Fünf Milliarden Dollar, die hätte ER gerne, für so seine Grenzziehung zu einer Nachbarregionalität. Aber und aber Tausende Meilen soll das Werk am Ende lang werden, sich noch durch Wüstenlandschaft ziehen. Die "nordamerikanische Mauer" im Gegensatz zur "chinesischen Mauer".

Ein Nordamerikaner hat da für die Geschichtsbücher Aufstellung genommen, einer, keine Mauern einzureißen. Sondern, er einer, eine als ein Extra hochzuziehen. Möglichst hoch und für den anreisenden Grenzbesucher drinnen schmuck, verziert. Daß sie am besten nicht nach dem aussieht, was sie ist: eine Mauer gegen einen etwas ärmeren Nachbarn und die böse Welt. Aus der viel zu viele zu einem ein- und vordringen wollen. Um mit einem in Wettbewerb zu treten.

Obwohl, schon die Fragestellung: Warum denn nur? Was verspricht sich einer von Nordamerika? Nordamerika, ein Land, in dem viel Armut die Szene beherrscht, haufenweise Großstädte, angefüllt mit den allerschlimmsten Slums. Aus einem Slum flieht man, um womöglich zu allem Überfluß in einem anderen Slum zu landen. Oder in einer Schmuddel-Kiste mit Sklaverei-Annäherung. Ohne allzuviel Aussicht auf irgendwas. Nordamerika, schließlich hauptsächlich eine Landfläche von einigen wenigen Superreichen mit ihren Pfründen. Gegenüber zu vielen, die nicht das bißchen was wissen, wie sie Tag für Tag über die Runden kommen sollen.

Und da möchte man am Ende auch noch hin, mit sich hinflüchten? Zu denen dazukommen, wo es sich in Haufen zusammendrängt? Beispielsweise in einer dieser nordamerikanischen Großstädte? Um irgendeinem besseren Nordamerikaner ein Sklave zu sein? Ein Diener? Lakai?

Durchaus möglich wo, wo die Sklaverei zwar offiziell abgeschafft ist. Offiziell hat man keine Sklaven und keine Sklavenmärkte mehr, nur ... Es könnte Überraschungen geben. Sklaverei muß nicht "Sklaverei" heißen. Nirgendwo weltweit. Sklaverei kennt viele Gesichter und Bezeichnungen.

Was für ein Horizont bei den Nordamerikanern gerade! Ein Milliardär, der sich um nichts weiter Sorgen machen müßte, sorgt sich um die Zuwanderung. Besorgt sich von wegen Zuwanderern. An eine hohe Mauer denkt er. Will diese errichten. Viele Meter hoch, die Mauer. Auch, weil es eines seiner Wahlversprechen war. Eins, das er unbedingt halten möchte.

Also, so was hätte es früher nicht gegeben. Das hätte sich kein Phantasie-Geschichten-Schreiberling ausdenken dürfen, wünschte er sich Veröffentlichung. Das, daß mal so ein Nordamerika-Präsident daherkommt, sich die "DDR" als Vorbild nehmen möchte. So was war bis vor kurzem jenseits jedes geistigen Horizonts. Und doch sieht man so in dieser Gegenwart, bald 19 Jahre nach dem einen Millenium, so einen im "oval office", dem "Weißen Haus", der ... Der jemand ist, daß man es nicht glaubt.

Was der noch für Anwandlungen dazu hat. Was da zu ihm in jenes "Weiße Haus" schon reinkommen durfte. Vorübergekommen ist es durch IHN an uniformiertem, zu allem entschlossenen Wachpersonal, man faßt es nicht.

Jemand war im "oval office", einer aus einer "Breitbart"-Welt. Der und andere von da gingen ein und aus im "Weißen Haus", grinsten und spotteten in der Gegend rum. Überdies hat dieser eine US-Präsident sich letztens bespaßt, jemanden als Botschafter nach Berlin zu entsenden. Die Gänsehaut hätte er gekriegt, erzählte der Neuankömmling den Nachrichtenmedien, nachdem er am Flughafen gelandet war. Als ihm das Bewußtsein kam, wo er eintraf, sich aufhielt. Nicht an das Tolle, auf das er Bezug nahm, was da aus dem demokratischen Gedanken nun schon über siebzig Jahre gemacht wurde. Nein, der US-Abgesandte, er sann über ganz was anderes nach. Seine Gedanken waren bei so den widerwärtigsten Gestalten, die mal vor Jahrzehnten da in in dieser Hauptstadt eines "Dritten Reichs" hinter dicksten Mauern in Bunkern Gänge bekrochen. Und jedem, der weiterhin gehorchen wollte, das Schlimmste eines Irrgangs anbefahlen.

Über die und so was, daß der Eingetroffene nachsann, dabei, daß ihm Schauder den Rücken rauf- und runterliefen. Seine komischen Anwandlungen kriegte er von daher. Er, ein Nordamerikaner, man stelle ihn sich in seiner Rückwärtsgewandtheit nur knapp mal vor. Dessen Vorväter die "Alliierten" waren, diejenigen, die die Demokratie nach Deutschland zurückbrachten und mit ihren Entnazifizierungsprogrammen ziemlich aushalfen. Vielleicht wäre eine Interpretation dieser Programme im Heute für viele was Gutes. Das, das an den Tag gelegt wurde, für das Entnazifizieren. Würde sicherlich heutzutage oftmals sehr gut was davon taugen, sich mit dem Entnazifizieren bei sich zu beschäftigen, auch wenn man früherdings zu den "Alliierten" zählte, den Siegermächten.

Und bei diesem einen Nordamerikapräsidenten, der im Jahr '16 eine Wahl knapp gewann, waren so welche lange bereits leibhaftig vor Ort. Mitten im nordamerikanischen Herzen waren sie plaziert.  Von so welchen, "Breitbart" eine Benennung, ließ sich da ein US-Präsident unmittelbar beraten ... Wer weiß unter diesen Voraussetzungen derzeit, wie es so zugeht, mancherorts. Was da sich so an Gehörgänge drängelt. Erörternd was daherplaudernd.

 

 

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