Vandalismus, in Nachbars Garten
Das Wort "Vandalismus".
War nicht so geläufig, gerade. Da mußte wieder was neu gelernt werden.
Zunächst: "Vandalismus". Dieses Wort. In Zusammenhang mit einem Einbruch war es bei der medialen Berichterstattung mit zu lesen. Dessen soll sich der Einbrecher da wo in Nordamerika, der ölverschmiert in dem Schacht feststak, auch noch schuldig gemacht haben: dem des "Vandalismus".
Das war mir bei einem Thema, dem, bei dem es sich um das auf dem Gelände anderer Leute dreht, nicht so recht parat, das: "wie die Vandalen hausen". Diese Sicht. Die, daß "Vandalismus" mit ins Spiel kommen könnte, "Rowdytum": so Willkürakte gegenüber Besitztümern anderer. Als "Rowdy" bezeichnen sie dabei meist jemanden jugendlicheren Alters.
Obwohl das schon glatt an Vandalismus rankommt, beschreitet jemand aus der Nachbarschaft bei dir einfach uneingeladen oder so deinen Garten, Haus und Hof, läuft bei dir freihändig am Gelände rum. Als hätte er, sie, es größer drauf was zu suchen. Während er dabei die Tausendsten Handlungen vollführt. Äste wegbricht, rumschnippelt. Sich gegenüber einer Bepflanzung richtig verhält, als wär sie die eigene. Oder sich einfach, fürs bessere Rumlatschen drauf, den Platz mal freiräumt. Als hätte man über was auch nur ein bißchen Verfügungsrecht, hätte dafür die Erlaubnis erhalten. Dürfte mittendrinnen auf einer Fläche was ganz nach Belieben anstellen, was dem eigenen Geschmack entspricht. Müßte lange auf nichts achten, könnte dort und dort Scharte machen, alles, wie es ihm, ihr gefällt.
Faktisch eine Art des "Vandalismus", "Rowdytum", macht man es sich beim Nachbarn drüben licht. Damit man besser was sieht, beobachtet, oder so. Oder man die Fußknöchel nicht zerkratzt kriegt, auf seinem Weg, rund ums Nachbarhaus. An dem man nichts eines Eigentums-, Wohnrechts hat. Nichts dergleichen. Was wird weggemacht, daß nichts auf das eigene Kleid geht, sich nichts mehr wo festhängt. Daß man sich nicht wo losreißen muß, sich keine kleineren, größeren Kratzer lästigerweise abholt. Überdies: Man möcht zwischendrinnen auch mal geschwind wohin verschwinden, von Ort zu Ort huschen. Falls unvermittelt die Flucht zu ergreifen ist. Da sollt man lieber nirgends hängenbleiben, bei der Eile, die man an den Tag zu legen hat. Deshalb, das und das abgebrochen, das weggeschnippelt, fast schon echte Arbeit, die man sich in der Hinsicht machte. Dafür. Daß einem beizeiten nichts schief läuft, hätte man eilig zu fliehen.
Frei soll alles rundum erreichbar sein, immer, wenn man da Lust hat, Grund und Boden mit sich zu belatschen. Bei Leuten rumzuhorchen, was die so miteinander bereden. Ob man nicht vielleicht ab und zu was Interessantes mitkriegen könnte. So zufällig. Vielleicht eine Neuigkeit. Etwas einer Information,, die man sonst nicht kriegen hätte können, weil darüber nichts zu einem gesagt worden wäre. Bei einem Mitteilungsbedürfnis der Gegenseite gegen Null.
Selbst weiß man bei dem Thema nur über so Einbrecher, Diebe, Betrüger, Zechpreller und alle möglichen Gauner aus dem Krimi Bescheid. Ohne sich so als Baum- und Gebüscheentferner, es sich am Gartengelände lichter machende Person, so das für sich selber in Betracht zu ziehen. Daß man höchstselbst gut dabei eintrifft.. Als wer, der anbei was anstellt. Quasi im Vorübergehen. Auf der weiten Fläche von Haus- und Landfriedensbruch. Wird da mal so was Fall für einen Anwalt, daß es aufkommen könnte, daß man wo eigentlich kein besonderes Besitz-, Haus- und Wohnrecht hatte. Der Grund und Boden, den man andauernd bewanderte, sich dabei sogar noch von anderweitiger Nachbarschaft beobachten und grüßen ließ, von Leuten, die sich nichts Böses dachten, weil man von daher vermutete, da hätte alles schon seine Richtigkeit. Man hätte die Erlaubnis gehabt. Da und mit dem so und so sich umzutun, zu verhalten. Derweil man selber lediglich auf was ewig spitzte, da vor sich hinträumte, beim Rumlatschen sich mit der Astschere Wünsche erfüllend, sich dabei gehabend, als ob man das und das lange in Besitz genommen hätte. Obwohl eigentlich derweil nichtsdestoweniger das "Betreten verboten"-Schild für einen galt. Gerne gesehen war man da, wo man umging, nicht, nur die anderweitige Nachbarschaft, die hatte das nicht im Blick, während sie einem so ausdauernd bei allem zuschaute, freundlich rübergrüßte, beobachtete, wenn man mal wieder nebenan am verträumten Rumspuken war. Manch Opa, manche Oma, der und der Zuschauer bei Geschichten, der wußte, ahnte wenig. Dem lag das Denken fern. Da wähnte man nur immer, das und das, das ginge doch in Ordnung. Wenn man sich so zeigen konnte, wie man sich zeigte.
Und beim ständigen Beschleichen von Leuten, sie behorchen und so, da hat man dann in der jüngsten Zeit so was wie einen "Stalking"-Paragraphen größer mit am Hals. Und das, obwohl man allem und jedem sonst immer honorig, aufrichtig, anständig schien. Selber ist da der und die oder die und der auch schon dort auf der Fläche nebendran mit herumspaziert. Die, die zu einem dazukamen, während man dann über andere zu reden anfing. Obwohl das eigene Thema schier der Wahnsinn war. Eine Anzeige, die man erhalten hätte können. Die Polizei, wäre man bemerkt worden, hätten die wirklichen Besitzer die gerufen ... Wie da was kommen könnte, für einen. Derweil man was Verhältnisse bei wem in der Nachbarschaft diskutierte. Ohne das zu besprechen, das, das einen selber auf fremdem Grundbesitz anbetreffen hätte können. Darüber, daß man sich nicht das Maul zerriß. Während man beste Honorigkeit mimte, sich als einen ehrbaren Bürger und so ansah.
Und es hat das Problem von einem auch nie jemand bemerkt, außer denjenigen, die es mal selber irgendwie zufällig anbetraf. Das, wie das mit einem sein kann. Als jemand, urplötzlich in der Lage, wo mitten in einer Wohnung drinnensteht. In einem Wohnzimmer. Im Grunde uneingeladen. Nur ... Gestern, als man wie selbstverständlich noch woanders gesehen wurde, als wär man bei sich am eigenen Grund und Boden, obwohl bei anderen Leuten am Grund und Boden drüben, da hatte man denn die Tatsache von einem schon im Blick. Sichtbar im Garten nebenan. Ohne daß das das kleinste bißchen in der Wahrnehmung geriet, wie das erst wäre, wäre man das mal selber: daß man unaufgefordert und ohne Einladung dort bei sich im Haus drinnen wen erlebt. Weil das eine Erfahrung ist, die muß man erst selber machen. Wie was ist. Das, was hier eigentlich Sache sein kann.
Wie was überdies noch sein könnte, wenn es für Haus- und Landfriedensbruch auch noch Gefängnis geben kann. Eine mögliche Vorstrafe. Hat man größer Pech, sind Gefängnistage fällig. Und man hat einen Eintrag ins Führungszeugnis hinzunehmen. Das ... Dann hockt man am Schluß selber noch mit den besagten Dieben, Einbrechern, Betrügern und so all dem Gesocks mit rum, über das man so gut unterrichtet war, die man alle bestens kannte, ohne das selber mit sich mit dem in Bezug gesetzt zu haben. Ganz zwangslos könnt man sich dann mit diesen Leuten sich unterhalten, zu denen man sich früher nie gerechnet hätte. Nie die kleinste Idee, da bei denen dazuzukommen. Aber das mit dem Land- und Hausfriedensbruch könnt's möglich machen. Das "Stalken" anderer. Daß der ehrbare Papi oder selbst noch die Mutti, die Tante, der Onkel mal eine Gefängniszelle in Sicht kriegen könnte. Bei manchem Gelüst, wo zu sein, wo einem nichts gehört, man nicht das kleinste bißchen nachgefragt ist.
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