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Blog von TeddeMehr

1. Teil: 2.3

4. Januar 2020 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #dreimal erwachen

Das nächstemal, daß Joachim für sich festzuhalten hatte, Jo, den Revolvermann, den traf der harte Schlag in Brusthöhe.

Er war aber nicht Jo, der Revolvermann. Jo, der Revolvermann, Mörder-Willy und Marga, die Barfrau, das Geschehen im Saloon Empireless in Pain City - all das war nicht wahr. Nichts als ein Alptraum, aus dem aufzuwachen war.

Schnöder Alptraumhorror, einer, der ihn in die Realität zurückholte, zu sich kommen ließ.

 

Klare, deutliche Szenen, solche mit Marga in der Küche, die hatte Joachim früher im Dutzend billiger gehabt.

Heute war das eine andere Welt. Und er wußte nicht, was Marga derzeit trieb. Davon abgesehen, daß Marga es mit Willy trieb. Willy, der mal sein bester Kumpel war; Willy, einer mit einem Aussehen, daß er schon alleine darüber froh hätte sein können, von Joachim als Freund betrachtet zu werden.

Im Dunkel lag Joachim im Bett rum. Was ihm in die Nase stieg, war kein Kaffeeduft. Licht verkokelt, so roch es. Als hätte es wo in der Nähe einen Brand gegeben.

Nichts und niemand rührte sich in der Wohnung. Weit und breit keine Marga.

 

Sogar Margas Stimme hatte er im Traum gelauscht.

Alles eine Illusion, weiter nichts. Marga war nicht zu ihm zurückgekehrt, befand sich nicht in seiner Wohnung.

Marga, mit der war es aus und vorbei. Marga, die hatte ihm das zwischen ihr und Willy schon vor langerem bei einem Gespräch, das alles klären sollte, unter die Nase gerieben. 

 

Marga sah Joachim vor seinem geistigen Auge. Marga zusammen mit Willy. Auch noch das Doppelbett von Joachims Schlafzimmer.

Was ebenfalls Teil der realen Geschehnisse war. Marga und Willy hatten es zu anfangs öfters bei ihm in der Wohnung miteinander getrieben. Zusammentelefoniert hatten sich Marga und Willy, sich Kurznachrichten geschrieben.

Mußte spannend gewesen sein. Am Ende hatte man darauf achtzugeben, daß Joachim nicht plötzlich heimkam, das Paar beim Liebesspiel überraschte.

 

Neben sich bemerkte Joachim Marga, Marga, die stöhnte, wie Joachim es oft gehört hatte. Margas Gestöhne hatte aber nichts damit zu tun, daß Marga mit Joachim etwas anstellte. Auf Willy war Marga drauf, bewegte sich auf Willy auf und ab, ruckte mit den Hüften von einer Seite zur anderen, um aufs neue anzufangen, mit dem einen Auf und Ab am Bett, daß die Matratze knarzte.

Schließlich bemerkte Marga Joachim neben sich und Willy. Joachim, der sich einfach nicht regen konnte, nichts wegen Marga und Willy unternehmen.

Margas schwitziges Gesicht, das sich überraschend veränderte. Zu einer langgezogenen Tierschnauze verformte sich die Visage Margas.

Ihr Maul, das Marga aufklaffen ließ. Böse, weiße Zähne. Schlimmste Zahnreihen, mit denen Marga nach Joachim schnappte. Sich in ihm verbiß, an ihm zerrte und riß.

Im Hintergrund bei Marga, daß Joachim Mörder-Willy boshaft grinsen sah.

 

Mörder-Willy hatte die eine Patrone hochgehalten, in die leere Revolvertrommel hineingeschoben, dann die Trommel mit der Handfläche gedreht.

Russisches Roulette spielte Mörder-Willy, zielte mit seinem Sechsschüsser auf Jo, den Revolvermann.

Obwohl, wäre Mörder-Willys Revolver losgegangen, hätte Mörder-Willy wahrscheinlich eher Marga, der Barfrau, in den Rücken geschossen. Marga, die Barfrau, die sich vor Jo, dem Revolvermann, am Holzbohlenboden des Saloons Empireless hinplaziert hatte, ihre spitzen Zahnreihen in den Hals Jo's, des Revolvermannes, hineintrieb. Weiterhin mit der Straßenköterschnauze, zu der sich alles von Margas Gesicht verformt hatte.

 

 

 

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