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Blog von TeddeMehr

1. Teil: 7.4

2. April 2020 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #dreimal erwachen

Marga war nicht ganz bei Verstand!

Verzweifelt gestikulierte Jo, der Revolvermann, Marga, sie solle an Ort und Stelle bleiben. Nicht sich jedesmal entfernen, näherte er sich ihr.

Marga, sie war jener einen milchigen Bleiche viel zu nahe gekommen.

Mehrere Schritte nach hinten unternahm Jo, der Revolvermann. Er winkte Marga mit den Fingern seiner Hand, forderte sie auf, zu ihm herkommen. War Marga in seiner unmittelbareren Umgebung, würde er sie zu packen versuchen. War Margas Körper manifestiert genug, würde er sie festhalten und an sich heranziehen.

Was alles mit Sicherheit nicht möglich war, näherte Marga sich weiter jener alles verschlingenden Bleiche.

 

Eile war doch vonnöten, auch Marga hätte es eilig haben müssen. Unmöglich, daß Marga das nicht mitkriegte, was die milchige Bleiche mit der Umgebung anstellte. Bald würde das Schreckliche jede Flucht unmöglich machen.

Das konnte Marga doch nicht meinen, daß alles hier ein Späßchen war. Besann sich Marga keines Besseren, blieb Jo, dem Revolvermann, nur noch eins übrig: das Türschloß des Hinterausgangs des Willys Welcome kaputtzuschießen. Dann sich mit der Schulter gegen die Türfläche zu werfen. Den langen Gang würde er hinauflaufen müssen.

Marga mußte doch zur Einsicht kommen, mit der Herumspinnerei aufhören.

 

Dann reichte es Jo, dem Revolvermann. Marga und er mußte von dem Ort fort. 

Aus dem Stand, daß Jo, der Revolvermann, auf Marga zusprang, Marga an den Hüften zu umfassen.

Das kriegte Jo, der Revolvermann, daß er mitten durch Marga hindurchgriff. Und nicht nur das: Von einer Sekunde zur anderen wurde Marga vollständig durchsichtig, als hätte es nie eine Marga gegeben.

Verzweifelt suchten die Augen Jo's, des Revolvermannes, nach irgendwas eines Umrisses der Gestalt Margas. Bloß Marga war der Welt erneut vollends entschwunden. Hätte Jo, der Revolvermann, das nicht mehrmals erlebt, wie Marga erneut wiederkehrte, materialsierte, wäre alles zum Verzweifeln gewesen.

 

Irre viel Zeit vergeudete Jo, der Revolvermann, irgendwas einer Andeutung von Margas Körper zu gewahren. Nur, es blieb dabei, Marga hatte sich wieder mal total ins Nichts aufgelöst.

Nirgendwo die kleinste Andeutung des kleinsten Umrisses von Margas weißgekleideter Gestalt. Marga mit dem schmucken Häubchen auf dem Haar, daß man denken konnte, Marga wäre für eine Hochzeit hergerichtet.

Gereizt starrte Jo, der Revolvermann. Wo Marga sich befunden hatte, war längst nichts mehr als jene feindselige milchige Bleiche. Nochgerade die gesamte Umgebung mit den im Staub herumliegenden grauen und schwarzen Anzügen, Damenkostümen der Kugel- und Ovalköpfigen war jetzt dem Bild entschwunden.

Überall bei Jo, dem Revolvermann, herum war die Welt bleich und sonst nichts weiter.

 

Herum wandte sich Jo, der Revolvermann, dem Willy Welcome zu. Vor Schreck, daß er zusammenfuhr.

Nichts mehr des Willys Welcome samt Rückwand, Hinterausgang samt der hölzernen Stiege war vorhanden.

Überall glotzte Jo, der Revolvermann, nirgendwo anders hin, als hinein in die eine Schreckensbleiche.

Als hätte er wegen Marga, der Barfrau, zuviel Zeit vertan. Das einzige, was noch nicht war: nach ihm hatte das eine noch nicht gefaßt. Er schien weiterhin der zu sein, der er war. Schwer zu sagen, warum alles bleich war, nur Jo, der Revolvermann, war weiter der, der er war. Oder täuschte er sich?

 

Die Frage der Fragen: Wie lange noch blieb Jo, der Revolvermann, heil und unberührt von dem Übel, das alle Welt erfaßte?

Jo, der Revolvermann, er riß den Revolver rechter Hand aus dem Holster.  Eine Patrone stieß er aus der Trommel seines Revolvers, ließ sie auf den Staubboden fallen.

Eine neue Patronen fingerte Jo, der Revolvermann, eilig hinten aus seinem Revolvergürtel, schob diese in Trommel seines Revolvers hinein. Voll geladen steckte er seinen Revolver in das Lederholster rechts zurück.

 

Die Patrone, die in den Staub fiel, war weiterhin vorhanden. Bei den Stiefeln Jo's, des Revolvermannes, war eigentlich alles, wie es an sich sein sollte.

Dann fuhr Jo, der Revolvermann, zusammen. Das Metall der Revolverpatrone hatte begonnen, durchsichtig zu werden. 

In einer Sekunde Nu war das metallene Stück plötzlich ins Nichts verschwunden. Nchts mehr war es damit, es rasch kurz aufzuheben, hinten in den Ledergurt in eine leere Lederschlaufe hineinzuschieben.

 

Für Jo, den Revolvermann, war die Bleiche, die ihn umgab, der Alptraum in Reinkultur. Gleichzeitig gab ihm alles Rätsel auf: Warum war Jo, der Revolvermann, weiter am Platz, während ansonsten nichts mehr seiner ihn zuvor umgebenden Welt vorhanden war?

Jo, der Revolvermann, er blieb sich bewußt. Ansehen konnte er sich, seine graue Hose und seine grau eingestaubten Stiefel, wenn er an sich runterblickte.

Mattgrau war sein Hosenkleid. Der Stetson, den Jo, der Revolvermann, herumschwang, war grau.

 

Es war zwingend für ihn nötig, noch schnell irgendwas zu unternehmen, ehe das Erschreckende doch über ihn kam.

Die Bleiche, in der gab es für Jo, den Revolvermann, immer noch festen Boden unter den Füßen. Es war angesagt, sich in Bewegung zu schaffen, solange noch irgendwie an Flucht zu denken war.

Was war das schließlich, was man auf einem wahrnehmbar harten Untergrund, auf dem Rumzustehen war, anstellen konnte? Die Antwort war, einen Schritt vor den anderen zu setzen.

Plötzlich, einsam und von allem verlassen, verzweifelte Jo, der Revolvermann. Im Kopf hatte er noch, wie alles ausgesehen hatte, als alles noch nicht bleich geworden war. Er konnte die Kugel- und Ovalköpfe vor seinem geistigen Auge dastehen stehen. Aus dem Stand, daß Jo, der Revolvermann, nach vorne stürzte, rein in jenes Milchigbleiche. Um dann geschwind nach der linken Seite abzudrehen. In die Richtung, in der er in der Willy-Stadt die staubige Hauptstraße wußte.

Vielleicht gelangte er dann auf Hauptstraße mitten hindurch durch die Willy-Stadt Pain Way. Sah die Gebäudeumrisse wieder. Konnte auf der Straße hochlaufen, ans Stadtende. Um dort Susan, seinem Wallach, zu pfeifen.

 

 

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