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Blog von TeddeMehr

1. Teil: 12.6

13. Oktober 2020 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #dreimal erwachen

Nahe einer weißen Großwolke ließen sie sich täuschen, gerieten zu dritt zu weit an den Rand ran. Jo, der Revolvermann, war in Gedanken, merkte das ruckartige Unnehalten Susans, des Wallachs.

Ein Glück, daß Susan, der Wallach, nur vor sich hin getrabt war. Wäre der Wallach am Galopperen gewesen, um sich abrupt in den Stand zu begeben, schwer zu sagen, ob Jo, der Revolvermann, sich im Sattel gehalten hätte.

 

Statt mit ihrem Schimmel gegen Susan, den Wallach, zu rempeln, wich Marga, die Barfrau, aus. Zerrte des weiteren am Zügel, verhielt knapp an der Randlage des seltsam Wattebauschartigem

Seitlich rechts bauschte sich weißliche Wattierung, während es geradeaus über die Kante hinaus und abwärts gegangen wäre, hätte Susan, der Wallach, nicht angehalten.

Das sich Bauschende erweckte weiterhin einen Eindruck, als wäre das süßes Zeug, wie etwas vom Jahrmarkt. Besonders das rein Weißliche, das an Zuckerwatte erinnerte, wie vor allem Kinder sie liebten.

Jo, der Revolvermann, wähnte, er hätte nur hinabzufassen brauchen, hätte sofort was Süßes, Klebriges an den Fingern gehabt.

Es hatte auch schon mal, als er probiert hatte, was ein Stückweit süßlich geschmeckt, entsann sich Jo, der Revolvermann.

 

Der eine Willy der Willys plazierte seinen Reitschimmel an der Seite Margas, der Barfrau, statt Marga, der Barfrau, auszuweichen und dabei  das Hinterteil Susans, des Wallachs, anzurempeln, auf dem Jo, der Revolvermann, herumhockte.

Schwierig wäre es vilelleicht nicht gewesen, Susan, den Wallach, über den Wolkenrand hinabzustoßen Tief ins Blaue hinab hätte Jo, der Revolvermann, mitsamt Susan, seinem Wallach, fallen können.

Das gewahrte Jo, der Revolvermann, durchaus, daß der eine Willy ein Gesicht zog.  Eins, das aussagte, daß es dem Willy der Willy nicht so recht gefiel, daß er sich und sein Reittier zu zügeln hatte.

 

Am Hals Susans, des Wallachs, patschte Jo, der Revolvermann, mit der flachen Hand herum. Um sich im Sattel spontan herabzubeugen, hinein in die Klebemasse zu greifen.

In die Höhe wuchtete Jo, der Revolverman, seinen Oberkörper wieder, setzte sich im Ledersattel Sattel zurecht. Schwang dann die Hand mit dem Klebezeug zu Marga, der Barfrau, hin, bedeutete ihr, ob sie nicht was des Klebrigen probieren wolle. Das prüfen, ob das was Süßes wäre oder nicht.

Abwehrend hob Marga, die Barfrau, Jo, dem Revolvermann, die Handfläche entgegen. War nicht bereit, auf das einzugehen, was Jo, der Revolvermann, ihr vorschlug.

Bewegung gewahrte Jo, derr Revolvermann, aus den Augenwinkeln. Der eine Willy der Willys, der mit in Falten gelegter Stirn, vorgebeugt nach Jo, dem Revolvermann, hinstarrte. Bis sich das schiefmäulige Gesicht des Willys zu einem Grinsen wandelte.

Jo, der Revolvermann, war einfach nicht in der Lage, größer Feindseliges oder auch nur eine Mißfallenskundgebung aus dem Mienenspiel des Willys der Willys herauszulesen. Der eine Willy grinste einfach nur, sonst nichts.

 

Marga, die Barfrau, riß an den Zügeln ihres Vollblutschimmels, ließ ihn rückwärts ausschreiten und dann hinter Susan, dem Wallach, vorübertraben.

Der eine Willy zuckte zu Jo, dem Revolvermann, hin die Schulter, legte einen Zügelzug an den Tag, daß es den Kopf seines Schimmel nur so nach der Seite riß. Daraufhin wurden Sporen gegeben und der Weißschimmel des einen Willys galoppierte hinter Marga, der Barfrau, her.

Etwas Wasser aus der entstöpelten Trinkflasche goß Jo, der Revolvermann, sich über die Hand, an der alles klebte, wischte alles an der hinteren Flanke Susans, des Wallachs, ab.

Voraus waren Marga, die Barfrau, und der Willy der Willys nur noch so ungefähr zu erkennen. Plötzlich ging es Jo, dem Revolvermann, auf, daß man ihn ohne weiteres zurücklassen würde, folgte er den Vorausreitenden auf Susan, seinem Wallach, nicht unverzüglich.

 

Marga, die Barfrau, und der Willy der Willys, daß Jo, der Revolvermann, denn doch einholte.

Den Willy der Willys belauschte Jo, der Revolvermann. Den einen Willy, der Jo, den Revolvermann, der auf Susan, dem Wallach, hockte, nicht vorüberreiten hatte lassen. Das Vorüberreiten weiter nicht gestattete, sondern auf seinem Schimmel an der Seite Jo's, des Revolvermannes, blieb.

Marga, die Barfrau, die vorausritt, ohne auch nur einmal hinter sich zu blicken, dort Geschehnissen Beachtung zu schenken.

Der eine Willy schwatzte ohne Unterlaß auf Jo, den Revolvermann, ein. Wie dankbar er Jo, dem Revolvermann, wäre.

Bald stand für Jo, dem Revolvermann, zu befürchten, daß der Willy der Willys vor Dankbarkeit derart verging, daß er zu Jo, dem Revolvermann, auf den Sattel herüberwechselte, entweder sich hinter oder vor ihm am Sattel auf dem breiten Pferderücken Susans, des Wallachs, zu plazieren.

Unvorstellbar, wie der Willy der Willys vor Dankbarkeit verging. Dankbar war der Willy, daß Jo, der Revolvermann, das dankte er Jo, dem Revolvermann, daß dieser ihm das Leben gerettet hatte.

Das Leben hatte Jo, der Revolvermann, ihm gerettet.

 

Jo, der Revolvermann, er hätte ihm sein Leben gerettet. Jo, der Revolvermann, er hätte sich noch mal sehen lassen. Zwar wäre das Gesicht Jo's, des Revolvermannes, zurückgezuckt, verschwunden. Nur, Jo, der Revolvermann, er hätte gesehen, in welcher Notlage sich der eine Willy befand. Nach kurzer Zeit wäre Jo, der Revolvermann, wieder zurückgekommen. Mit einem Lasso. Nur ein Lasso hätte Jo, der Revolvermann, sich geholt. Das Lasso hätte Jo, der Revolvermann, zu ihm, dem Willy, herabgeworfen. Im allerletzten Augenblick, gerade in dem Moment hätte der Willy sich das Seil um die Hüften binden können, dann wäre der Felsvorsprung unter dem Gewicht des Willys weggebrochen.

Gehalten und hochgezogen hätte Jo, der Revolvermann, ihn, den Willy der Willys. Dann hätte der Willy Jo, dem Revolvermann, Marga, die Barfrau, gezeigt, die in der Nähe auf einem zweiten Felsvorsprung hockte, einer, der ebenfalls wegzubrechen drohte. Auch Marga, die Barfrau, hätte Jo, der Reovlermann, gerettet, Marga, die Barfrau, die erst kurz aus ihrer Bewußtlosigkeiit erwacht war, hochgezogen.

Ewig dankbar wäre man Jo, dem Revolvermann. Daß er ihrer beiden Leben gerettet hätte. Ihr Leben hätten sie Jo, dem Revolvermann, zu verdanken. Ihnen beiden hätte Jo, der Revolvermann, das Leben gerettet. Jo, der Revolvermann, er wäre ein Lebensretter.

 

Jo, der Revolvermann, wußte nicht, wie er reagieren sollte. Er wußte von reingarnichts.

Obwohl er dem Willy der Willys zuhörte, entstand hm keinerlei Erinnerung. Nur doof angucken konnte Jo, der Revolvermann, den Willy der Willys.

Der eine Willy der Willys wiederholte und wiederholte seine Sätze: Jo, der Revolvermann, er wäre ein Lebensretter. Marga hätte er gerettet; ihn, den Willy der Willys. Nicht auszudrücken wäre das, wie knapp es bei ihm, dem Willy, zuging; wie gefährlich die Situation für ihn war. Richtiggehend im letzten Moment wäre Jo, der Revolvermann, mit dem Lasso zurückgekehrt, hätte das eine Ende herabgeworfen. So eben noch hätte er, der Willy, sich das Seil um die Hüften binden können; ein Moment darauf wäre alles für ihn zu spät gewesen.

Für Jo, den Revolvermann, war die Geschichte der Wahnsinn. Er sorgte dafür, daß der eine Willy am Leben blieb. Das Gestein brach unter dem Willy weg, und der Willy stürzte nicht mitsamt dem Brocken in die Tiefe ab.

Und es war nicht nur der Willy der Willys. Wenig später, daß er das gleiche dann ohne weiters auch bei Marga, der Barfrau, unternahm, ihr das Lasso hinabzuwerfen, Marga, die Barfrau, die erst vor einem Augenblick zu sich gekommen war.

 

Nicht begreifen konnte Jo, der Revolvermann, was er von dem einen Willy der Willys erlauschte.

Er,  ein Lebensretter. Dem Willys der Willys rettete er das Leben.

Daß Jo, der Revolvermann, Marga, die Barfrau, vielleicht von irgendwo retten hätte können, das wäre vielleicht zu verstehen gewesen. Aber das, daß Jo, der Revolvermann, überhaupt daran gedacht hatte, den einen Willy der Willys in einer Notlage beizustehen, das war unfaßlich

Ewig würde er, der Willy der Willys, Jo, dem Revolvermann, dankbar sein, daß er ihm das Leben gerettet hätte, wiederholte der Willy der Willys. Seine Dankbarkeit würde er Jo, dem Revolvermann, demnächst noch bezeigen. Darauf könnte Jo, der Revolvermann, sich verlassen.

Jo, der Revolvermann, begriff dann vor allem eins: daß er Marga, die Barfrau, gerettet hatte. Hätte er nicht den Einfall gehabt, aus irgendeinem Grund, der schwer zu fassen war, dem Willy der Willys mit einem Seilwurf auszuhelfen, hätte er nicht das kleinste bißchen davon erfahren, daß Marga, die Barfrau, gleichfalls auf einem Felsvorsprung herumlag. Auch dieser Felsvorsprung drohte wegzubrechen.

 

 

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