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Blog von TeddeMehr

1. Teil: 12.7

14. Oktober 2020 , Geschrieben von TeddeMehr Veröffentlicht in #dreimal erwachen

Zurückfallen ließ sich Marga, die Barfrau. An die linke Flanke Susans, des Wallachs. Was den einen Willy zum Schweigen brachte.

Anscheinend, daß es nun an der Zeit war, daß Marga, die Barfrau, ihren Dank zum Ausdruck bringen sollte. Ihre Dankesworte an Jo, den Revolvermann, richten.

Allerdings schwieg Marga, die Barfrau, mit zusammengepreßten Lippen, wie Jo, der Revolvermann, mitkriegte, als er einen langen Augenblick nach Marga, der Barfrau, nach der Seite hinsah.

 

 Marga, die Barfrau, die nichts zu sagen wußte, also wurde schweigend vorangetrabt. Daß Jo, der Revolvermann, aufging, daß er, bei der Partie, am Sattel auf dem Rücken Susans, des Wallachs, der in der Mitte war. 

 Marga, die Gute, die beim nächsten Hingucken Jo's, des Revolvermannes, zu ihr, voll bleichgesichtig aussah. Als wäre die Situation, in der sie sich befand, eigentlich eine miserable. Ginge es ihr nicht so besonders. Wiewohl Jo, der Revolvermann, der eine war, der dem Willy das Leben rettete. Ebenso wie ihr.

Oder war Jo, der Revolvermann, doch nicht der Lebensretter Margas, der Barfrau?

 

Eventuell war Marga, die Barfrau ,ganz einfach der Umstand klar, daß, wenn Jo, der Revolvermann, kein Lasso geholt hätte, es zu dem Willy der Willys hinunterzuschleudern, Jo, der Revolvermann, nichts davon erfahren hätte, daß sie sich ebenfalls auf einem Felsvorsprung in der Nähe aufhielt.

Ein Vorsprung, auf dem die Lage eine andere war.

Vielleicht hätte sie, Marga, die Barfrau, wenn sie schon aus der Bewußtlosigkeit erwachte, selber von dem Felsvorsprung in die Höhe klettern können. Und das ganz ohne jede Hilfeleistung durch Jo, dem Revolvermann.

Unter Umständen, hätte sie sich selber gerettet. Dann hätte sie jetzt Jo, dem Revolvermann, nicht dankbar sein müssen. Jo, dem Revolvermann, dem sie mißtraute. Dessen Anwesenheit bei dem einen Willy und ihr sie nicht schätzte. Schließlich blieb Jo, der Revolvermann, der, der er war. Jo, der Revolvermann, der war ein Kopfgeldjäger. Hinter dem einen Willy war Jo, der Revolvermann, her.

 

Marga, die Barfrau, gefiel sich in ihrem Schweigen. Während Jo, der Revolvermann, den Willy der Willys wieder nur quasseln und quasseln sah.

Wie ein Wasserfall quasselte der Willy der Willys.

Eine wahre Quasseltante, der eine Willy der Willys.

So erfüllt von Dankbarkeit, der eine Willy der Willys. Überhaupt nicht einkriegen konnte sich der eine Willy der Willys, so dankbar war er Jo, dem Revolvermann.

Am liebsten hätte Jo, der Revolvermann, dem Willy der Willys das Maul gestopft. Ihm eine Kugel zwischen die Augen verpaßt. Oder ihm mittenrein in das ständig offene schiefe Willy-Maul geschossen.

 

Der eine Willy der Willys wiederholte, daß er nie im Leben daran gedacht hätte, daß Jo, der Reovlermann, ihm mal das Leben retten würde.

Für Jo, den Revolvermann, war das an sich auch ein Rätsel. Eins, das sich ihm nicht auflöste.

Nicht das bißchen Ahnung hatte er davon, wo er zuvor gewesen sein könnte, ehe er den einen Willy der Willys und Marga, die Barfrau, gerettet haben sollte. Die Örtlichkeit war ihm auch nicht gewärtig, als es zur Rettung kam.

Das letzte, was ihm bewußt war, war, daß Kugeln des einen Willys, ihn vor der Brust trafen, daß er aus dem Sattel am Rücken Susans, des Wallachs, herunterstürzte.

 

Nur eins war an der Geschichte klar, sie war im Bereich des möglichen. Wenn Jo, der Revolvermann, dem Willy der Willys und Marga, der Barfrau, auf den Fersen war, konnte es passieren, daß Jo, der Revolvermann, auch irgendwo eintraf. Daß er dem einen Willy selbst die Lebensrettung sein konnte, wünschte er sich das unbedingt.

Schließlich hatte sich Jo, der Revolvermann,das Kopfgeld, das er von Abgesandten der Ostleute lange ausgehändigt bekommen hatte, bis heute nicht verdient. 

Trotzdem war es etwas Unfaßbares, daß Jo, der Revolvermann, dem Willy der Willys aus einer mißlichen Lage herausgeholfen haben sollte. Wäre der Willy der Willys in den Abgrund abgestürzt, hätte Jo, der Revolvermann, das jedem erzählen können.

War doch nicht möglich,  daß Jo, der Revolvermann, nicht auf die Ehre des Revolvermannes pfiff. Wenn weit und breit keiner zusah. Ein Souvernir des einen Willy der Willys hätte er sich überdies abholen können. War am Ende kein Ding der Unmöglichkeit auf Susan, dem Wallach, einen Pfad hinab zu suchen und die Absturzstelle zu entdecken.

 

Im Moment hätte Jo, der Reovlermann, gut darauf verzichtet, was ein anderer Jo, der Revolvermann, scheinbar anders sah. Derjenige, der erst beim Willy der Willy den Lebensretter spielte, dann auch noch bei Marga, der Barfrau. Wiewohl die sich selber retten hätte können.

Nach Marga, der Barfrau, schielte Jo, der Revolvermann, das nächstemal nach linker Hand hinüber. Um vom Mienenspiel Margas, der Barfrau, irgendwas abzulesen. Von dem, was diese sich im Augenblick überlegte.

Fröhlicher sah Marga, die Barfrau, jedenfalls nicht aus. Eher noch bleicher im Gesicht, als wäre ihr richtig übel.

 

 

 

 

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